Mittwoch, 14. Juni 2017

Skandilicious

Letztes Heimspiel. Ein letztes Mal in der Saison 2016/2017 mit den Jungs im Kreis stehen und sich pushen fürs Spiel. Durch das Pfingstwochenende wieder gefühlt einen Monat Pause zwischen den Spielen, hieß der letzte Gegner auf heimischen Geläuf SpG Bienitz II./Leutzsch II. Ein Gegner der in der Rückrunde ganz ordentlich gepunktet hat. Uns schon im Hinspiel, obwohl schwach besetzt, wusste wie man der Dritten Grenzen aufzeigt. Mit ach und krach würgten wir uns mit einem 4:3 in die Saison.


Die Geschichte der Dritten ist bekannt. In der laufenden Saison brach man einen eigenen Rekord nach dem anderen. Zuletzt versuchte ein Dutzend Knautkleeberger negative Stimmung bei der Dritten aufkommen zu lassen. Vergebens. Bericht gab es nach der 2:3 Pleite keinen. Der gegnerische Trainer hatte es zwar drauf angelegt, eine Bühne wollten wir ihm für seinen Schwachsinn hier allerdings nicht bieten. Trainer Strohm wurde am vergangenen Wochenende auch ein bisschen grauer. Mit 14 Mann in das Wochenende gestartet, fingerte sich Coldi aus dem Kader, kam aber zugucken. Alex sagte aus privaten Gründen ab und Fabi war gesundheitlich im Eimer. Ne Stunde vor dem Spiel wurde bei Lars "Skandi" Beyer angefragt ob er mit Fabi den Platz auf der Bank tauscht. Bier und Fussball gegen Bett und ausschlafen. Mit neuem System überraschte der Trainer seine Jungs zusätzlich und zeigte abermals seine Genialität auf mit einem Fingerzeig auf das was Freund und Feind im kommenden Jahr erwartet.



Schon nach den ersten Aktionen hatte die Dritte sich einen klaren Feldvorteil verschafft. Durch schnelle Vorstöße über außen oder einen Warnschuss von Benny, wurden gleich zu Beginn die Weichen auf Sieg gestellt. Ich denke ein Pass von Kutsche war es, der mich durch die Gasse schickte. Meinem Gegenspieler enteilt, blieb nur noch die Notbremse übrig. Elfmeter. Astin verletzt, Falko zuletzt im Pech, trat Nico zum Elfmeter an. Der Torhüter, zeigte wenig Motivation, blieb einfach nur stehen und parierte mit einem halben Schritt nach links. Mensch Fodo... Bienitz im Gegenzug mit der Riesenchance zur Führung. Doch Philipp im Tor überragend. Die Dritte schüttelte das ab. Spielte weiter munter nach vorne. Mit Falko, Nico und Benny gab es weitere Schüsse auf den Kasten der Gäste. Dann wurde Toni Richtung Strafraum geschickt. Der Abwehrspieler hält den Ellenbogen raus. Zusammenprall, ein Pfiff. Elfmeter #2. Pfiff vertretbar, Toni allerdings außerhalb des Strafraums. Benny nahm sich den Ball. Unten links anvisiert. Der Torhüter in der Ecke. Oh mein Gott. Zwei Elfmeter verschossen. Falko probierte es mal über außen, legte sich den Ball an zwei Verteidigern vorbei und verzog dann im Abschluss. Eine der besten Chancen zu dem Zeitpunkt. Nach einem Eckball und Kopfballabnahme von Basti verpasste der eingewechselte Skandi nur knapp den Ball.
In der 35. Minute ging Andy über links mit einem Pressschlag in der Vorwärtsbewegung der Bienitzer dazwischen. Frei vorm Tor schob unser Augsberger den Ball zum 1:0 am Hüter vorbei. Sein erstes Saisontor und die Steine waren gepurzelt. Kurz vor der Pause verschaffte sich PJ, angepisst von den beiden Elfmetern, ein bisschen Luft. Tankte sich durch, scheiterte zunächst am Hüter. Doch Skandi war da, drückte den Ball in den Winkel. 2:0.



Nach der Pause überraschte uns Bienitz nach einer Standartsituation. Tore, die es gilt im kommenden Jahr dringend zu vermeiden. Doch es war nur ein kleines Lüftchen, statt eines aufkommenden Sturms. Die Lindenauer Jungs blieben klar die Platzherren und schnürrten die Gastmannschaft abermals in der eigenen Hälfte ein. Eine clever gestellte Abseitsfalle ließ die Dritte im weiteren Spielverlauf ein ums andere mal verzweifeln. Ich haderte mit den Hereingaben, die nur mäßig besser klappten als im ersten Durchgang. Wenn sie kamen, dann haderten andere mit dem Abschluss. Dann war es in Minute 73 in einem auf unserer Seite sehr laufintensiven Spiel wieder Lars nach einer Ecke von Falko, der aus der Spielertraube im 16er mit dem linken Fuß drauf hielt und der Ball ins linke untere Eck kullert. Der Trainer wollte einen Gang runter schalten um den erneuten Anschluss der Bienitzer nicht zu beschwören. Doch der Gegner selbst spielte da nicht mit. Immer wieder wurde die Dritte nach schnellen Ballgewinnen zum kontern eingeladen. Der Mythos rollte immer wieder an und kam kurz vor Schluss wieder aus dem Getümmel zum 4. Treffer. Benny Kaufmann war Nutznießer dass Aube den Ball verpasste. Irgendwie machte er ihn rein. Und wahrscheinlich ist es kaum einen mehr zu gönnen als unserem Benny. Der Schlusspunkt in einer Dankbaren Generalprobe mit neuem Spielsystem.


Die Dritte gewinnt ihr letztes Heimspiel und holt sich nach der Zwenkauer Niederlage bei Sachsen Leipzig den 4. Platz und stellte nebenbei sogar noch einen neuen internen Punkterekord auf. Was folgte war ein gelungener Abriss und der Sprung in den Mannschaftseigenen Pool. Lars gab gleich seinen Kasten für seinen Doppelpack. Was für ein Comeback von unserem Skandi. Jetzt wollten wir als einzige Mannschaft gegen beide Aufsteiger in beiden Spielen punkten. Am letzten SPieltag erwartet und Marco Palm mit den Jungs von Kursdorf Radefeld.



#mythosdritte

Dienstag, 23. Mai 2017

Miltitzer Fußballromantik

Was haben wir am Wochenende nicht alles für schöne Geschichten gesehen. In Hamburg stürmten tausende Menschen den Rasen um einen 14. Platz ihrer Mannschaft zu feiern. Ein Tor kurz vor schluss durch einen Mann, den eigentlich keiner kennt, der dann aber im Torjubel was ganz komisches machte... Ja ja... Fußballromantik. Als nach dem Sachsenspiel täglich die Leute absagten und von 22 Mann nach der Absage Sonntag Früh von Kevin nur noch 11 übrig waren, konnte man nicht mehr von Romantik sprechen. Aus der 2. holte man sich unseren alten Fabi wieder zurück, um überhaupt wieder an den Rand der Konkurrenzfähigkeit ran zu kommen.


Angekommen am Sportplatz schob sich die Dritte auf dem Parkplatz schon den Ball hin und her. Mit einer gute Stimmung bei unseren verbliebenen Kämpfern ging es in die Kabine. Ich musste in große Fußstapfen treten. Trainer Strohm gönnte sich eine Pause, war an dem Tag nicht da, gab die Formation vor, die lediglich auf 2 Positionen geändert werden musste. Im Namen des Trainers versuchte ich nochmal alle wachzurütteln. Nach dem Hinspiel gegen den LFV bekam man Überwasser, kam im Spiel danach gegen Miltitz fast unter die Räder. 3 mal einen 2 Tore Rücktand aufzuholen schafft man nicht an jedem Tag und mit so einem dünnbesetzten Kader steht das arg in den Sternen. Gibt jeder die 100 % von Beginn an aus dem letzten Spiel, und können wir erhobenen Hauptes sagen, dass jeder alles gegeben hat, dann gucken wir nach dem Spiel aufs Ergebnis und schauen ob es reicht um den Trainer stolz zu machen.


Folgende Aufstellung laß sich schon vor dem Spiel ein bisschen historisch:

1 Glomb - 5 Keil - 86 Preiß, 3 Gonelly, 11 Forbrig - 13 Lange, 6 Kutschebrauch, 12 Wagner, 17 Ranis - 26 Schäfers, 9 Ashmawi


Der Kleene also hinten links, der Trainer hätte mir den Hals umgedreht. Aber im ersten Durchgang lief alles nach unseren Vorstellungen. Die Dritte spielte um Libero Keiler einen ruhigen Ball. Über PJ wurden Bälle immer wieder über die Außen verteilt oder über Philipp hintenrum gespielt. Die geilste Band der Welt stieß immer wieder mit schnellen Kombinationen in die Hälfte des Gegners vor. Gerade Miltitz wirkte zunehmenst überfordert, desto näher Kutsche und Nico in die Nähe des Strafraums kamen. Aube machte die Bälle fest, war nur schwer vom Ball zu trennen und verteilte gut. Ebra schruppte vorne die meisten Kilometer. Konnte sich im Torabschluss aber nicht von der Scheiße an seinem Schuh trennen. Nach sehr guten 25 Minuten kam Benny für Aube und fügte sich nahtlos ein. Alex auf Fabi, Fabi zu Benny, Benny wieder zu Alex. Hier wirkte nix übertrieben, die Dritte spielte was sie kann. Kaum Fehlpässe. Kutsche war der einzigste, den es an Geduld fehlte. Klar waren Großchancen Mangelware. Aber Miltitz kam in 45 Minuten einmal vors Tor. Sonst rannte nur wir an.


Halbzeitpause. Vor dem Spiel wurde im Kreis nochmal angesprochen, dass Pierre genug Ahnung vom Fußball hat um sofort zu reagieren, wenn sich das Hinspiel droht zu wiederholen und es an der Einstellung nicht stimmt. Jetzt musste er in der Pause nicht mal groß was sagen. In Miltitz waren die Kräfteverhältnisse klar bestimmt. Der Gegner war ruhig. In der Friedrich-Ludwig-Jahn Straße war der Fokus auf das Spitzenspiel im Anschluss gelegt. Schade eigentlich, denn Aufmerksamkeit hatte an dem Tag nur die Dritte aus Lindenau verdient, die aus der Pause kam und ernst machte. Gleich in der ersten Aktion erdrückten wir den Gegner. Nico zog quer am Gegenspieler vorbei zur Grundlinie. Pass in den Rückraum. Aube, schön von seinen Gegenspieler gelöst, hält einfach drauf. 1:0. Kraft zum jubeln hatte er schon keine mehr. Wir spielten weiter munter nach vorne. Das Selbstvertrauen war gestiegen. Aber einen Astin hatten wir leider nur zum Zusehen auf der Bank. Aube tankt sich nochmal durch, wurde umgerissen, der Pfiff blieb aus. Ebra war bemüht, ließ aber die größten Chancen liegen bis zur 59. Minute. Miltitz in der Vorwärtsbewegung, blieb an Kutsche hängen und plötzlich rollt ein Konter 3:1. Kaufi, für Aube wieder im Spiel, musste abreißen, Kutsche und Ebra auf und davon. Thomas passt auf links, Ebra schürzt den Torwart. 2:0! Danach flachte das Spiel etwas ab. Die Dritte behielt aber die Kontrolle. Philipp testete zwar in einer Aktion die Reaktion des Gegners, ohne Folgen. In der Schlussphase verpassten wir es mit Fabi und Ebra, die mit links gute Schusschancen liegen ließen, mit einem Schuss von mir, den Kaufi beim Abprallen verpasste, oder mit Nico seinem gradiosen Wembleytor auf 3:0 zu erhöhen, was längst verdient gewese wäre.



Das Spiel war aus und sicherlich habe ich in der Zusammenfassung geschludert. Aber die Dritte erspielte sich einen fast schon historischen Auswärtssieg und hatte das geschafft was man sich als Einheit vor dem Spiel geschworen hatte. 3 Punkte für den Trainer, um ihm was zurückzugeben für das gute Training Woche für Woche und jeder hat mitgezogen.  An diesem Tag standen Leute im Fokus, die meist nur zusehen. Viele haben von den passiven Miltitzern profitiert und es hat für einige gut getan, mal wieder in einem Pflichtspiel so befreit aufspielen zu können. Auf den Kleenen war Verlass hinten links. Einen Kaufmann oder einen Aube haben wir lange nicht in einer so starken Verfassung gesehen. Fabi zeigte sich auch sehr dankbar. 85 Minuten Spielzeit für ihn, wann gab es das zuletzt und trotz Anpfiff von PJ, #gehzudenfuckingball, bei dem er schon sehr zusammengezuckt ist. Für eine Startelf, die in der Besetzung noch nie gespielt hat, war das großes Kino. Ich bin stolz auf euch Jungs :)


Mythos Dritte

Dienstag, 16. Mai 2017

Dritte bleibt Angstgegner und wird zum Legendkiller

Sonntag. 14. Mai 2017. Das Spitzenspiel des 33. Spieltages der Bundesliga noch in aller Munde, indem der Rekordmeister der Brause wieder die Hörner langzog, und schon wieder erwartete die Stadt Leipzig, die rund 70 angereisten Anhänger des LFV Sachsen Leipzig und Fans, Familie, Freunde, Legenden das nächste Spitzenspiel des Jahres. Es sollte einen höchst ähnlichen Verlauf nehmen.


Zum Vorwort um nicht das Schlusswort dafür zu vergeuden, danke an Freunde und Familien die trotz Eintrittsgeldklaumak, dieses bezahlt haben um uns zu unterstützen und danke an die High Society des SV Lindenau 1848 für Keinen Applaus, keiner Würdigung eurer am best platziertesten Mannschaft unabhängig der Ligazugehörigkeit. Danke für gefühlt 20 Bilder der Fahnen des Sachsen „Blocks“, Danke für das Mannschaftsbild nach dem Spiel, das nicht gemacht wurde. Danke an den „Rabatt“ der Bratwürste für euer Team und BITTE für das Geld welches wir euch an diesem Nachmittag trotz eures Desinteresses eingebracht haben und die massives Werbung die Die Dritte dem Verein einbringt.


unsere mit 51 nummerierte, streng limitierte Auflage der Eintrittskarten kamen gut an bei den Gästen

Die geilste Band der Welt von Platz 3 auf Platz 5. abgerutscht und sich wieder auf Platz 4. gekämpft, empfängt nun den ungeschlagenen Spitzenreiter Sachsen, den man als einziges Team einen Punkt abluchste. Trotz vieler Ausfälle wichtiger Schlüsselspieler in den letzten Wochen und ohne unseren Helden vom Hinspiel, unter anderem größten Fan und Ehrenmitglied Ken Schreiber, fokussierten wir uns auf ein Spiel, auf einem Kampf wie es nur die Gladiatoren im alten Rom verstanden haben zu führen.

Folgende Krieger schickte Herrführer Strohm in den Kampf:

1 P. Glomb – 8 S. Strohm – 86 D. Preiß ©, 9 PJ Gonnelly, 5 M. Feierabend – 12 T. Kutzschebauch, 6 C. Colditz – 15 T. August, 11 A. Forbrig – 14. Astin, 23 C. Wolf 


Mit 41 Punkten, Platz 4., 54:32 Toren zog die Dritte auf das heilige Grün. Schiedsrichter Mike Prochaska leitete die Partie und pfiff zum Anstoß an. Die Mannschaft kam ganz gut ins Spiel, konnte sich die erste Ballsicherheit zu Gunsten des Spielaufbaus unter unserer Abwehrkante PJ zu Nutze machen und auch erste schnelle Angriffsversuche der Sachsen wurden extrem bissig im Keim erstickt. Was sonst selten war – die Dritte war direkt von Minute eins an bei nahezu Hundert Prozent. Und sogar die ersten Angriffsversuche sollten nicht lange warten. Kaum 5 Minuten zu spielen bauten wir von hinten über links auf, der Gegner stand hoch, presste auf die Ballführenden. Ball über mich auf links, flankte Wolfi einen langen Ball in den Lauf, dieser zog unnachahmlich nach innen, lässt einen aussteigen, schob zu Kutsche rüber, dieser lässt einen Gegenspieler auch ins Leere laufen und schießt unwiderstehlich ins rechte untere Eck ein! Die FÜHRUNG 1:0 ! Nach 5 Minuten gingen wir in Front auch wenn Kutsche nichts mit dem Hotline Bling - Torjubel anfangen konnte, konnte ich mich auf Wolfi verlassen ^^ Sachsen und der Gästeblock geschockt, wieder ärgerte die „Trümmertruppe“ oder „grottige Band“ wie die Nr. 10 der Gäste spottete, die großen Tiere. Diese wollten nun schnell den Spieß umdrehen und drückten gewaltig.


Abgeklärt wie der Gegner war holten diese sich Freistöße gegen PJ und Maik nahe des Strafraums. Beim ersten Mal konnte man blocken. Beim zweiten Mal nahm Nico Breitkopf genauer Maß und knallte das Leder sagenhaft in die Maschen des Mythos‘. 1:1. Die Dritten wirkte nicht geschockt. Man hatte nichts zu verlieren und wollte trotzdem punkten. Im Mittelfeld ging es heiß her. PJ stoppte Breitkopf ein ums andere Mal vor dem Strafraum und gewann nahezu jedes 1 gegen 1 Duell. Domi warf sich in jeden Ball und trieb das Team auf rechts nach vorn. Basti hielt uns den Rücken frei und klärte jeden hohen Ball, lehrte dem Gegner das Fürchten.


Einzig Maik hatte zunächst einen holprigen Start erwischt und kam nur schwer ins Spiel. Der Gegner drückt und wollte die Führung. Basti und PJ kamen in den Zweikampf gegen den Ballführenden Gegenspieler, klärten zunächst. Doch kurios: der Abpraller fiel den Gegner wieder vor die Füße und dieser stolperte via Flachschuss an den linken Pfosten und von da ins Tor. Unhaltbar! Mehr Mehl konnte man nicht haben. Wir schauten uns verdutzt an, manch einer musste schon schmunzeln. Der Sachsen Block nun mit Oberwasser. Provozierte die Dritte und verhöhnte sie mit Chants sie würden sowieso gewinnen. Doch hier war noch lange nicht Schluss. Kutsche und Coldi treiben das Spielgerät eifrig im Mittelfeld an, über links, über rechts wieder zum Zentrum. Die Sachsen schwammen und konnten unserer Bissigkeit zunächst nichts entgegenbringen. Und dann passierte es! Der Ball kommt zu Astin. Dieser lässt Freund und Feind komplett ins Leere laufen, zieht an allen vorbei und knallt den Ball zum 2:2 ins Tor! Unser Goalgetter wieder mal on Fire! Die Jubeltraube der Dritten um unseren edelsten Diamanten riesig! Wieder waren wir da und Sachsen schaute dumm aus der Wäsche! 2:2 wie das Hinspielergebnis.


Unglaublich. Der Leutzscher Löwe biss sich an uns die Zähne aus und die Mähne wurde langsam grau. Nervös wurden die Gäste nun und trieben den Ball durch ihre eigenen Reihen. Mit 2, 3 Kombinationen durch die Mitte, zog Marcel Sovea-Wolf, zu spät gestört von unseren Kriegern, aus 2. Reihe einfach ab – und drin 2:3 mit einem relativ platzierten Schuss in die lange untere Ecke, musste unsere Nr. 1 wieder hinter sich greifen. Das Hechten in Champions League Manier half alles nichts. Der Ball zappelte im Netz. Doch lange musste man nicht auf den nächsten Kracher warten. Nach erbitterten Fight im Mittelfeld rückte unser Irish Dynamite ins Zentrum. PJ setzte gut nach, nahm sich das Leder, schickte eine Traumflanke zu Astin. Der, nicht im Abseits, wartete im Strafraum, nahm an und zog unvergleichlich ab zum 3:3 Ausgleich! Die Dämme brachen, hier war alles möglich! Bevor jemand noch einen Herzinfarkt bekam, schickte der Schiri die Mannschaften zu Halbzeitpause. Für manche war diese 1. Halbzeit wie ein ganzes Spiel. Unfassbare Wege zu gehen, unglaubliche Zweikämpfe zu führen. Doch das Adrenalin ließ uns am Leben und wir waren hungrig!


Falko und Basti fanden in der Kabine die richtigen Worte. Lobten und mahnten zur Konzentration. Die Einstellung konnte nicht besser sein, Konzentration weiter hochhalten, Position und sprechen. Anpfiff Halbzeit 2. Toni durfte sich nach gutgebauten 45 Minuten erstmal ausruhen und Eric kam zum vorzeitigen Comeback. Maik fand nun viel besser ins Spiel. Redete mehr und wies seine Leute den Gegnern zu. Nahezu perfekt nun unsere Abwehrreihe. Eric ebenfalls direkt in Szene, spielte mit unserem Kapitän Domi einige Doppelpässe nach vorn. Schickten Astin ein ums andere Mal. Hier war jeder für jeden da wenn‘s drauf ankam. Man klatschte sich ab, applaudierte. Diese Familie, dieses Team war einmalig. Nun ein Angriff auf rechts, mit einem Foul gestoppt. Coldi trat an. Beim reinlaufen in den Strafraum wurde Astin von einem Gegenspieler umgerissen und dann ertönte ein Pfiff den kaum jemand mitbekam. 11m war die Entscheidung! Und die war Goldrichtig. Schiedsrichter Prochaska guckte bei dem Freistoß nur auf den 2-Tore-Mann, eine klare Sache. Astin durfte nun zur Chance auf die erneute Führung antreten. Alles war gespannt, behielt er die Nerven? Nein, er zeigt keine. Astin 4:3 !!! Die Führung auf dem Charlie durch unsere Nummer 14, der Dreierpack!

Sachsen zerfiel nun in sich, schenkten öfter den Ball ab und zogen mehr Aufmerksamkeit auf Nicklichkeiten was dem Kapitän der Sachsen gar nicht schmeckte. Fast am ausrasten, wurde der Sachsen Block nun unruhig, keifte in unvollständigen Sätzen, die ich heute noch wie einen Lückentext versuche zusammenzufügen, um mich vor Lachen kaum zu halten. Immernoch wartend auf den „Fan“, der mich nach dem Spiel greifen wollte weil ich ihm so gefiel. Sei’s drum ^^ Nicht mehr lange zu gehen. Die Muskeln wurden schwächer, der Atem schwerer, Sachsen und die Dritte gingen bis an ihre Grenzen. Sachsen reichte ein Remis um aufzusteigen. Maik musste nun mit muskulären Probleme runter, Eric rückte hinter mich und Nico Lange wich auf rechts Außen. Die Dritten wehrte nun die letzten Versuche des Gegners vorm Strafraum ab.


Die ersten Ecken die der Gegner bekam, waren erst in der Mitte der 2. Halbzeit zu verzeichnen! Wir preschten alles raus was noch im Tank war, jeder Ball, jede Flanke, Ecke.. PJ, Basti, Domi, Coldi, Kutsche.. Vorn Wolfi mal mit einer Direktabnahme..drüber! Astin mit auf rechts, kämpft um jeden Zentimeter, verletzt sich das Außenband im Sprunggelenk, muss raus, Toni nochmal rein, nicht mal 10 Minuten
mehr!


Plötzlich im Strafraum wieder ein Pfiff! Nico Lange wird beim Abwehren eines Schusses am Arm getroffen, zwar war der Arm weit draußen jedoch mit dem Rücken zum Ball, was soll’s, nachvollziehbar. Der Sohn des Michael Breitkopf trat an gegen unsere Bestie im Tor, witterete die Ecke, tauchte ab und verfehlte nur um Haaresbreite des Balls, 4:4 Nico Breitkopf! Der Mob im Block in Ekstase und das 8 Tore Spiel in der 83. Minute nun im Ausnahmezustand! Niemand wollte noch verlieren, 5 Minuten zeigte Sportsfreund Prochaska an, beide Teams setzten nochmal alles nach vorn, nach hinten und SCHLUSS! AUS! AUS! 4:4 der Endstand!


Die Dritte blieb der Angstgegner des LFV Sachsen Leipzig indem man wie schon damals Rotation im 6:2, nun auch den Sachsen das Fürchten lehrte. Sachsen ungeschlagen, Die Dritte unbesiegbar. Die Gäste steigen in die 1. Kreisklasse auf. Eine stets faire und unglaublich denkwürdige Partie nahm ihr Ende, man klatschte sich ab zollte einander Respekt und man darf den ehrwürdigen Grün-Weißen zum Aufstieg gratulieren. Es ist keine Schmach gegen unsere Trümmertruppe nicht zu siegen. Eines der – wenn nicht das - größte Spiel der Dritten, wird in die Geschichte eingehen. Selbst nach dem Spiel saß man mit einigen gern gesehenen Grün-Weißen zusammen. Sogar Erfolgsvater Breitkopf zollte den Kriegern seinen Respekt und wollte einmal im Leben auf ein Foto mit ebenfalls großen Tieren. Wir saßen noch bis in die Abendstunden in der Sonne, ließen uns die 3 Kästen schmecken, leckten unsere Wunden. Das Ergebnis war kein Zufall. Gegründet und geprägt durch Dominik Preiß, Trainiert und perfektioniert durch Sebastian Stohm, erntete man den Erfolg den das Trainerteam und die Mannschaft der Dritten verdient hatten. Einen Dank auch an die Familien die unsere sonntäglichen Ausflüge mitmachen und uns Sonntagabend leicht beduselt ertragen. Etwaige Mitspieler wie Killer Kaufmann der kräftig supportete, auch an Aube der trotz Durchfalls seinen Mann stand, Falko der denkwürdig sein Coaching Talent offenbarte, Pierre und Tobi die den Block in Schach hielten, und an Jörg Wagner, der sich nicht zu schade war uns ebenfalls zu unterstützen und uns via Ordnungskraft aushalf. Außerdem an Cindy Schuster die in 90 Minuten nahezu ein ganzes Six Pack hinterschüttete und es trotzdem schaffte ihrer Lieblingsmannschaft mit leckerem Kuchen zu versorgen, Klasse du! Und auch ein Danke an die, die in diesem Spiel nicht bei uns sein konnten, die uns auch dort hinbrachten wo wir heute stehen. Dieser Fight war auch euer Verdienst.


 Wir sind Familie. Wir sind Dritte. 

AF11 *Hang Loose Celebrate*

Montag, 8. Mai 2017

das erste Mal...

Wir alle wissen wie es ist, wenn der Tag kommt. Der Tag des ersten Mal`s. Man macht sich Gedanken, ist aufgeregt, möchte nichts falsch machen und irgendwie macht man dann einen rein und dann ist es auch schon wieder vorbei...

Sonntag in Wahren...


Die Dritte mit nur einem Sieg in 5 Spielen, stand ausgerechnet beim TSV am Scheideweg. Das wichtige, letzte Spiel vor dem Gipfeltreffen gegen Sachsen Leipzig. Und noch nie konnte man Auswärts dort gewinnen. Aber es gibt ja für alles ein erstes Mal. Die Dritte musste den Favoritenstatus untermauern. Wollte mit allen Mitteln das Spiel gewinnen und Trainer Strohm schickte folgende Aufstellung ins Rennen:

Kaufmann - Strohm - Preiß, Gonelly, Feierabend - K.Schäfers, Kutzschebauch, Wagner, Forbrig - August, Taoufyq



PJ war wieder zurück im Kader nach seiner Verletzungspause, wollte sehen wie weit er gehen kann und ob es reicht für ein Duell mit Breitkopf, Benny stand wieder im Kasten, da Philipp noch mit Tscheschen-JetLeg ausfiel. Die beiden Außen waren nach guter Leistung gegen die Dorfgemeinschaft eingespielt. Und die Dritte wollte geduldig hinten raus spielen, lieber zwei mal mehr hinten rum, als irgendwas erzwingen. Mit Geduld als Schlüssel zum Erfolg gegen Wahren. Und ließ man die Lindenauer Jungs kombinieren, war es für die Hausherren schwer hinterher zu kommen. Was der TSV clever machte über die gesamten 90 Minuten, damit ich es hier nicht mehrfach erwähnen muss, sie standen oft nahe der Mittellinie, kochten lange Bälle bei zeiten ab und ließen die Abseitsfalle ein ums andere mal zuschnappen. Die Dritte legte nach einer Viertelstunde die größte Schwachstelle der Wahrener Defensive offen. Kutsche machte es schnell, Steilpass auf Astin, der war auf und davon, umkurvte noch einen Verteidiger und schob dann links am Hüter vorbei. In den folgenden Minuten scheiterte man dann an Astins Ballverliebtheit vor dem Kasten oder am ungenauen Passspiel. Toni spielte hier einen Ball in den Rücken von Alex, statt voll in den Lauf. Der Kleene machte ein solides Spiel, knüpfte an das letzte Spiel an, bewarb sich mit seinem Gegenüber Kevin sogar für ein Einsatz gegen den Tabellenführer. Kevin war es auch, der die wohl größte Chance im Spiel hatte. Einen zunächst abgewehrten Ball pfefferte er ohne Kompromisse auf den Kasten. Durch das Donnern des Außenpfostens ließen vor Schreck am Auensee einige Rentner den Kaffeebecher fallen. Beim Stammtisch um die Ecke ist sogar ein Glas gesprungen. Danach setzten Maik und Nico noch zwei Standarts über den Kasten. Die Dritte versuchte viel, doch Wahren machte es hintenraus oft zu eng für einen Abschluss.

Nach der Pause kam von Wahren auch nicht viel mehr. Aber Vorsicht galt trotzdem. Sie hatten den nötigen Biss um bis zuletzt für Gefahr zu sorgen. Nachlässig durfte man vor dem Kasten nicht werden, denn vorne gab es keine Entlastung für die blank liegenden Nerven eines auf der Bank sitzenden Philipp Glomb. Eine Flanke von Nico verzog Astin in der Abnahme über den Kasten. Die Freistöße sorgten auch weiterhin für wenig Gefahr. Alex und Kevin spielten ein paar Bälle in die Mitte, wo meist immer ein Verteidiger dazwischen war. Ebrahim lief gefühlte 10 Mal ins Abseits. Die Dritte war mit ihrer Abwehrreihe an dem Tag aber schwer zu überwinden. Kutsche und Nico auf der 6 machten zu viel Betrieb. Die Hausherren waren schon ein ums andere mal überfordert. Nico L. kam nochmal für Kevin, Aube für Astin. Und Nico hatte nochmal eine große Chance im Spiel, nach Vorarbeit von Aube. Aber es sollte beim 1:0 bleiben.


Es hat irgendwie gereicht. Wir wissen zwar, dass man mehr bringen muss. Wir eigentlich aus den letzten Spielen gelernt haben müssten, dass ein Tor nicht ausreicht um am Ende immer jubeln zu können. Doch steht man gegen Sachsen Leipzig hinten so stabil wie in vielen Spielen dieser Rekordsaison, dann reicht es, wenn wir die eine Chance, die wir haben werden irgendwe rein machen. Wir werden es sehen, wie groß der Faktor Ken Schreiber im Hinspiel war. Fakt ist auch, dass noch 10 andere Spieler im Hinspiel teils ihre Gesundheit aufs Spiel gesetzt haben im für Furore zu sorgen. Ich bin mir sicher, dass Sonntag 11 Mann auf dem Platz stehen, die über ihre Grenzen hinausgehen werden. Wir hoffen darauf, dass 6 Spieler, die im Hinspiel nicht dabei waren, ausreichen um Sachsen zu überraschen und am Ende niederzuringen... Ein Tor reicht aus, wenn hinten kein Fehler passiert...



Dritte always fight !
One more time.

Dienstag, 2. Mai 2017

98. Minute...

...und wir wissen immer noch nicht wer du bist...

Gegen Großdalzig/Räpitz/Kitzen wollte die Dritte zurück in die Erfolgsspur finden. Zu schlimm war das blamable 1:3 im Derby gegen West was in der Höhe noch recht glücklich ausfiel. Zu der B-Elf aus dem West-Spiel, waren Nico, Philipp, Falko und Maik wieder im Kader. Auch unser alter Freund Kutsche stand in der Startelf. Spielte in den Planungen der II. keine gewichtige Rolle. Für Frodo war es ein richtiges Schicksalspiel. Vor 5 Jahren änderte er die Geschichte einer Mannschaft die er nicht kannte und verschrieb sich mit einem Vertrag auf Lebenszeit der geilsten Band der Welt. Am Sonntag war es sein 100. Spiel und fast wurde er zum Men of the Match.

Dass der Ausfall unseres besten Torschützen (Astin holte sich gg West die 5. Gelbe ab) angesichts der schmeichelhaften Darbietung der Gäste am Ende doch so schmerzhaft war, konnte vor dem Spiel noch keiner ahnen. Der Mythos Dritte, der von Trainer Strohm nochmal eine ordentliche Kopfwäsche bekam, wollte wieder auf 100% hochfahren, blieb allerdings im ersten Durchgang irgendwo zwischen 70% und grundsoliden Fußball hängen. Chancen sah man eigentlich keine echten. Wolfi und Nico waren gefährlich aber der letzte Punch fehlte in fast jeder Situation. Anders als im Spielbericht der Gäste zu lesen war muss man klar auf den Punkt bringen, dass die Hausherren mehr für das Spiel taten. Großdalzig spielte gut mit, solange wir das zuließen. Chancen hatten sie ebenfalls keine nennenswerten. so ging es also grundsolide in die Pause beim Stand von 0:0.


Nach der Pause wollte man mit Tempo aus der Kabine kommen und ich denke der Anforderung des Trainers kamen wir ganz gut nach. Man sah eine deutlich Leistungssteigerung von Leuten die noch vor einer Woche arg in der Kritik standen. Kevin über rechts und Alex über links ließen sich in dem Spiel nichts nachsagen. Toni nun im Sturm neben Wolfi, stand gleich im Fokus. Im Strafraum kam er zu Fall. Toni einer der wenigen die die Kunst des Elfmeter rausholens beherrschen. Statt Jubilar Nico nahm sich Falko selbstsicher die Kugel und nagelte in links am Pfosten vorbei. Es sollte uns nicht umhauen, den die Spielgemeinschaft Neuseenland wachte durch den verballerten Elfer keineswegs auf, sondern ließ sich weiter eingeschüchtert in den eigenen Strafraum drücken, wo folgerichtig die Dritte nach einem Einwurf von Falko in Führung ging. Ein Gegenspieler verlängerte den Ball und der Hüter hatte die Standheizung zu weit hoch gedreht, blieb stehen, während Nico den Ball an ihm vorbei schob.


Die Dritte sah bis zur 90. Minute wie der sichere Sieger aus. Bis eine kleine Nickligkeit den 5er aus seinen 3 Meter Bewegungsradius riss, sodass er Falko über das ganze Feld hinterherjagte, bepöbelte, eine Karte provozierte und natürlich in der 8. Minute der Nachspielzeit einen Freistoß zum 1:1 herausholte. Das, und nur das, war das einzigste was man von den Gästen sah und nein, wir wissen immer noch nicht wer du bist und halten Drohungen solcher Art für einen sportlichen Leiter für extrem unangemessen. Derartige Entgleisungen kannten wir zudem Zeitpunkt nur von Kollegen aus Zwenkau und ich wusste gar nicht dass ihr da solche verbal-kommunikativen Freundschaften pflegt.


Die Dritte verpasste es mit einem 2:0 die Mäuler zu stopfen. Astin wurde denk ich schmerzlichst vermisst, da die Gäste vorallem über Außen extrem dünnlich waren... Nico hätte der verdiente Held als 1:0 Siegestorschütze in seinem 100. Spiel sein können. Aber Freund und Feind hatten was dagegen. Wir feierten unseren Frodo trotzdem und nach dem 2. Bier hatte man schon wieder vergessen, gegen wen man eigentlich gespielt hat. In dem Sinne eine schöne Woche, viel Spaß beim pöbeln. Die Dritte wird am Sonntag gegen Wahren wieder auf dem Platz stehen und für 3 Punkte kämpfen.

Dienstag, 25. April 2017

vom goldenen Oktober in`s graue Frühjahr

In den letzten Wochen ist einiges passiert. Der Blog stand aus Zeitmangel lange still. Die letzte Niederschrift war nach dem überraschenden Punktverlust in Lindenthal, der uns erwartungsgemäß nicht umhauen, sondern stärken sollte. Zu oft hatte man vorher gemeinsam Schlachten erfolgreich geschlagen, als jetzt einzuknicken.


Also wollte man im Nachholespiel in Zwenkau ein Exempel statuieren. Mit 23 Mann, davon 21 Spieler aus dem Kader fuhr man im Eichholz vor, um den Sieg aus dem Vorjahr zu wiederholen. Nie zuvor in unserer Geschichte waren wir mit einem solchen Kader zu einem Auswärtsspiel gefahren. Doch Zwenkau erwies sich als Spielverderber. Durch unnötige, unkonzentrierte, leichtsinnige, fahrlässige Fehler, machte man Zwenkau stark, sodass im ersten Durchgang die Hausherren verdient
in Führung gegangen sind. Der Mythos konnte mit seinem besten Torschützen der Rückrunde zurückschlagen und nach dem Ausgleich in der 39. Minute das Spiel wieder offen gestalten.

Nach der Pause drückte man Zwenkau in die eigene Hälfte und riss das Spiel immer mehr an sich. Doch, he he, wie gesagt, Spielverderber. Ein schneller Spielzug in Minute 60., ein Konter in Minute 66 und die geilste Band der Welt ließ bis zum Abpfiff die größten Möglichkeiten für den längst verdienten Anschlusstreffer liegen. Man musste sich geschlagen geben. Ausgerechnet bei dem Gegner, von den man 12 Spiele zuvor zuletzt geschlagen wurde. So schloss sich gegen den VFB der Kreis und die Serie, die für einige am Ende mehr Fluch als Segen war, riss damit endgültig. In Zwenkau wird man froh gewesen sein. Zeigte man doch eindrucksvoll im Vorjahr, wie Könige duschen, galt das Spiel was den Duschvorgang betraf lange als Hochsicherheitsspiel. Aber alles verlief dieses mal ruhig...

Nudelsalat vor dem Spiel, als Dankeschön unserer frisch gebackenen Väter Falko und Basti


4 Tage später kamen die Lausener auf unserem Platz und ahnten ja nicht, wie sehr wir doch in unserem Ehrgeiz von den Zwenkauern gekitzelt wurden. Besonders einer hatte die Schnauze voll, ständig Hohn und Spott einzustecken, weil er so viele tausendprozentige Chancen liegen ließ in 3 aufeinanderfolgenden Spielen. Aber der gute Pierre traf gegen Lausen gleich doppelt, angestachelt von seinem Freund Falko, der ebenfalls gegen Lausen mit einem wunderschönen Doppelpack auf sich aufmerksam machte. Mit 1:5 schoss man die SG Lausen vom Platz. Mit Franz im Hinspiel hielt Lausen lange dagegen und die Dritte feierte damals einen hart umkämpften 1:0 Erfolg. Klarer Punktgewinn für vom Hof gejagten Franz. Leider wurde das Spiel überschattet vom Notarzteinsatz wegen unserer wohl schlimmer an der Schulter verletzten 3ers Eric. Gute Besserung an der Stelle nochmal mein Junge.


Doch auch die Osterfeiertage sollten uns nicht gut tun. Mit Eric und Pierre fielen gegen Lausen gleich zwei Stützen verletzt aus. Plus 7 weitere Ausfälle und man brauchte vergangenen Samstag im Derby bei West 03 wieder jeden Mann. Mit dem letzten Aufgebot, unter anderem fehlten alle nominellen 6er, wurde man in der Anfangsphase überrollt. West schlug kapital drauß, dass einige aus unserem Kader den Schuss nicht gehört haben und zeigte uns auf, bei wem der nötige Biss fehlt und dass es doch nicht immer egal ist, wer im Kader ist und wer nicht. Erst nach der Pause und einer ordentlichen Standpauke in der Halbzeitpause kämpfte sich die Dritte in das Derby. Leider war auch hier nach den verletzungsbedingten Wechslungen von Zlatan und PJ die Messen gelesen. Schade dass bei unseren Nachbarn, wo man dachte dort hat ein anderer Besen durchgefegt, wieder mehr Wert auf Fresse aufreißen und rumpöbeln gelegt wurde. Aber gut, dass macht wieder Lust auf die nächsten Derbys.


Und ja, sicherlich ist das nur eine grobe Zusammenfassung der letzten 3 Spiele und ich gelobe natürlich Besserung. Und nein, der Kopf wird nicht in den Sand gesteckt. Es läuft nach wie vor eine Saison, in welcher bei unserer Dritten ein richtiger Mythos zusammengewachsen ist und die geilste Band der Welt vorallem die Erwartungen an sich selbst bei weitem Übertroffen hat. Wir sind eine Mannschaft, eine Familie, die bewiesen hat, gegen die größten zu bestehen. Wir haben Spielerfrauen, die zum Spiel kommen, und der Mann ist arbeiten. Wir haben Schiedsrichter in die Kabine zum Selfie gezerrt. Wir gewinnen Spiele mit 5 Toren ohne dass auch nur ein Stürmer trifft. Wir halten mit 17 verschiedenen Torschützen in 12 Pflichtspielen einen Deutschlandweiten Rekord. Wir gewinnen mehr Spiele mit einem Feldspieler im Tor als irgendein anderes Team in der Stadt. Und wir sind überzeugt, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben und werden alles tun, kämpfen, fighten, bluten, um am Ende Platz 3 zurückzuerobern.

Also nein...ärgern tut sich hier keiner.

Wir sind Dritte !

You`ll never walk alone !



Dienstag, 4. April 2017

Dritte stolpert, hält aber die Serie

3 Spiele in 8 Tagen... Da wird es schwer mit dem schreiben hinterher zu kommen. Generell kam der Blog etwas zu kurz, trotz der großen Ereignisse in letzter Zeit. Ein Jubiläum jagt das nächste und dann ist da noch diese historische Saison... Ganz zu schweigen von der noch größeren Saison, die wir vor der Nase haben, aber alles zu seiner Zeit.

Der Gegner vergangenes Wochenende war Einheit Lindenthal. Eine Mannschaft, mit denen man die Rollen im Vergleich zu den letzten Jahren etwas getauscht hat. Plötzlich fährt man als Favorit nach Lindenthal und die Jungs hatten sich viel vorgenommen. In den vergangenen zwei Spielen mit der Favoritenrolle noch nicht ganz zurecht gekommen, wollte man von Beginn an die fehlenden Prozente noch drauf packen. Aber auch diesmal sollte uns das nicht gelingen. Die Dritte suchte viel zu oft den Weg über links und den schnellen Astin, der sich aber in den Abwehrreihen oft verzettelte. Die Lücke zwischen Zlatan und Ebra klaffte zu weit auseinander, das beide nahezu kaum Gefahr auf den Kasten der Gastgeber ausüben konnten. Über rechts war oft alles frei, aber mit zu viel, ich würde es mal Arroganz nennen, kam man in diesem Spiel nicht voran.

Folgerichtig war ein Lattenknaller von Einheit, was man als erste Großchance des Spiels sehen konnte. Benny von Beginn an auf dem Punkt, war einer bei dem die Körpersprache 90 Minuten stimmte. Die Antwort vom Mythos folgte prompt. Ebra wuselte sich links im Strafraum durch, traf aber nur den Außenpfosten. Lindenthals Gegenwehr konnte dennoch nach einer halben Stunde gebrochen werden. Astin war nach Zuspiel von Zlatan durch die Abwehrreihe getanzt und versenkte  die Kugel. Sein 12.! Saisontor. So viel hatte ein Spieler unseres Kaders zuletzt beim Aufstieg vor 4 Jahren. Vor der Pause verpassten wir noch einen drauf zu legen, was aber nötig sein wird, damit hier mehr Ruhe ins Spiel kommt.

Aus der Pause gekommen, war die Dritte ähnlich wie gegen Wachau plötzlich zwingender und in der Optik überlegen. Doch ein katastrophaler Fehler führte zunächst zum Lindenthaler Ausgleich. Die Dritte bedient und nun plötzlich wieder unter Druck. 3 Punkte wollte man schon mitnehmen und zunächst wollte keiner so richtig den Kopf aus der Schlinge ziehen. Reiehnweise verpassten wir mit Großchancen die erneute Führung. Keiler war ins Spiel gekommen. Pierre rückte vor neben Zlatan in den Sturm, stand mehrfach vor dem Kasten um sich eine Ecke auszusuchen. Der Tiefpunkt war jedoch die versemmelte Chance, als er einsam und allein auf das Tor der Gastgeber zulief. Auch im gestocher nach den gefühlten 20 Ecken fand sich nie ein Abnehmer. Alex für den angeschlagenen Astin im Spiel, stand plötzlich frei vor dem Kasten, legte sich den Ball auf den linken Fuß. Doch der Hüter war nicht zu bezwingen, abgewehrt. Von links kommt Wolfi angerauscht, fasst sich ans Herz und schießt uns zur erneuten Führung. Lindenthal schaffte es bis zur Nachspielzeit nicht mehr gefährlich vor unser Tor zu kommen. 93. Minute, Foul an der Strafraumkante. 5 Mann Mauer, PJ und ich neben Benny auf der Linie und der Ball schlägt unterm Lattenkreuz ein...2:2...

Die Dritte schafft es nicht, die doch sichergeglaubten drei Punkte mitzunehmen. Lindenthal war sehr durchschaubar, beloht sich aber für das Durchhaltevermögen mit dem späten Ausgleich. Nach 2 Last-Minute-Siegen in Serie, klappte es diesmal nicht mit der Dramaturgie. Die Serie reißt dennoch nicht. Die geilste Band der Welt bleibt auch im 12. Spiel ungeschlagen und jetzt kommt Zwenkau. Wir werden alles geben, mit mindestens 18 Mann im Eichholz anreisen  und alles dafür tun um die Hütte abzureißen. Für den gekauften Sieg auf unserem Platz wollen wir uns rächen. Morgen hilft euch der Schiedsrichter hoffentlich nicht. Der Mythos Dritte wird bis zur letzten Sekunde alles geben um die Party vom Vorjahr zu wiederholen... #run

Mittwoch, 29. März 2017

Dritte gewinnt Jubiläumsspiel

Gegen Zwenkau stand der 100. Einsatz von unserem Toni noch auf der Kippe. Angeschlagen ins Spiel wollte er nicht gehen, dann lieber gar nicht und fit werden. Das Wetter spielte ihm in die Karten und unser Toni, der 9 Jahre für sein 100. Spiel gebraucht hat, durfte gegen Wachau von Beginn ran. Eiche Wachau, es war nicht irgendein Spiel. 10 ungeschlagene Spiele zuvor, begann bei den Gästen der grandiose run, der bis heute anhält. Der Mythos Dritte wollte sich beweisen. Gingen im Hinspiel noch 2 der 4 Tore auf das Konto von Ken Schreiber, hatte Trainer Strohm im letzten Heimspiel die Qual der Wahl.


Selbst den Luxus zwei Spieler an die Zwote abgeben zu müssen konnte er sich leisten. Die wiederum schrammte mit unserem Eric und dem Augsburger nur knapp an einem Punktgewinn im Derby gegen die SpVgg vorbei. Apropo Luxus, neben Wolfi (126), der aus dem Winterschlaf zurückkehrte, saß neben Alex (142) auch noch der Kapitän (244 Spiele) der 90 Minuten vor Anpfiff mit jetlag aus dem bayr. Wald kam, auf der Bank. Somit also für die Jokerrolle geballte 512 Spiele für die Dritte zur Verfügung.



Das Spiel begann wirklich zäh. Zu viele Ballverluste und hoher Konzentrationsmangel ließen Wachau immer wieder gefährlich ins Spiel kommen. Die Dritte fand ihren Faden nicht und traf erstmals auf eine Mannschaft, die anders als in den letzten Spielen, die Außen zu machte. Im sonst so starken Spiel durch die Mitte scheiterte man oft an den schon angesprochenen Fehlern. Hinzu kam eine frühe Verletzung von Linksverteidiger Maik, die zusätzlich die Mannschaft in der Selbstfindung zurück warf. Astin und Toni konnten die Gäste immer mal wieder beschäftigen. Zählbares sprang nur selten dabei heraus. Selbst die Standarts waren als harmlos einzustufen. Auf der anderen Seite scheiterte Wachau mit frechen Versuchen das Spiel zu kippen meist am gut mitspielenden Philipp. Mit Wolfi kam nach einer halben Stunde noch mal frischer Wind und auch mehr Beschäftigung für die Gäste ins Spiel.

Torlos ging es in die Pause. Fehler angesprochen, Pläne geschmiedet und der Weg zu den Punkten sollte ohne Geduld nicht zu bewältigen sein. Die Dritte machte es optisch überlegen, drückte Wachau von Minute zu Minute öfter in die eigenen Hälfte. Doch die Gäste machten es oft clever. Standen weit aufgerückt fast an der Mittellinie und die geilste Band der Welt lief ein ums andere mal ins Abseits. Verzweiflung machte sich breit als die besten Chancen abgepfiffen und Wachau plötzlich anfing mit kontern. Zu jederzeit hätte ein Spielzug gereicht um die Dritte zu Fall zu bringen. Vorne bissen sich mit Großchancen Astin, Nico oder Falko per Freistoß immer wieder die Zähne aus. Wolfi  rückte jetzt nach hinten, Pierre der noch Reserven hatte rückte vor. Die Schlussphase lief. Alex war für Kevin im Spiel. 84. Minute. PJ rückte nach Aufforderung bei einer Ecke mit vor. Im Getümmel verpassten zwei blaue den Ball. PJ stand wie er stand und hämmerte den Ball ins Netz. Der Freisitz bebte und wurde zum Tollhaus. Jeder gönnte unseren Jungs diese Führung. Wachau war gebrochen. Tapfer gekämpft und dagegengehalten, zeigte die Dritte bis zum Abpfiff in der Vergangenheit dazu gelernt und solche Spiele über die Zeit bringen zu können.


Im Geduldsspiel gegen Wachau blieb der Mythos Dritte also zum 11. Mal in Folge ungeschlagen. Das Märchen geht weiter. Der Trainer sagt nicht umsonst, dass man am letzten Spieltag in Kursdorf sehen wird, wo die Reise hingeht. Die Dritte hat sich längst unsterblich gespielt, in einer Saison, die man so schnell nicht aus dem Gedächtnis bekommen wird. Gemeinsam mit 5 Gästespielern, die mit einer Flasche Pfeffi auf dem Charli hängen geblieben sind, konnte man das pure Leben und RTL Werktagsprogramm genießen. Tonis 3 Punkte im 100. Spiel wurde mit Würde gefeiert. Und neben dem Mann des Tages PJ, sollte auch Keilers Pflichtspielcomeback nach mehreren Jahren erwähnt werden. Schön dich wieder im Kader zu haben. Die Gäste aus Wachau, die sich von einigen Störenfrieden trennten, erwiesen sich als gerngesehene Gäste unseres Hauses. Und ich denke Gesprächsthema #1 auf dem Charlottenhof sind nicht die blauen Haare von Aube, sondern einzig allein die seit 11 Spielen ungeschlagene Dritte !

Der Mythos lebt mehr denn je. Die Jagd geht weiter...



Dienstag, 14. März 2017

Ein Sieg für die Ewigkeit

Ohne großes Tamtam im Vorfeld ging man das Spiel gegen den Knautkleeberger Sportclub vergangenen Sonntag an. Die Rahmenbedingungen des Spiels, die der Trainer in der Kabine nochmal fein säuberlich aufzählte, sprachen ihre eigene Sprache. Aubes Geburstag, Bastis 100. Spiel für die Dritte, die erfolgreichste Hinrunde in der Geschichte der Dritten und das 10. Spiel in Serie ungeschlagen zu bleiben... Ein Highlight reihte sich an das nächste. Im Weg stand uns nur eine Mannschaft, die III. vom KSC. In der Tabelle Vorletzter, gegen die Spitzenclubs (Sachsen 0:1, BC Eintracht 3:3, Zwenkau 2:1) aber zum Teil ordentlich gepunktet. Also keinesfalls Kanonenfutter, wie der gegnerische Trainer verlogener Weise im Vorfeld vor seinen Jungs behauptete.


Und die Dritte hatte den Schuss wirklich lange nicht gehört. In den ersten Minuten war das Spiel viel zu offen. Der Hälfte fehlte es an der notwendigen Konsequenz den letzten Schritt zu gehen, sich vielleicht auch mal ein bisschen selbst unter Druck zu setzen. Vielleicht kamen einige auch mit der Favoritenrolle nicht zurecht. Man weis es nicht. Leichtsinnige kleine Fouls in der eigenen Hälfte führten schon zu Beginn zu gefährlichen Standarts. So auch in der 12. Minute. Der Freistoß perfekt getreten auf den Kopf von #13 und Benny hatte keine Chance. So hatte man sich das gewiss nicht vorgestellt. Die geilste Band der Welt begann nun behutsam sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Man baute das Spiel auf, ließ den Ball besser laufen und haute mehr Biss in die Zweikämpfe. Auch der KSC sollte langsam merken, was wir in den letzten Spielen im Stande waren zu leisten. Ab der 20. Minute rollte der Ball eigentlich nur noch Richtung Tor der Hausherren und es sollte sich schnell abzeichnen, zu welchem Geduldsspiel sich die Partie entwickelt. Der KSC hinten total schwammig, mit vielen Fehlern, aber eigentlich null Räumen die Angriffe ordentlich bis zum Ende auszuspielen. Über außen war viel Platz, wurde leider zu wenig ausgenutzt. Falko kam für den an seinem Geburtstag starken Aube als 6er. Frodo und Zlatan sollten vorne vor Unruhe sorgen. Besonders Zlatan konnte das wie schon gegen den BC immer wieder gelingen. Der KSC versuchte immer mal wieder kleine Nadelstiche zu setzen mit ihrem 3er Sturm. Gegen eine der besten Abwehrreihen der Liga aber zu wenig. Nachdem Astin die 3. Großchance liegen ließ, Falkos Freistoß nicht einschlug, Maik beim Schuss aus 2. Reihe mehr den Rasen traf oder im Strafraum auch so ein Schuss immer an irgendeinem Gegenspieler hängen blieb, ging man mit einem 0:1 in die Pause.

Falko sah 26 Minuten von außen zu, fand die richtigen Worte in der Halbzeit. Der Trainer muste nicht mehr viel sagen. Jetzt wird es ziemlich schwierig das Geschehene zusammenzufassen ohne übertrieben zu wirken. Denn der KSC kam in der 2. Hälfte nicht mehr ernsthaft vor das Tor von Killer Kaufmann. Der Ball rollte nur auf den Kasten des KSC und das Tor wollte ewig nicht fallen. Coldi kam für Nico L. über rechts und brachte neuen und reichlich Schwung über außen mit von der Bank. Jetzt ging auch Basti bei den gefühlten 25 Ecken immer wieder mit vor und Jaui trat eine Ecke besser als die andere. Astin war ab und zu mal durch, wurde aber vom Pfiff des Offiziellen immer mal wieder überrascht. Und die Zeit sollte uns davon rennen. 71. Minute, Zlatan vernaschte zwei Leute und machte den Weg frei für Astin, der nicht im Abseits plötzlich frei vorm Hüter war. Der machte sich breit und konnte mit den Finerspitzen den Ausgleich nicht mehr verhindern. Der KSC war gebrochen. Doch es stand nur 1:1 und der Trainer rückte von seinem System nicht ab. 3 Mann warteten bei jeder Aktion  Nähe Mittellinie auf schnelle Bälle. Ich denke nach einer Ecke wars, einer der größten Aufreger des Spiels. Der Torwart holt den Ball mit der Hand aus dem Tor. Der Ball war deutlich hinter der Linie, selbst die Körpersprache der eigenen Abwehr sagte das. Doch der Schiedsrichter ließ weiter laufen. Schlussphase und ununterbrochenes Anrennen auf den Kasten des KSCs. Zlatan zog über links wieder Aufmerksamkeit auf sich, sah in der Mitte Frodo, dem der Ball etwas versprang. Der Gegner kam jedoch zu spät, Frodo zog aus der Drehung ab und der Hüter war zu spät. Unten rechts schlägts ein und die Dämme waren gebrochen. Coldi riss Nico gleich zu Boden und die Party konnte steigen. Alex kam nochmal für Zlatan und der Schiedsrichter wollte auch ewig nicht abpfeifen...


Doch beim 2:1 Auswärtssieg sollte es bleiben. Die Dritte macht mit dem 10. ungeschagenen Spiel in Serie endgültig die Rekordbücher weit auf. Früher hätte man selbst bei einem solchen Chancenverhältnis das Spiel kurz vor dem Ende noch hergegeben. Doch der unermüdliche Wille, die Moral und die unverkennbare Handschrift von Trainer Strohm, lassen die geilste Band der Welt am Ende jubeln.


Jetzt konnte man den Geburtstag und das Jubiläum mit einem gepflegten Abriss feiern. Der KSC wurde an den Rand seiner Bierbestände gebracht. Danke nochmal an Benny, der 90 Minuten vor dem Spiel quasi aus dem Bett geklingelt wurde, um unsere #1 im Tor zu vertreten. Eine wahre Legende der Mann. Kleiner Held des Tages ist aber auch Zlatan, der wieder beide Tore vorgelegt hat und im Moment unverzichtbar scheint. Diese Mannschaft macht extrem viel Spaß zur Zeit. Der Mythos lebt. Es geht weiter. Platz 3, dieses Jahr gibts keine Grenzen. Die Jagd geht weiter !

Wir sind Dritte !


Dienstag, 7. März 2017

Mythos Dritte düpiert den BC

3 Spiele in der Rückrundenvorbereitung hatte der Trainer Zeit, zu testen, Ernstfälle zu proben und den Kader so zu rüsten, dass er gegen diese, nennen wir es mal Übermacht, gut aufgestellt ist. Und ja, anders als in den beiden Auswärtsspielen gegen BC Eintracht war der Kader voll. Der Boxclub galt als ungeschlagen, da auch der LFV Sachsen als Tabellenführer trotz 4:2 Führung durch Spielabbruch diese Serie nicht brechen konnte. Die Dritte ist aber die Mannschaft der Stunde, verlor keines der letzten 8 Spiele und war bis zum Anpfiff total fokussiert darauf den Gegner nicht zu überbewerten.


Gerade der Einsatz unseres Iren vorm Libero und der des Rückkehrers Andy, machten Hoffnung, dass die Körpersprache an dem Tag stimmt und den Jungs zusätzlichen Mut macht im Spiel die richtigen Entscheidungen zu treffen. Noch dazu schüttelte Trainer Strohm den ein oder anderen Trumpf aus dem Ärmel, was die Aufstellung betrifft. Das Spiel angepfiffen mit leichter Verspätung, da der Gegner eine Viertelstunde vor Anpfiff immer noch zu 8. vor dem Sozialtakt stand. Ohne Erwärmung der Gäste gings dann raus auf den Platz und die Quittung bekamen sie prompt. Astin war nach Pass von Preißer plötzlich frei vorm Tor, legte sich den Ball aber noch zwei mal an Verteidigern vorbei, um dann am Hüter zu scheitern. den Nachschuss wuchtete Nico in die Wolken. Kurz später bekam wieder Astin nach einer Ecke den Ball vor die Füße, war in der Situation jedoch zu überrascht. Als der BC das erste mal vor dem Tor austauchte wurde immer wieder davor gemahnt, dass die hier noch lange nicht angefangen haben Ernst zu machen. Doch optisch überlegen rollte der Ball immer wieder Richtung Eintracht-Kasten. Zlatan und Nico machten viel Wind in den ersten 20 Minuten. Zlatan war es auch, der in der 7. Minute vor dem 16er zu Fall gebracht wird. Basti und Falko traten zum Freistoß an und der Falkster machte es lässig mit rechts, der Hüter verspekulierte sich leicht. 1:0 für die Dritte, doch das sollte es lange nicht gewesen sein in dieser ereignisreichen Anfangsviertelstunde. Der BC versuchte die Dritte immer wieder nach Fehlern mit schnellen, langen Bällen zu überraschen. Einmal im Strafraum, wirds immer gefährlich und die Cleverness einen Elfer zu provozieren hatten einige beim Gegner. 11. Minute, ein Fall, ein Pfiff und Philipp musste mit Hilfe des Innenpfostens überwunden werden. Keine 4! Minuten später, war Zlatan wieder an zwei Gegenspielern vorbei und hatte viel Platz gemacht für den aus dem linken Mittelfeld kommenden Astin, der den Ball mit viel Wucht ins Netz hämmerte. Die Wogen waren wieder geglättet und das Ergebnis wieder dem Spielverlauf angepasst. Bis zum Pausenpfiff blieb es spannend. Die Dritte blieb über Außen gefährlich, verpasste es aber diese offensichtliche Schwäche der Gäste auszunutzen. Durch die Mitte blieb man oft hängen und riskierte schnelle Gegenspielzüge vom BC, die somit ein ums andere Mal am Ausgleich zumindest schnuppern konnten. Mit breiter Brust ging es in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff schien es so, als wenn der raue Ton, der bei BC Eintracht in der Pause herrschte, die Mannschaft in die völlig falsche Richtung lenkt. Statt das Spiel zu drehen, waren die 50 %, die man im ersten Durchgang sah, tatsächlich schon das höchste der Gefühle. Das Spiel wurde in 8 Minuten plötzlich zu einer kleinen Astin-Show. Anpfiff, den Ball drei mal durch die Reihen gespielt, bis Zlatan dazwischen ging und den Gegner in der Vorwärtsbewegung auf den falschen Fuß erwischte. Frei vorm Tor legte er völlig uneigennützig quer auf Astin. 3:1 für die Dritte, die jetzt richtig Fahrt aufnahm. Andy im Strafraum, ein Zusammenprall, ein ordentlicher Schrei und der Tisch war gedeckt. Strafstoß, Astin. 4:1. Das Spiel schon fast entschieden und derweil hatte man noch mehr als eine halbe Stunde auf der Uhr. Die Gäste völlig stagniert, Toni steckte einen durch. Astin nicht im Abseits, spitzelt sich den Ball an den Armen des Schlussmannes vorbei. 5:1 ! 53. gespielte Minuten. Ab jetzt kann man eigentlich aufhören mit Schreiben, denn die Dritte wechselte noch einmal durch. Maik und später Andy mussten jeweils gelb vorbelastet runter, Zlatan wurde dann hinten links angelernt und Astin, der nach dem 5. Gegentreffer in der Rückwärtsbewegung vom Hüter noch einen mitbekam, wurde nach 4 Treffern und einer kleinen Galashow, zum Selbstschutz ausgewechselt. Die Schäfer-Brüder durften nochmal Spielpraxis sammeln. Hatten beide auch ihre kleinen Chancen. Aube fehlte schlichtweg ein männlicher Schrei wie der von Andy, um einen Elfmeter zu bekommen. Der BC, und das muss man auch mal festhalten, hat in seinen Reihen wirklich einige Spieler, die sich niemals aufgegeben haben und bis zuletzt versucht haben die Köpfe wenigstens mit einem blauen Auge aus der Schlinge zu ziehen, die nach dem Spiel sogar nach so einer Pleite zu dir kommen, abklatschen und einfach nur das Dasein im Amateursport genießen, während andere abschalten und über 20 Minuten durchweg einen Spieler belatschern, der einfach nur seine Ruhe haben will. Da werden wirklich sämtliche Register gezogen, dem Spieler in irgendeiner Weise einzuschüchtern und das lustige dabei ist, dass es überhaupt nicht funktioniert. Man kann nur drüber lachen und es ist schade, dass ein ganzer Verein wegen solchen Leuten im Fokus steht, zu Auswärtsspielen ihre eigenen Ordner mitbringen muss, die dann auch bloß mit Schaum am Mund am Spielfeldrand stehen und sich kaputt lachen, wenn während des Spiels die Ersatzbälle auf den Kasten unseres Hüters fliegen, während sich das Spielgeschehen gerade auf der anderen Seite im eigenen Strafraum abspielt. Das Verhalten nach dem Spiel, dann auch noch das gesamte Repertoire an gelernten Schimpfwörtern aus der Türsteherszene rauszuhauen und eine Mannschaft zu versuchen durch den Dreck zu ziehen, die dich gerade mit 1:5 düpiert hat, ist wirklich erbärmlich. Und bitte, macht das nächste Mal das Kabinenfenster auf, wenn ihr euch die Joints anzündet. Schade, dass der BC die Leistung aus dem Hinspiel nicht abgerufen hat. Ein Dankeschön an die, die gestern zum Fußballspielen gekommen sind, statt ihren Frust rauszulassen, weil Lok gegen die Bullenbubis keine Chance hatte...


Die Dritte ist seid 9 Spielen ungeschlagen, hat ihren eigenen Rekord gebrochen und hat nach diesem Sieg, den man so nicht wirklich erwarten konnte, die Sachsenjagd wieder aufgenommen. Irgendwie funktionieren dieses Jahr Sachen, die sonst kein Thema waren, warum sollte man dann aufhören zu hoffen. Danke an Tim, der als Ersatz für den an die II. abgegebenen Pierre zu uns stieß. Die Dritte machte gestern nochmal einen Kreis, beklatschte den Sieg. Denn das ist der Moment, der an einem Sonntag einfach zu den wichtigsten gehört. Mit den Jungs vor dem Spiel und nach dem Spiel im Kreis Geschlossenheit zu zeigen, ob man spielt, oder die Mannschaft von außen unterstützt...