Mittwoch, 28. Februar 2018

Stadion am Quenz

Es ist schon ein paar Wochen her, aber es ist nie zu spät für ein paar Erinnerungen. Die 3. Etappe unserer Deutschlandtour verschlug uns nach Brandenburg im gleichnamigen Bundesland. Ein Arbeitskollege brachte mich auf die Idee dort mal nachzufagen beim Nachfolgeverein der einstigen Europapokalluftschnuppernden BSG Stahl.


Ich stieß tatsächlich auf Interesse und man stellte sogar ein Spiel im altehrenwürdigen Stadion am Quenz in Aussicht. Das wäre natürlich der i-Punkt gewesen, war aber nie eine Bedingung. Man war sich immerhin auch stets der Witterungslage bewusst. So eine Reise erfordert immer Opfer. Viele Männer mussten wir zurücklassen, weil eine Fußballpause oft dafür genutzt wird um Dinge zu tun, die man sonst vernachlässigt. Man verbringt Zeit mit seiner Familie, schiebt Schichten auf Arbeit die man sonst abgibt, büffelt für Prüfungen oder kurriert Verletzungen aus, weil das große Saisonziel einem permanent vor Augen geführt wird. Einige Unantastbare treibt es dann auf touristische Exkursionen in andere Bundesländer um dort festzustellen, dass man einer 2. Mannschaft, die zum Teil Anschlusskader eines Landesligisten darstellt nicht gewachsen ist.


Mit 0:6 ging man schon etwas geknickt vom Platz. Das ständige Anrennen der Offensivwalze des Stahlfeuers ging unseren Verteidigern schon sehr in die Knochen. Und wie sich ein Strohm, oder ein Kutzschebauch, oder ein Richard Bosse selbst beim 0:5, oder 0:6 noch in die Bälle schmeißen, dass zeigt einen, dass wir bereit sind für die Rückrunde. Sich für die Jungs und die Mannschaft zu zerreißen ist unabhängig vom Ergebnis. Auch in der 90. kann man sich noch in einen Schuss werfen, und sei es als Dank für den Torwart, der sich die komplette Spielzeit lang machen muss.


Mit dem Abpfiff holte man sich den FC Stahl noch auf ein Foto vor der großen Tribüne am Quenz und man blickte sich noch ein letztes mal um. Wann hat eine Lindenauer Mannschaft mal in so einem atemberaubenden Stadion gespielt? 20.000 waren dort damals drin gegen den IFK Göteborg... Auch wenn wir diesmal wieder nur mit 12 Mann unterwegs waren, wir bereuen nichts und werden weiter machen und uns wieder ins Auto setzen. Ziel unbekannt, aber den Mythos werden wir verbreiten. Vielleicht finden wir auch irgendwann nochmal solche Jungs wie in Braunschweig, die sich nach dem Spiel finanziell komplett nackig machen um uns einen schönen Abend zu machen. Denn in Brandenburg wurden 30 Minuten nach dem Spiel schon die Rolläden runter gemacht. Typisch 2. halt...

Mittwoch, 7. Februar 2018

Abenteuer Hauptstadt

Mythos Dritte, Deutschlandtour, Berlin... 16 Spiele in 16 Bundesländern und schon die 2. Etappe führt uns in die schöne Hauptstadt. Eine große Stadt mit haufenweise Clubs, schönen Ecken und sicherlich ne Menge Zeugs was man sich angucken kann. Nicht nur eine Anfrage habe ich raus geschickt. Am schnellsten und zugleich sympathischsten erreichte mich die Antwort der Tasmania und ihrem Trainer Vahit Ciftci.Warum Tasmania? Mit einem Blick auf die ewige Tabelle der Bundesliga hat die Tasmania bis heute einen unerreichten Status dessen Tatsache und Einzigartigkeit genug Anreiz hatte um genau dorthin zu fahren.



Auf dem Weg nach Berlin fuhren wir beim erst besten BK irgendwo auf der A9 ab und wurden prompt mit einem kaputten Grill konfrontiert. Für die Lindenauer Jungs gab es nur Chicken oder Salat... In Berlin machten wir am Fuße des Funkturms rasst um ein klassischen Touristenselfie mitzunehmen. Kutsche kollabierte fast weil er irgendwo auf dem Fußwegparken musste, vorne und hinten hielten Busse, links rollte es zweispurig und der Bundesgrenzschutz hatte auch ein Auge auf ihn geworfen. Auf dem Messegelände störten wir eine Demo von unzufriedenen Siemens-Mitarbeitern. Immerhin war einer bereit, nach dem Austausch vieler gefälschter Identitäten, ein Mannschaftsbild der besonderen Art zu machen.

Angekommen im Werner-Seelenbinder Sportpark erwartete uns schon offenherzig Trainer Ciftci und begleitete uns in die Katakomben der Tasmania. Man hatte schon viel Respekt beim Nachfolgeverein eines solchen Traditionsverein spielen zu dürfen. Richard und Kevin machten erst noch ihren Gang zum Späti, denn ohne was kulinarisch einheimisches für Hinterher brauchen wir gar nicht erst spielen. Apropo Kevin: der kleine Schäfers bekam in Berlin sein kleines "Abschiedsspiel". So eine Fahrt bedeutet immer einen minimalen Kader. Nicht alle treten so eine Fahrt an. Viel Zeit geht in den Winter - und Sommerpausen drauf für Familie, Uni, Arbeit etc... Die Konkurrenzfähigkeit hat dadurch ein bisschen gelitten.


Dass die Tasmania uns dann natürlich derart überrollt, damit konnte keiner rechnen. Ein Verein, der in seiner Liga keine große Rolle spielt und im Training regelmäßig von ihrer 2. verprügelt wird, zeigte uns deutlich Grenzen. Einzelne Diven oder non-teamplay Schickimicki Fußballer gab es dort nicht. Die Jungs von Trainer Ciftci traten im Kollektiv auf und raubten dir die letzte Luft zum atmen. Zugegeben, ich habe noch nie in 10 Jahren Dritte eine Mannschaft gesehen, die so guten Fußball spielen kann. Von Minute 1 an hinten reingedrückt konnte sich die Dritte nur selten befreien. Ein Schuss aus 2. Reihe beendete nach einer Viertelstunde die erste Verteidigungswelle. Die Tasmania ließ nach der Führung einige Großchancen liegen. Der Mythos versuchte den Berlinern die Stirn zu bieten, spielte die Angriffe über Außen aber zu schlecht aus und verpasste in 2 Situationen von der Strafraumgrenze einfach mal abzuschließen. Nach einer halben Stunde trafen die Hausherren zur 0:2 Pausenführung.


Nach der Pause ist der Leidensweg unserer Jungs schnell erzählt. Die Grundordnung bei uns war generell besser. Stabil stehen und Tasmania die Ideen zu nehmen klappte auch ein paar Momente. Doch anders als in Halbzeit 1 war jeder zugelassene Schuss ein Treffer. Tasmania nahm uns auseinander ohne dass wir was ausrichten konnten. In der ein oder anderen Situation fehlten ganz klar Leute wir Nico, Stefan oder und vorallem ein PJ. Klar dass sich da der ein oder andere auf den Schlips getreten fühlt. Erst beim Stand von 5 oder später 6:0 waren viele Angriffe der Tasmania zu Ballverliebt und zielgerichtet nur auf ihren Aube Schäfers im Team gespielt, dem ein Treffer an diesem Tag aber nicht vergönnt war. Vorne stach der Bosse einmal zu. Die restlichen Angriffe wurden meist abgepfiffen. Der Schiedsrichter wirkte oft ängstlich und sehr beklemmt. Wer weis was der im Neuköllner Fußballalltag manchmal alles erlebt. Die größte nennenswerte Chance hatte unser Ebrahim. Nach Hereingabe von Benny verfehlte er das Tor nur knapp. Marcel der hinter den Spitzen im 2. Durchgang einen guten Eindruck machte ist vielleicht auch noch positiv zu benennen. Ansonsten wars das...

Haken dran. Die Dritte bezahlt in Berlin viel Lehrgeld. Schön wars allemal. Als in den Katakomben bei den Tasmanen das Licht ausging waren wir noch drin. Anschließend ging es zum Späti, über die Hermann Straße noch was kleines essen. Schreiend durch die Gassen Neuköllns zu laufen hatte sicherlich was einmaliges und zog viele Blicke auf sich. Eine Herde wie wir schaut dort nicht jede Woche vorbei. Danke Vahit und der 3. Mannschaft von Tasmania Berlin für das Spiel. Wir nehmen viel mit. Die Rückrunde wird lang und schwer. Vielleicht sieht man sich mal wieder. Steht unser Kunstrasen seid ihr definitiv mal auf einen Gegenbesuch eingeladen.



#WirSindDritte

Freitag, 29. Dezember 2017

Hallenstadtmeisterschaft geht an die Konkurrenz

Es war das Sahnehäupchen, der i-Punkt auf eine grandiose Hinrunde, aus der man punktgleich mit dem 1.FC Lok herausging. Nach 8 ungeschlagenen Spielen qualifizierte die Dritte sich erstmals sportlich für eine Hallenstadtmeisterschaft. Die jeweils besten zwei Teams aller Staffeln im Modus Jeder gegen Jeden und der Spielplan sollte verlauten, dass es im letzten und alles entscheidenden Spiel zum großen Aufeinandertreffen mit der Loksche kommen sollte. Doch am Ende war es leider nur ein Häufchen Elend, was sich angeschlagen der Konkurrenz erbarmungslos hingeben musste.


Denn schon vom ersten Spiel an war klar, dass das Turnier in eine völlig andere Richtung verläuft, als man sich das im Vorfeld gedacht hatte. Nach den Absagen von Stefan und Nico, war man ungünstig aufgestellt um mit den meisten Teams auf Augenhöhe stehen zu können. Der LFC war der erste Gegner des Turniers, die mit einer schnellen 0:2 Führung dem Mythos die ersten Grenzen aufzeigten. Mit Eric und dem Strohmer konnte man hier Moral beweisen, jedoch versagten Kutsche im 1 gg 1 ebenso die Nerven, wie mir beim ersten Gegentreffer mit einem luschigem Rückpass. So ging das erste Spiel mit 2:3 verloren. Das man aus 4 Chancen 2 Buden macht und beim Gegner jeder Schuss drinne war, verschaffte der Situation einem faden Beigeschmack.


Während die mit neuem Sektion-Dritte-Banner angereisten Ultras auf Besserung hofften, musste die Dritte sich im 2. Spiel erneut geschlagen geben. Gegen Schkeuditz, die später um den Turniersieg mitspielten, setzte es nach langem Kampf und mega Paraden von unserer Nummer 1 eine 0:1 Niederlage, nachdem Maik mit dem Schiedsrichter haderte und in der entscheidenden Situation pennte.

Die Messen waren gelesen und im 3. Spiel ein Sieg längst Pflicht, doch der Gegner vom FC International Leipzig II war auch wieder nicht zu bezwingen. Zwar konnte die Dritte sich nach einem Bossetreffer lange im Spiel halten, am Ende war die effektive Chancenverwertung des Gegners nicht zu schlagen. Der Mythos hatte genug Chancen das Spiel zu gewinnen, wie schon gegen den LFC, doch scheiterte am eigenen Unvermögen vor dem Kasten. Hinzu kam eine äußerst schwammige Regelauslegung der Schiedsrichter, die es einem Team, bei dem es so schon nicht rosig aussieht, nicht gerade entgegenkommt. Wenn sich dann noch so ein Dorfheinz aus Zwenkau aufplustert, bleibt die Frage im Raum, wo war eigentlich der VFB Zwenkau an diesem Turniertag?


Weiter gings mit dem vorletzten Spiel gegen Turnierschlusslicht Stötteritz. Was wir zu dem Zeitpunkt nicht ahnen konnten war, dass mit Basti und Kutsche gegen Inter schon 2 Spieler verletzt ausfielen und trotzdem auf die Zähne bissen. Die Dritte kam auch in dem Spiel von ihrem zähen Spielfluss nicht weg. Der rote Faden war nicht gefunden und Maik dribbelte von der eigenen Eckfahne in den Strafraum auf den eigenen Torwart zu. Stötteritz ging dazwischen und bestrafte die Dritte, die nach langem Anrennen von Kutsche mit seinem 1. Treffer erlöst wurde. Die Halle jetzt  ein Tollhaus. Doch mehr als ein 1:1 war der Dritten nicht gegönnt.

Gegen Lok im letzten Spiel waren die Kräfte aus, die eh schon irgendwo bei 50-60 % rumgurkende Dritte, war noch 3 Verletzungen dann auf minimale 30 % runter gefahren. Kutsche versenkte noch ein Ding mit einem schönen Distanzschuss und wir waren nach dem Schlusspfiff mit einem 1:5 noch gut bedient. Lok hats gefreut und das weihnachtliche Geschenk in Form eines Videos war echt mega und schwer zu toppen. Aber natürlich hat die Dritte noch ein Ass im Ärmel und einen Plan in der Schublade. Nach wie vor sind wir der Meinung, dass euer Gang in die Kabine nach dem Spiel gegen Großdalzig und nach dem Unentschieden gegen uns auf dem Weg zum Rechenschieber, war um ein vieles lustiger als unser Gang nach dem Hallenturnier, weil der war aufrecht auf dem Weg zur Flasche...


Weiter gehts mit dem alljährlichen Hallenturnier bei unseren Freunden in Hohenmölsen...

Donnerstag, 14. Dezember 2017

auf der ganzen Welt

Mal ein kleiner Einblick auf die Reichweiten des Blogs über die Jahre. PJ's Landsleute gehen großen Schrittes auf die Osteuropäer zu. Ich denke, wenn wir in den nächsten Jahren uns dem internationalem Raum widmen, dann wir auch hier noch was passieren. Ich bin mir sicher, dass man in dem ein oder anderem Nachbarland noch von dem Mythos Dritte hören wird...

Dienstag, 12. Dezember 2017

Ein kleines Eingeständnis

Ich möchte mich auf diesem Wege bei den zahlreichen Lesern, die mir auf diesem Blog über Jahre die Treue gehalten haben entschuldigen. Es kommen doch immer mal wieder Nachrichten rein, warum ich nicht mehr schreibe und das Verlangen nach den alten, skurrilen Zeilen ist ungebrochen. Stand vor diesen Zeilen, gehe ich durch das Jahr 2017 mit 26 Beiträgen und habe damit einen erschreckenden Negativrekord aufgestellt. Eine absolute Schande.

Doch die Dritte in den sozialen Medien zu pushen und den Mythos zu verbreitern hat zugegeben viel Zeit geschluckt. Die Dritte ist nun einmal ein Echtzeithobby und man feiert auch nur einmal im Leben einen 10. Geburtstag. Für Leute die seit der Geburtsstunde dabei sind, und das sind ja nicht mehr viele, mag das eine große Sache sein. Denn wer hätte gedacht, dass wir über einen so langen Zeitraum bestehen bleiben und die Dritte sich aufrafft, obwohl sie 2 mal fast im Sarg lag.

Und sicherlich nutzt man die Stunde Freizeit die einem am Tag bleibt um nach den ultimativen Jubiläumsgegnern zu suchen. Dinge, die man nicht sieht, aber die Suche fern weg der 0815 Gegner ist nicht immer leicht. Braunschweig war erst der Anfang und der ein oder andere große Name schwebt da wirklich noch im Raum. Namen die nicht immer genannt werden können, weil ein Spiel auch immer erstmal zu Stande kommen muss und der Fall ziemlich groß ist, wenn die Absage dann kommt. Wir wollen uns der Lächerlichkeit auch nicht preisgeben. Braunschweig hat den Anfang gemacht. Eine coole Truppe, die wir hoffentlich nochmal wiedersehen. Sie haben das Experiment gewagt und die Herausforderung des Mythos angenommen.

 Hoffen wir dass die Reise 2018 also weitergeht. Ich denke mit Tasmania Berlin fahren wir zu einem Club den viele Fußballfanatiker kennen. Auch Stahl Brandenburg im Februar lässt das ein oder andere Fußballherz höher schlagen. Und ja... der optimale Geburtstagskick ist und bleibt nunmal ein Besuch in Hamburg... die braun-weißen haben 8 Mannschaften. Mir Pupe wer, aber einer muss sich uns stellen. Und der größte Name, auch wenn es immer nur 3.,4. oder 5. Mannschaften sind, der bisher größte Name wird im Sommer noch kommen und wenn wir erstmal auf dem Platz gegenübestehen und wir die Vereinswimpel tauschen, dann fragt auch keiner mehr nach den Berichten die ich 2017 nicht geschrieben habe :)




Montag, 13. November 2017

Mythos nimmt Dampf aus dem Kessel



Kein Mythos in Lindenau, oder Endstation Lok... Die Hashtags unserer Gäste aus Probstheida waren schon in der Rubrik witzig weit vorne im Trend. Die Wahrheit ließt sich dann doch ein bisschen anders.


Es war, man kann es durchaus so sagen, das Spiel des Jahres. Wir haben 10 Spiele daraufhin gearbeitet. Der Trainer hat viel Zeit und Arbeit investiert und die Spieler bis auf den Ausrutscher gegen Bienitz, bei dem man sich kläglich selbst geschlagen hat, alle Hürden genommen. Und auf dem Papier sah es Anfang der Woche noch nach einer Jahrhundertelf aus. Glomb-Hähn-Lochow-Gonnelly-Strohm-Jaumann-Kutzschebauch-Engel-Wagner-Bosse-Colditz. Am Spieltag musste man sich dann plötzlich die Augen reiben...Glomb-Hähn-Lochow-Gonnelly-Strohm-Jaumann-Kutzschebauch-Engel-Wagner-Bosse-Colditz.

Trainer Strohm musste umbauen und das mehr als einmal. Jeder aus dem 26 Mann Kader war gefordert und konnte zeigen, dass jeder seinen Teil dazu beigetragen hat, dass der Mythos da steht wo er steht. Vor dem Spiel gab es von Philipp noch eine ihm vorher zugeschickte Gesangseinlage von Schlachtenbummler Maximilian Oha, der mit Bruder Fabian Glomb seit mehreren Spielen dem Mythos hinterher fährt und jedem Wetter trotzt. So schickte unser Strohmer nach dem Erwärmungsaus von Coldi und dem übereifrigen Durst von Thomas folgende 11 auf den Platz:

Philipp - Richard, Tobi, PJ, Basti, Eric - Ranis, Engel - Zlatan - Wolfi, Benny

Der Rest stand neben dem Platz Spalier und pushte die Jungs was ging


Die Dritte trotzte von Beginn an dem Druck des Tabellenführers. Dass die nicht umsonst auf Platz 1 der Tabelle stehen war jedem klar. Mit einem Blick auf die Fairnesstabelle waren auch die hart geführten Zweikämpfe im vornherein erklärbar und bekannt. Mit einem Pfostentreffer nach 5 Minuten donnerte es zum ersten Mal auf dem Charlottenhof. Aber es sollte für eine lange Zeit der einzige Aufreger sein, den man in der Heimat zu sehen bekam. Lok biss sich die Zähne aus, wie jedes andere Team. Die Abwehr trotz des zum ersten Mal in die Startelf rotierten Tobi, der auf dem Punkt da war, bärenstark. Die Gäste rannten an und scheiterte oft schon im Zentrum an Leuten, die über sich hinaus wuchsen. Ein Fabi auf der 6, der ein Spiel machte, wie man es selten zuvor gesehen hat. Oder die Achse Pierre-Eric-Stefan, die gleich mehrfach dafür sorgten, dass Wolfi die Möglichkeit hatte mit dem Ball Richtung Eckfahne zu gehen, zwei Gegenspieler mitzuziehen und anschließend die Möglichkeit zu Hereingabe zu suchen. Meist jedoch glücklos. Lok ließ die Fairnesstabelle gerne mal durchgucken und unterbrach oft rüde im Mittelfeld. Brachte viel Zeit und gefährliche Standarts. Und nach der 3-Tore Show in Lausen ging oft ein Raunen durchs Stadion, wenn der Bosse am Ball war. Ein Mann, den auch der Tabellenführer kaum in den Griff bekam. Eine Flanke von stefan pflückte er mit der Brust runter, wurde im letzten Moment erst gestört. Chance 1...er brauch meistens nur 2. Gemerkt!.... Die Dritte kämpfte sich souverän in die Pause. Philipp musste sich selten zeigen. Richard stieß immer mal mutig nach vorne. Generell bleibt zu sagen, der Loksche fehlten schon nach 45 Minuten die ersten Zähne.

 Unsere Freunde aus Hohenmölsen sind extra für das Spitzenspiel angereist


Nach der Pause ging es mit viel Druck der Gäste weiter. Am Bild änderte sich zunächst nix. Nach und nach drehte der Mythos der Lok den Dampf ab. In Minute 55 war für Tobi Schluss und Maik gab nach langer Pause seine Comeback für die Dritte und das ohne jeglichen Qualitätsverlust. Fabi und Wolfi ging jetzt merklich die Puste aus und dennoch war hier mit viel Kampf mehr drin und die Dritte spielte sich das ein oder andere Mal gefährlich vor den Kasten. Freistöße und Ecken wurden auch von Lok gut verteidigt. Dann eine Situation an der Eckfahne. Fabi holte mit letzter Kraft einen fast verlorenen Ball von der Grundlinie. Seine Hereingabe führte zur Ecke. Nach der Ecke war der Ball schon fast geklärt, spang Wolfi vor den Fuß, der in den 16er stürmte und von zwei Verteidigern attackiert wurde. Ein Fall, ein Pfiff, ein Elfmeter. Bosse geht zum Punkt. Ich wiederhole, er brauch nur 2 Chancen für ein Tor. Stille....Bosse läuft an......Grenzenloser Jubel. Der Mythos führt und plötzlich sah man die Bilder wieder vor sich, wie man einst gegen Sachsen Leipzig kurz vor dem Ende mit 4:3 vorne lag. Jetzt machts der Bosse gegen Lok. Alex für Wolfi jetzt im Spiel, sowie Kutsche für Fabi. Freistoß Gäste, an der Mauer rechts vorbei in den Winkel und der Glomb fischte den raus. Was für eine Parade. Kutsche brachte ordentlich Stimmung mit und Lok war hinten plötzlich schwammig. Unser Ailton war oft nur mit Fouls zu stoppen. Genau wie Richard, wenns schnell wurde, endete es meist rüde. Stefan zog aus 3. Reihe ab, der Torwart stellte sich schon die Abwehr für den Abstoß und plötzlich donnerte es an die Querlatte. Stimmung jetzt auf dem Charlottenhof bis 10 Minuten vor dem Ende. Maik foult im Strafraum. Elfmeter! Die Quittung für die nicht gegebene Ampelkarte des 7ers nach einem Foul an Richard ein paar Minuten vorher. In de letzten zehn Minuten gab es nochmal Spannung in beiden Strafräumen. Basti zog nach einer verkorksten Ecke mit rechts ab, rechts vorbei und weig später tauchte der Bosse plötzlich im Strafraum auf und ein im letzten Moment dazwischen grätschender Verteidiger rettete die Loksche vor dem erneuten Rückstand. In der Nachspielzeit verteidigte die Dritte hinten mit jeden Mann und hatte den letzten Standart im Spiel, wo die Zeit nochmal still stand...



Es passierte nichts mehr. Die II. von Lok freute ich über das Unentschieden wie über einen Sieg. Wenn man bedenkt wie das vor ein paar Jahren der Fall war. Heute kommt eine Mannschaft wie Lok und freut sich über einen Punkt bei der Dritten. Kleine Stichelein brachten uns ins schmunzeln, denn Lok stellte den Mythos in Frage... Wir erwischten die Gäste aber bei wilden Rechnerein, denn kommenden Sonntag hat der Tabellenführer spielfrei und wir haben Miltitz zu Gast. Wir nennen das Arsch auf Grundeis, denn die Angst vor dem Mythos ist allgegenwärtig. Die Jagd geht weiter.

Der SV Lindenau verpasste es ein paar Euro für den Kunstrasen einzusammeln, denn mit fast 90 Leuten kamen mehr als erwartet. Die Dritte schickte niemanden enttäuscht nach Hause, denn was der Mythos an Kampf, Einsatz und Leidenschaft investierte, sollte gerade in der 1. Kreisklasse dem ein oder anderen ein Beispiel sein. Wir schreiten es jedem nach dem Spiel hinterher, aus den Kehlen von 23 Mann ""WIR-SIND-DRITTE !!!" Das was gestern auf und neben dem Platz abging, macht Lust auf die Rückrunde, Lust drauf Probstheida zum fallen zu bringen und macht richtig Bock dieses Jahr nichts unmöglich machen zu lassen. Jungs das war eine Mannschaftsleistung die gezeigt hat, dass das bessere Team am Sonntag nicht aus Probstheida kam...



#mythosdritte


Montag, 23. Oktober 2017

...jetzt jagen wir Züge!

Der Alltag lässt es einem nicht immer zu einen Blog auf dem aktuellen Stand zu halten. Schauen wir trotzdem einmal, ob wir die vergangenen 2 Spiele und die aktuelle Situation ein bisschen aufarbeiten können. Denn es waren nicht irgendwelche Spiele. 2 Wochen am Stück hies es Dritter gegen Vierter. Nur dass der 4. nicht immer die selben waren.


Gegen Böhlitz wollten wir nahtlos an das Pokalspiel anküpfen. Nur mussten wir personell umstellen und gerieten schnell in ein Geduldsspiel. Da nicht jeder damit umgehen kann spitzte sich die Situation nach der Pause und dem überraschenden Rückstand weiter zu. Der Trainer wechselte drei mal und die Geschichte ist bekannt. Die 3 Damen vom Grill, ääähh.. Herren von der Bank drehten das Spiel (Frodo zum 1:1, Stefans Assist zum 2:1, Coldi 3:1). Böhlitz guckte doof aus der Wäsche, aber den Torjubel konnte die Dritte nicht auf sich sitzen lassen.


Der moralische Sieg war das eine, der Sieg der Großdalziger gegen Lok jedoch der i-Punkt an einem unfassbar geilen Wochenende.


Doch mit Dölzig vor der Brust war nicht lange Zeit für Euphorie. Denn auch da stolperte LOK einst und die Randschkeuditzer trotzten dem Tabellenführer ein Unentschieden ab.



 Es sollte schwer werden, dachte man im Vorfeld. Der Trainer richtete fast schon emotionale Worte an seine Dritte, denn wie schon im Böhlitz-Spiel zu sehen, sei man selbst dieses Jahr der größte Gegner. 15 Mann am Start und der Strohmer stellte bestmöglichst auf und ein um gegen die Hausherren zu bestehen. Und die Dölziger Stärke? Sie bestand aus langen Bällen. Bestechend die Ausdauer. Denn auch in der 2. Hälfte, nach Rückstand oder in der Nachspielzeit änderte sich daran nix. Spielidee 0, lange Bälle 100%.

Gegen eine der besten Abwehrreihen der Liga zu plump. Der Mythos kam dem Wunsch des Trainers nach und hatte in diesem Spiel die nötige Geduld und wie schon in anderen Spielen tödliche Effizienz vor dem Kasten. 2, 3 Warnschüsse ja, ansonsten mit wenig Aufwand zu viel Erfolg. Colditz auf Bosse und noch vor der Pause war die Lücke genutzt, die von der erschreckend häufig fehlerhaften Abwehr der Hausherren aufgetan wurde.

Im 2. Durchgang war die Partie intensiver. Dölzig drückte ein wenig und versuchte sich die Hörner abzustoßen, mit natürlich dem ein oder anderen langen Ball. Die Dritte verstand aber wenig Spaß und zeigte eindrucksvoll wo man dieses Jahr hin will und wie ernst die Jungs es mit ihrem Saisonziel haben. 68. Minute Bosse auf Colditz. 2:0! Die beide lieben sich wirklich xD Jetzt muss ich kurz einwerfen, dass wir gegen Dölzig wahrscheinlich auch das beste Spiel von Kaufi im Tor gesehen haben. Der eigentliche nur Ersatzhüter für den fehlenden Philipp hatte zwar keine großen Paraden, war aber 90 Minuten immer ballfordernd, immer anspielbereit, ging in jeder Aktion dazwischen. Ich denke jetzt bist du in deiner Rolle vollkommen drin. Denn mit einem Abstoß von Benny ging es weiter. Auf den eingewechselten Stefan, der setzt sich schön im Zweikampf durch, geht frei aufs Tor, legt quer und der eingewechselte Alex schiebt mit rechts ein, bevor er vom Bullen umgerannt wurde. 3:0, den Rest schenken wir uns.


Die Dritte schlägt Böhlitz, schlägt Dölzig und guckt jetzt auf den nächsten Gegner. Die Jungs übertreffen sich Woche für Woche und die II. steht schon wieder auf einem Abstiegsplatz. Aufstieg abgehakt aber trotzdem gehts um alles. 10 Jahre Dritte und wir sind auf dem besten Weg das Unmögliche möglich zu machen. Gemeinsam. Wenn wir uns nur selber schlagen können, dann entsteht langsam der Eindruck, als wenn wir in unserem Jubiläumsjahr einiges abreißen können. Die Geschichte geht weiter. Bis Probstheida sind es noch einige Haltestellen und ich denke dann sollte es brennen auf der Prager Straße.

#mythosdritte

Donnerstag, 12. Oktober 2017

der Sensation ganz nah

Man konnte es einem sehr intensiven Facebookbeitrag schon entnehmen, am Sonntag war so einiges möglich und das war, liebe Markkleeberger, keinesfalls eine Überraschung. Im Rahmen der 11 Freunde Aktion, am Bundesligafreien Wochenende fand der Tag der Amateure statt, war ein Livetickerer vor Ort und ein Fotograf begleitete uns mit der Kamera. Die Dritte bewarb sich mit der Idee einfach nur Dritte zu sein und den Goliath aus dem Pokal zu schmeißen. By the way sollte es Freibier für alle 11 Freunde Mitarbeiter geben. Vielleicht war auch das der entscheidende Grund uns zu besuchen ;)

Pokal ist immer was besonderes und keine Herausforderung zu groß. Nicht umsonst war der Wunsch nach Bienitz oder Sachsen Leipzig da. Am Ende sind es die Jungs vom TSV geworden, die bei der Auslosung zur 2. Runde gezogen worden. Eine Mannschaft die uns nicht kennt und eine Dritte in einer solchen Stärke auch nicht erwartet hat. Trainer Strohm holte alle verfügbaren Leute in den Kader. Lediglich Stefan musste Samstag krankheitsbedingt absagen, als das Spiel nach tagelangen Regen noch drohte auszufallen. Alex und Coldi fieberten aus der Ferne mit. Das Trikot vom Kleenen begleitete uns von der Bank aus mit.

Mit Kaffee und Banenen starteten wir in die Spielvorbereitung und der Trainer richtete wie immer seine ruhige und besinnte Ansprache an seine Jungs, die heute aufgrund des 2-Klassen-Unterschieds intensiver ausfiel. Er glaubte an unsere Stärke und sind wir von der 1. Minute bei 100%, dann wird es auch für den TSV schwer uns zu überwinden. Und ja, der Mythos stämmte sich gegen die Gäste und spielte von Beginn an mutig nach vorne. Klare Chancen blieben aus und dennoch hatte der gegnerische Torwart mehr Ballkontakte als unser Philipp in 3 Spielen. Es war viel mehr die Art und Weise, wie die Dritte sich presentierte. Der bedingungslose Siegeswille war deutlich zu erkennen. Jaui machte links ein Spiel, als war er nie weggewesen. Markkleeberg spielte in der Anfangsphase einen gefährlichen Querpass in den 5er, der sein Ziel in den Wolken fand. Aber die Dritte wurde durch diese Aktion wacher, konsequenter und gefährlich wurde es nur bei Pfiffen zu Standarts. Doch Freistöße muss der TSV erst noch üben. Gefährliche Pässe in die Schnittstelle von unseren 6er oder von Nico hebelten sie Gästeabwehr ein ums andere mal aus. Wolfi und Benny sorgten für mächtig Unruhe und der gegnerische Trainer war hörbar genervt, wechselte früh...und seine Jungs? Waren hörbar genervt von ihrem Trainer...

Pause. 0:0 ! Am Limit, am absoluten Limit. Das war in den ersten 45 Minuten keinesfalls eine Überraschung, sonders das was wir können... Wir waren mehr als zufrieden mit unserem Spiel und machten zu Beginn der 2. Halbzeit genau da weiter. Die Gäste wechselten früh das 3. Mal. Der gegnerische Trainer zog sämtliche Register, um die Dritte irgendwie ins wanken zu bringen und erhöhte den Druck, dem die Dritte zunächst stand hielt. Dann warf uns eine Ecke aus der Bahn, die keine war. Aus der eine weitere Ecke resultierte, die der lange 4er an den Pfosten köpfte. Der Knall ans Alu ging noch lange durch unsere Köpfe und die Gäste drückten, spielten sich nun immer wieder in den Strafraum. Bei einer Hereingabe von rechts, sprang der Ball an die Hand von Pierre. Elfmeter. Wie vor dem Spiel ins Ohr geflüstert, blieb Philipp ohne große Show auf der Linie stehen und visierte die richtige Ecke an, machte sich lang und länger. Doch der Spieler setzte den Ball daneben. Kollektives Ausrasten, der Mythos in Exstase. Ein Zeichen? Die Dritte war wieder im Spiel und der Siegeswille immernoch zu erkennen. In Minute 77 dann der Anfang vom Ende. PJ stellte sich einen Zweikampf, aus dem der Ball vom Fuß des Gegenspielers vor unser Tor sprang. Aus klarer Abseitsposition vollstreckte der Stürmer zum 0:1. Die Dritte rannte nun aufopferungsvoll an. Philipp scharrte mit den Hufen an der Mittellinie, bereits Minuten vor dem Ende. Letzte Ecke von links. Nico tritt rein, Philipp geht hoch, kommt nicht ran. PJ, drückt den Kopfball in die linke untere Ecke. Die Zeit blieb stehen, auf und neben dem Platz. Wir rissen die Arme hoch, an der Seitenlinie wollten sie schon rein rennen...Pfosten....

Schlusspfiff...

Die Dritte war am Tag der Amteure Sinnbild für den Amateurfussball. Kampf, Leidenschaft und bedingungsloser Siegeswille gegen einen zwei Klassen höher spielenden Gegner, mit dem man sich 90 Minuten auf Augenhöhe befand. Wenn die Dritte es schafft, so eine Leistung in der Liga Woche für Woche zu bringen, dann spucken wir der Loksche gewaltig in die Aufstiegssuppe. Für die Markkleeberger war es dennoch ein Armutszeugnis. 15 Minuten nach dem Spiel und dem Sieg im Pokal war keiner mehr da, alle weg. 3. Runde, wie selbstverständlich. Schade, dass der Fußballgott hier immer auf der Seite der falschen steht. Bleibt zu sagen, dass wenn der Ire den Ball ins Tor wuchtet mit der letzten Aktion des Spiels, dann reißt diue Dritte alles ab. Man kann es sich kaum vorstellen, was auf dem Charlottenhof dann ab geht....

Samstag, 7. Oktober 2017

Tag der Amateure


Eine von 11 Freunde ins Leben gerufene Aktion namens "Tag der Amateure" wird morgen hoffentlich Teil der Geschichtsbücher unserer Dritten. Wir hoffen auf einen gnädigen Wettergott, der die Pforten morgen früh spätestens schließt, damit nichts sprichwörtlich ins Wasser fällt. Denn sonst wäre alles umsonst. Die feuchten Hände, die leicht aufkommende Panik beim Macher der Dritten... Denn ja, jetzt kommt da einer von so ner Fachzeitung und bringt nen Fotografen mit. Alltäglich ist das nicht und für die Jungs sicherlich ne feine Sache.

Alles schick, aber unterm Strich steht morgen immer noch im Fokus, dass wir den Goliath schlagen wollen und die größte Pokalsensation in unserer Vereinsgeschichte schaffen wollen. 18 Mann stark ist unser Kader. Jeder der kann hilft mit, jeder der nicht kann fiebert mit. Mit viel Mut und ner ganzen Menge Zusammenhalt fällt der Mythos morgen nicht.


Dienstag, 3. Oktober 2017

Road to Pokalfight

...der Weg ist geebnet. Die Dritte hatte nun 3 Wochen Zeit sich auf ihren Pokalgegner vorzubereiten. 3 undankbare Aufgaben liegen hinter uns. Schönau war die erste. Zu Nicos Unmut gab es hier keinen größeren Spielbericht, da die Dritte trotz 7:1 Erfolg hier nicht zufrieden sein kann. Die Trägheit im ersten Durchgang und das magere 2:1 zur Pause war im Nachgang nicht viele Worte wert. Die 2. undankbare Aufgabe, die spielfreie Woche... Eine Möglichkeit mal wieder ein Wochenende für die Mutti da zu sein und seinen familiären Pflichten nachzukommen. Für die leidenschaftlichen Fußballer unter uns eine Bestrafung. Zu guterletzt TSG Blau Weiß Großlehna II... Eine Mannschaft die sich mit 14:0 von der SG Franz verprügeln lässt und wo man so gar nicht weiß wie man sie zu nehmen hat.


Trainer Strohm brachte mit Pierre und Richard 2 Ligaspieldebütanten, vorne war Coldi neben Benny und für Alex durfte Zlatan auf der 10 ran. Von Beginn an gab die Dritte den Ton an, war spielbestimmend und optisch mehr als überlegen. Mutige Versuche vor das Tor von Philipp zu spielen scheiterten meist früh oder wurden von der Wand Strohm-Gonelly-Preiß abgekocht. Selten traten hier mal Fehler auf und die 2, 3 Freistöße aus dem Halbfeld gingen meist in die Wolken. Die rustikale Verteidigungsweise der Hausherren und die freie Regelauslegung des Offiziellen ließen auch wenig klare Chancen zu. Über den Schiedsrichter schimpfen, klingt erstmal banal, aber auch die Lehnaer dürften hier klar zustimmen. Die größten Chancen wurden mit einem gekonnten Blick von der Mittellinie mit Abseits zurück gepfiffen. Ein Foul an Zlatan, was in der Situation aber gut mit Vorteil weiterlief, verhalf Coldi zu einem schönen Solo, der über links den Ball rechts am Hüter vorbei legte. Pierre drückte den Ball noch richtig über die Linie. 1:0. Pause...

...ja, der Bär steppte hier noch lange nicht. Ein 14:0 wird es definitiv auch nicht. Großlehna erinnerte in verschiedensten Formen an die Dritte in frühen Jahren. Rustikal verteidigen, immer wieder ziellos anrennen und einen Spieler haben, der bei jedem Schieben laut schreiend hinfällt. Als Mannschaft lange dagegenhalten und Mitte 2. Halbzeit dann doch einbrechen. Ein Doppelschlag von PJ nach Ecke von Stefan und letzterer selbst mit einem, mal wieder, sehr sehenswerten Freistoß, sorgten für die Entscheidung. Coldi mit seinem 2. Treffer kurz vor dem Abpfiff machte den 4:0 Auswärtssieg perfekt.


Die Dritte feierte einen glanzlosen, aber dennoch zufriedenstellenden Sieg in Großlehna. Kompliment an die aufopferungsvoll kämpfende Heimmannschaft. Ihr wart im Längen besser als Schönau und wir hoffen ihr holt an einem guten Tag mal einen überraschenden 3er gegen unsere direkte Konkurrenz. Auch der 10-Mann-Mop mit Fahne hatte seinen Charme. Die Dritte ist nach 2 Pflichtsiegen nach der Pleite gegen Bienitz in der Spur und bestens gerüstet für den Kracher gegen Markkleeberg. Der TSV, der am Sonntag zur 2. Pokalrunde auf dem Charlottenhof gastiert wird noch nicht viel von uns gehört haben. Die geilste Band der Welt wird mit jedem verfügbaren Mann auf und neben dem Platz allef dafür tun euch in 90 Minuten oder mehr, das Leben so schwer wie möglich zu machen. Wenn wir es schaffen von der ersten Minute 100 % abzurufen, dann dürfte uns ein Spiel mit offenen Ende erwarten. Ein Pokalfight mit Sachsen-Charackter... Dann spielts auch keine Rolle in welcher Liga ihr spielt.

Wir sind Dritte !