Dienstag, 16. Mai 2017

Dritte bleibt Angstgegner und wird zum Legendkiller

Sonntag. 14. Mai 2017. Das Spitzenspiel des 33. Spieltages der Bundesliga noch in aller Munde, indem der Rekordmeister der Brause wieder die Hörner langzog, und schon wieder erwartete die Stadt Leipzig, die rund 70 angereisten Anhänger des LFV Sachsen Leipzig und Fans, Familie, Freunde, Legenden das nächste Spitzenspiel des Jahres. Es sollte einen höchst ähnlichen Verlauf nehmen.


Zum Vorwort um nicht das Schlusswort dafür zu vergeuden, danke an Freunde und Familien die trotz Eintrittsgeldklaumak, dieses bezahlt haben um uns zu unterstützen und danke an die High Society des SV Lindenau 1848 für Keinen Applaus, keiner Würdigung eurer am best platziertesten Mannschaft unabhängig der Ligazugehörigkeit. Danke für gefühlt 20 Bilder der Fahnen des Sachsen „Blocks“, Danke für das Mannschaftsbild nach dem Spiel, das nicht gemacht wurde. Danke an den „Rabatt“ der Bratwürste für euer Team und BITTE für das Geld welches wir euch an diesem Nachmittag trotz eures Desinteresses eingebracht haben und die massives Werbung die Die Dritte dem Verein einbringt.


unsere mit 51 nummerierte, streng limitierte Auflage der Eintrittskarten kamen gut an bei den Gästen

Die geilste Band der Welt von Platz 3 auf Platz 5. abgerutscht und sich wieder auf Platz 4. gekämpft, empfängt nun den ungeschlagenen Spitzenreiter Sachsen, den man als einziges Team einen Punkt abluchste. Trotz vieler Ausfälle wichtiger Schlüsselspieler in den letzten Wochen und ohne unseren Helden vom Hinspiel, unter anderem größten Fan und Ehrenmitglied Ken Schreiber, fokussierten wir uns auf ein Spiel, auf einem Kampf wie es nur die Gladiatoren im alten Rom verstanden haben zu führen.

Folgende Krieger schickte Herrführer Strohm in den Kampf:

1 P. Glomb – 8 S. Strohm – 86 D. Preiß ©, 9 PJ Gonnelly, 5 M. Feierabend – 12 T. Kutzschebauch, 6 C. Colditz – 15 T. August, 11 A. Forbrig – 14. Astin, 23 C. Wolf 


Mit 41 Punkten, Platz 4., 54:32 Toren zog die Dritte auf das heilige Grün. Schiedsrichter Mike Prochaska leitete die Partie und pfiff zum Anstoß an. Die Mannschaft kam ganz gut ins Spiel, konnte sich die erste Ballsicherheit zu Gunsten des Spielaufbaus unter unserer Abwehrkante PJ zu Nutze machen und auch erste schnelle Angriffsversuche der Sachsen wurden extrem bissig im Keim erstickt. Was sonst selten war – die Dritte war direkt von Minute eins an bei nahezu Hundert Prozent. Und sogar die ersten Angriffsversuche sollten nicht lange warten. Kaum 5 Minuten zu spielen bauten wir von hinten über links auf, der Gegner stand hoch, presste auf die Ballführenden. Ball über mich auf links, flankte Wolfi einen langen Ball in den Lauf, dieser zog unnachahmlich nach innen, lässt einen aussteigen, schob zu Kutsche rüber, dieser lässt einen Gegenspieler auch ins Leere laufen und schießt unwiderstehlich ins rechte untere Eck ein! Die FÜHRUNG 1:0 ! Nach 5 Minuten gingen wir in Front auch wenn Kutsche nichts mit dem Hotline Bling - Torjubel anfangen konnte, konnte ich mich auf Wolfi verlassen ^^ Sachsen und der Gästeblock geschockt, wieder ärgerte die „Trümmertruppe“ oder „grottige Band“ wie die Nr. 10 der Gäste spottete, die großen Tiere. Diese wollten nun schnell den Spieß umdrehen und drückten gewaltig.


Abgeklärt wie der Gegner war holten diese sich Freistöße gegen PJ und Maik nahe des Strafraums. Beim ersten Mal konnte man blocken. Beim zweiten Mal nahm Nico Breitkopf genauer Maß und knallte das Leder sagenhaft in die Maschen des Mythos‘. 1:1. Die Dritten wirkte nicht geschockt. Man hatte nichts zu verlieren und wollte trotzdem punkten. Im Mittelfeld ging es heiß her. PJ stoppte Breitkopf ein ums andere Mal vor dem Strafraum und gewann nahezu jedes 1 gegen 1 Duell. Domi warf sich in jeden Ball und trieb das Team auf rechts nach vorn. Basti hielt uns den Rücken frei und klärte jeden hohen Ball, lehrte dem Gegner das Fürchten.


Einzig Maik hatte zunächst einen holprigen Start erwischt und kam nur schwer ins Spiel. Der Gegner drückt und wollte die Führung. Basti und PJ kamen in den Zweikampf gegen den Ballführenden Gegenspieler, klärten zunächst. Doch kurios: der Abpraller fiel den Gegner wieder vor die Füße und dieser stolperte via Flachschuss an den linken Pfosten und von da ins Tor. Unhaltbar! Mehr Mehl konnte man nicht haben. Wir schauten uns verdutzt an, manch einer musste schon schmunzeln. Der Sachsen Block nun mit Oberwasser. Provozierte die Dritte und verhöhnte sie mit Chants sie würden sowieso gewinnen. Doch hier war noch lange nicht Schluss. Kutsche und Coldi treiben das Spielgerät eifrig im Mittelfeld an, über links, über rechts wieder zum Zentrum. Die Sachsen schwammen und konnten unserer Bissigkeit zunächst nichts entgegenbringen. Und dann passierte es! Der Ball kommt zu Astin. Dieser lässt Freund und Feind komplett ins Leere laufen, zieht an allen vorbei und knallt den Ball zum 2:2 ins Tor! Unser Goalgetter wieder mal on Fire! Die Jubeltraube der Dritten um unseren edelsten Diamanten riesig! Wieder waren wir da und Sachsen schaute dumm aus der Wäsche! 2:2 wie das Hinspielergebnis.


Unglaublich. Der Leutzscher Löwe biss sich an uns die Zähne aus und die Mähne wurde langsam grau. Nervös wurden die Gäste nun und trieben den Ball durch ihre eigenen Reihen. Mit 2, 3 Kombinationen durch die Mitte, zog Marcel Sovea-Wolf, zu spät gestört von unseren Kriegern, aus 2. Reihe einfach ab – und drin 2:3 mit einem relativ platzierten Schuss in die lange untere Ecke, musste unsere Nr. 1 wieder hinter sich greifen. Das Hechten in Champions League Manier half alles nichts. Der Ball zappelte im Netz. Doch lange musste man nicht auf den nächsten Kracher warten. Nach erbitterten Fight im Mittelfeld rückte unser Irish Dynamite ins Zentrum. PJ setzte gut nach, nahm sich das Leder, schickte eine Traumflanke zu Astin. Der, nicht im Abseits, wartete im Strafraum, nahm an und zog unvergleichlich ab zum 3:3 Ausgleich! Die Dämme brachen, hier war alles möglich! Bevor jemand noch einen Herzinfarkt bekam, schickte der Schiri die Mannschaften zu Halbzeitpause. Für manche war diese 1. Halbzeit wie ein ganzes Spiel. Unfassbare Wege zu gehen, unglaubliche Zweikämpfe zu führen. Doch das Adrenalin ließ uns am Leben und wir waren hungrig!


Falko und Basti fanden in der Kabine die richtigen Worte. Lobten und mahnten zur Konzentration. Die Einstellung konnte nicht besser sein, Konzentration weiter hochhalten, Position und sprechen. Anpfiff Halbzeit 2. Toni durfte sich nach gutgebauten 45 Minuten erstmal ausruhen und Eric kam zum vorzeitigen Comeback. Maik fand nun viel besser ins Spiel. Redete mehr und wies seine Leute den Gegnern zu. Nahezu perfekt nun unsere Abwehrreihe. Eric ebenfalls direkt in Szene, spielte mit unserem Kapitän Domi einige Doppelpässe nach vorn. Schickten Astin ein ums andere Mal. Hier war jeder für jeden da wenn‘s drauf ankam. Man klatschte sich ab, applaudierte. Diese Familie, dieses Team war einmalig. Nun ein Angriff auf rechts, mit einem Foul gestoppt. Coldi trat an. Beim reinlaufen in den Strafraum wurde Astin von einem Gegenspieler umgerissen und dann ertönte ein Pfiff den kaum jemand mitbekam. 11m war die Entscheidung! Und die war Goldrichtig. Schiedsrichter Prochaska guckte bei dem Freistoß nur auf den 2-Tore-Mann, eine klare Sache. Astin durfte nun zur Chance auf die erneute Führung antreten. Alles war gespannt, behielt er die Nerven? Nein, er zeigt keine. Astin 4:3 !!! Die Führung auf dem Charlie durch unsere Nummer 14, der Dreierpack!

Sachsen zerfiel nun in sich, schenkten öfter den Ball ab und zogen mehr Aufmerksamkeit auf Nicklichkeiten was dem Kapitän der Sachsen gar nicht schmeckte. Fast am ausrasten, wurde der Sachsen Block nun unruhig, keifte in unvollständigen Sätzen, die ich heute noch wie einen Lückentext versuche zusammenzufügen, um mich vor Lachen kaum zu halten. Immernoch wartend auf den „Fan“, der mich nach dem Spiel greifen wollte weil ich ihm so gefiel. Sei’s drum ^^ Nicht mehr lange zu gehen. Die Muskeln wurden schwächer, der Atem schwerer, Sachsen und die Dritte gingen bis an ihre Grenzen. Sachsen reichte ein Remis um aufzusteigen. Maik musste nun mit muskulären Probleme runter, Eric rückte hinter mich und Nico Lange wich auf rechts Außen. Die Dritten wehrte nun die letzten Versuche des Gegners vorm Strafraum ab.


Die ersten Ecken die der Gegner bekam, waren erst in der Mitte der 2. Halbzeit zu verzeichnen! Wir preschten alles raus was noch im Tank war, jeder Ball, jede Flanke, Ecke.. PJ, Basti, Domi, Coldi, Kutsche.. Vorn Wolfi mal mit einer Direktabnahme..drüber! Astin mit auf rechts, kämpft um jeden Zentimeter, verletzt sich das Außenband im Sprunggelenk, muss raus, Toni nochmal rein, nicht mal 10 Minuten
mehr!


Plötzlich im Strafraum wieder ein Pfiff! Nico Lange wird beim Abwehren eines Schusses am Arm getroffen, zwar war der Arm weit draußen jedoch mit dem Rücken zum Ball, was soll’s, nachvollziehbar. Der Sohn des Michael Breitkopf trat an gegen unsere Bestie im Tor, witterete die Ecke, tauchte ab und verfehlte nur um Haaresbreite des Balls, 4:4 Nico Breitkopf! Der Mob im Block in Ekstase und das 8 Tore Spiel in der 83. Minute nun im Ausnahmezustand! Niemand wollte noch verlieren, 5 Minuten zeigte Sportsfreund Prochaska an, beide Teams setzten nochmal alles nach vorn, nach hinten und SCHLUSS! AUS! AUS! 4:4 der Endstand!


Die Dritte blieb der Angstgegner des LFV Sachsen Leipzig indem man wie schon damals Rotation im 6:2, nun auch den Sachsen das Fürchten lehrte. Sachsen ungeschlagen, Die Dritte unbesiegbar. Die Gäste steigen in die 1. Kreisklasse auf. Eine stets faire und unglaublich denkwürdige Partie nahm ihr Ende, man klatschte sich ab zollte einander Respekt und man darf den ehrwürdigen Grün-Weißen zum Aufstieg gratulieren. Es ist keine Schmach gegen unsere Trümmertruppe nicht zu siegen. Eines der – wenn nicht das - größte Spiel der Dritten, wird in die Geschichte eingehen. Selbst nach dem Spiel saß man mit einigen gern gesehenen Grün-Weißen zusammen. Sogar Erfolgsvater Breitkopf zollte den Kriegern seinen Respekt und wollte einmal im Leben auf ein Foto mit ebenfalls großen Tieren. Wir saßen noch bis in die Abendstunden in der Sonne, ließen uns die 3 Kästen schmecken, leckten unsere Wunden. Das Ergebnis war kein Zufall. Gegründet und geprägt durch Dominik Preiß, Trainiert und perfektioniert durch Sebastian Stohm, erntete man den Erfolg den das Trainerteam und die Mannschaft der Dritten verdient hatten. Einen Dank auch an die Familien die unsere sonntäglichen Ausflüge mitmachen und uns Sonntagabend leicht beduselt ertragen. Etwaige Mitspieler wie Killer Kaufmann der kräftig supportete, auch an Aube der trotz Durchfalls seinen Mann stand, Falko der denkwürdig sein Coaching Talent offenbarte, Pierre und Tobi die den Block in Schach hielten, und an Jörg Wagner, der sich nicht zu schade war uns ebenfalls zu unterstützen und uns via Ordnungskraft aushalf. Außerdem an Cindy Schuster die in 90 Minuten nahezu ein ganzes Six Pack hinterschüttete und es trotzdem schaffte ihrer Lieblingsmannschaft mit leckerem Kuchen zu versorgen, Klasse du! Und auch ein Danke an die, die in diesem Spiel nicht bei uns sein konnten, die uns auch dort hinbrachten wo wir heute stehen. Dieser Fight war auch euer Verdienst.


 Wir sind Familie. Wir sind Dritte. 

AF11 *Hang Loose Celebrate*

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