Dienstag, 22. August 2017

Dritte feiert historischen Sieg

Gegen den KSC noch die Null gehalten, bereitete es dem Trainer ein lachendes und ein weinendes Auge. Abwehr zu null, der Sturm leider auch. Gegen Kulkwitz sollte alles anders werden. Der Trainer warnte vor Übermut. Die Gäste neugegründet, sind keinesfalls zu unterschätzen. Benny bekam nicht nur mit Wolfi einen Rückkehrer an die Seite, sondern mit Zlatan saß sein wohl größter Konkurrent im Sturm noch auf der Bank. Er also unter Zugzwang, genau wie der Rest der Jungs. Vom Trainer gabs klare Anweisungen, auch optisch auf 3 Punkte zu spielen.


In der 5. Saison, nachdem die Dritte gegen den SSV Kulkwitz den Aufstieg perfekt gemacht hatte, stellte sich folgende 11 mit einem leicht nostalgischen Hauch der neuen II. :

Glomb - Lochow, Preiß, Gonnelly, Strohm, Colditz - August, Wagner - Forbrig - Wolf, Bosse


mit einer, dem Mannschaftsfoto geschuldeten Rekordbank mit

Kaufmann, K. Schäfers, A. Schäfers, Feierabend, Böhm, Ranis, Arnold


Die Kulkwitzer begannen stürmisch. Zwar hatte man spielerisch schon in den ersten Minuten nicht die Mittel gegen den Mythos nachhaltig gefährlich zu sein, bei schnellen Ballverlusten ging es allerdings auch schnell vor das Tor von Philipp Glomb. Die Abwehr, an dem Tag mit Charakter "beste der Liga", schien unüberwindbar. Ärgern taten uns zu Gäste trotzdem. Es war eine Frage der Zeit die Gegenwehr zu bremsen. Was fehlte war ein Tor. Benny gab früh den ersten Warnschuss ab und erinnerte an die zuletzt liegengelassenen Dinger im letzten Spiel. Die Kulkwitzer standen tief im eigenen 16er, zum Teil mit 6, 7 Mann. Die Dritte kombinierte sich durch, schaffte es im Gewühl aber nicht richtig den Ball aufs Tor zu bringen. Coldi, Nico, Benny und Alex waren hier immer mittendrin. Auch Wolfi, der läuferisch viel zu tun hatte, schon frühzeitig mit den Kräften kämpfte. Aber eben jener Christian Wolf war es nach einer halben Stunde, der den Bann brach, mit Ankündigung seines Kapitäns. Benny legte von links quer , wo im Rückraum unser Wolfi die Sohle dran hielt. Kulkwitz versuchte sich zu befreien, doch die Luft wurde immer dünner. Vor der Pause legte Frodo noch auf für Coldi, der unten rechts versenkte. Pausenführung war grundsolide.


In der Pause warnte Trainer Strohm vor Konzentrationsverlust. In der Vergangenheit schon oft gezeigt, wollte man oft zu viel und vergaß letztendlich sämtlich Grundsätze. Die 6er hatten enorm viel Platz und sollten diesen im 2. Durchgang noch vermehrt ausspielen. 20 Minuten spielte man weiter auf das Tor der Gäste und ungehemmt mit der Geduld unseres Trainers. Während sich Kulkwitz an der Abwehr Preiß, Gonnelly, Strohm die Hörner abstieß und Philipp Glomb weiterhin auf den ersten ernsthaften Torschuss wartete, tankte sich vorne Stefan durch und legte auf für Benny, der sich endlich mal belohnte und ihn irgendwie reinstocherte. Den Knoten haben wir sprichwörtlich platzen hören, denn später sollte es um Benny noch richtig eskalieren. Unser sich auf der 10 fast festgespielter Alex ging vom Feld und überließ Kevin eine halbe Stunde Spielpraxis. Die Ereignisse überschlugen sich ab der 73. Minute. 38 erhöhte zunächst auf 4:0. Nach dem Wiederanstoß überrollte die Dritte den SSV, Benny wird im Strafraum gelegt, Elfmeter... Coldi nimmt sich (zum vorerst letzten Mal) den Ball und hämmert ihn in die Wolken. Der direkte Gegenzug blieb aus, denn der nächste Angriff wird bereits zu Ecke geklärt. Benny tritt die Ecke rein. Der Ball senkt sich beim Torwart, der den Ball nicht festhalten kann. Der Ball springt aus der Hand hinter die Linie, bevor ihn Coldi endgültig reinmachen konnte. Da unser Christian aber auf keine Allmoosen angewiesen ist, geht das Tor folgerichtig auf das Konto von Benny, der ganze 4 Minuten später mit seinem 3. Treffer das halbe Dutzend voll machte. Eine Minute später ließ man Kulkwitz mit den Worten "Kein Foul" einen Schuss aus 2. Reihe absetzen. Bei Risiken und Nebenwirkungen, fragen sie bitte ihren Arzt oder Torwart des Vertrauens. 1:6 Anschlusstreffer, gefeiert wie ein Sieg. Sie hatten Eier, diese Kulkwitzer. In der Ehre ein bisschen verletzt, musste der Bosse mit dem Abpfiff nochmal einen drauf packen und reiht sich in den Analen knapp hinter einer Legende wie Peter Pöschel ein, dem zu seiner Zeit 5 Tore in einer Halbzeit gegen Kursdorf gelungen waren.


Die Gäste zeigten sich in ihrem 2. Pflichtspiel ihrer Vereinsgeschichte sehr fair und sympatisch. Man erinnerte sich an die eigenen Anfänge. Mit dem Kopf durch die Wand. Der Wille war da, und aufgegeben haben sie auch nicht bis hin zum Anschlusstreffer. Gesoffen haben sie wie die Sieger. Zugegeben war die Dritte eine Nummer zu groß für den SSV. Kein Grund das Ergebnis überzubewerten und den Gegner zu verspotten. Ein Zeichen des Respekts, den viele Gegner uns gegenüber nicht hatten. Die Dritte spielte sich in einen Rausch, den wir gebraucht haben um jetzt mit breiter Brust nach Zwenkau zu fahren wo die nächsten 3 Punkte auf uns warten. Mit einer kleinen Stichelei gegenüber dem Tabellenführer in den sozialen Netzwerken kommts hier jetzt nochmal... Wir werden euch jagen ! #Eisenbahn

Mythos Dritte !!!

Montag, 14. August 2017

Benny und die Null

Saisonstart beim KSC, den aus vielen Mündern auserkorenen Favoriten. Für die Jungs von Trainer Strohm standen 3 Pleiten aus 4 Testspielen in der Vita. Eine ausbaufähige Trainingsbeteiligung kam außerdem noch hinzu und gesucht wird einer, der unseren 17 Tore Mann Astin ersetzt. Die Stimmung in der Mannschaft war positiv, die Jungs hatten Bock, dass es endlich los geht und der Trainer schien bei den richtigen Leuten die treffenden Knöpfe gedreht zu haben.


So war es für den einen mehr oder weniger verwunderlich, dass nach dem 1:0 gg Wiederitzsch auf der 6 neben Kutsche Fabi ran durfte, rechts außen der kleine Nico und hinter den Spitzen Alex, der in Hohenmölsen die Anweisungen unseres Oberhaupts erfüllte.

Folgende Aufstellung also beim KSC:

Kaufmann - Lange, Preiß, Gonnelly, Strohm, Jaumann - Kutzschebauch, Ranis - Forbrig - Colditz, Bosse


unsere Bank stark besetzt mit

August, Arnold, Aube und Wagner


Mit dem Anpfiff legte die Dritte jeglichen Testspielcharackter ab und zeigte ein Gesicht, was stark an das aus dem Vorjahr erinnerte. Der KSC suchte immer wieder den Faden das Spiel zu machen, wurde aber immer wieder durch unsere bissigen Spieler gestört. Aus unserer stabilen Abwehrreihe erspielten wir uns starke Kombinationen, die in den ersten Minuten zwar wenig Chancen schafften, jedoch ein optisches Übergewicht erzwungen. Mit einem starken Nico über rechts, der viel selbstbewusster war als so oft und Jaui auf der anderen Seite, war man in der Offensive gut aufgestellt. Vorne setzten Coldi und Benny erste Nadelstiche, als es plötzlich schepperte. Ein Freistoß für den KSC knallte im kurzen Winkel an der falsch gestellten Mauer vorbei an den Pfosten. Killer Kaufmann war wohl noch dran. Der Abpraller in den Innenraum wurde dann geklärt. Wenige Momente später knallte ein Ball von Jaui, der sich links schön durchtankt ebenfalls an den Pfosten. Das spielt längst offen. Benny aus der Drehung versuchte es mit links, sollte jedoch seine paar Sekunden Ruhm im 2. Durchgang bekommen. Der KSC blieb in der Vorwärtsbewegung oft im Zentrum hängen. Neben dem gewohnt starken Kutsche hat man hier einen Fabian Ranis auf einer für ihn ungewohnten Position gesehen, mit einer Leistung, die ich in all den Jahren, die wir gemeinsam bestritten, selten erlebt habe.

Mit einem stärker aufspielenden KSC am Ende der ersten Halbzeit ging es im 2. Durchgang weiter. Die Hausherren nun optisch überlegen, versuchten den Mythos zunehmenst in die eigene Hälfte zu drücken. Befreite sich die geilste Band der Welt wurde es gefährlich. Benny spielte Schnick, Schnack, Schnuck mit 3 Abwehrspielern und war plötzlich frei vorm Tor, um den Ball über die Querlatte zu wuchten. Mit diesem Ausrufezeichen rückte der KSC hinten nun enger zusammen und machte es der Dritten schwieriger sich Chancen zu ermöglichen. Auf der anderen Seite bewies Killer Kaufmann erneut seinen Status als starken Rückhalt und vor ihm war das Vorbeikommen an unserer Abwehrreihe weiterhin eine Seltenheit. Vor dem Tor vom KSC wurde plötzlich Alex schön frei gespielt, mit dem rechten Fuß, wäre hier eine perfekte Möglichkeit für einen Abschluss gewesen. Den an dem Tag guten 10er war das Vertrauen in seinem linken jedoch zu groß, der Gegner war da. Der KSC nun drückender, die Lindenauer mit dem Doppelwechsel. Toni für Fabi und Nico für Alex. Raus mit Applaus. Der KSC wurde über links von unserem Frodo auf höchstem Niveau überrascht. 2 Mann vernascht und dann einen straffen Querpass gespielt. In der Mitte hielten wir bei Benny zum 2. mal die Luft an... nur noch reinschieben wie Aube in Braunschweig...sich dann feiern lassen...wie Aube in Braunschweig...noch Wochen lang drüber sprechen...wie Aube in... naja...Benny hielt den Fuß dran, rechts daneben... Die Kräfte der Dritten erreichten nun einen kritischen Stand. Basti warf sich mit letzer Kraft in einen Schuss um zu blocken. Frodo riss nochmal einen um, weil er nicht hinterher kam, und Kutsche biss sich fest in der Arschbacke seines 2 Köpfe größeren Gegenspielers. Sein letzter Akt in der 85. Minute. Die Dritte verteidigte sich über die 90. Minute und hielt die 0 mit allem was sie hatte.


Vorgabe des Trainers erreicht. Die Null stand, der eine Benny war zufrieden, der andere hatte Schuldgefühle. Die Mannschaft war zufrieden. Wir haben uns als starke Einheit presentiert und nach einem echten Spitzenspiel umso mehr Bock diesen Sonntag den ersten 3er auf heimischen Rasen zu holen. Mehr kann man nicht sagen. Der Trainer macht die Wundertüte auf, die Jungs funktionieren. Der Mythos jagt die Loksche.

Dienstag, 8. August 2017

Es geht wieder los...

....damit ist nicht die neue Saison gemeint, die am Sonntag mit einem big-fight gegen die Absteiger vom Knautkleeberger Sport Club in eine neue Runde startet, sondern der Blog. Lange stand er still und das Passierte kann kaum in Worte gefasst, geschweige denn in schriftlicher Form wieder gegeben werden. Der Fokus nach dem letzten Spieltag lag ganz klar nicht auf dem schreiben von Blogs, sondern vielmehr auf der Vorbereitung unseres Jubiläumsjahres. Die "10 Jahre Mythos Dritte" Shirts wurden geschaffen, auf die wir hoffentlich nicht mehr lange warten müssen. Die Fahrt nach Braunschweig wurde lange hin und her diskutiert. Zug oder Auto. Eine Frage die schon fast wieder historischen Charackter hat und alles andere als einfach war. Und natürlich wird das 10. Jahr das ein oder andere Hightlight mit sich bringen, und die Frauen und Kinder ihre Papis immer mal wieder los lassen müssen. Also auch da musste mit der Zeit behutsam umgegangen werden...


Holen wir also ein bisschen auf, was in den letzten Wochen passiert ist. Einen großen Saisonabschlussbereicht gab es leider auch nicht. Woche für Woche wurde jedoch immer drauf hingewiesen, dass wir, die Dritte, sämtliche Rekorde aus den eigenen Reihen gebrochen und wahrscheinlich über weite Strecken unübertrefflich ausgebaut haben. Unsere Facebookseite platzt aus allen Nähten und erfreut sich großer Beliebtheit und einer mittlerweile angestiegenen Anhängerschaft von über 200 Leuten (aktuell 205!). Auch das ein Grund für die Ruhepause von unserem Blogger der Herzen. Denn mit der Facebookpräsenz erreichten wir mit unseren Posts vor einem Jahr im Schnitt noch 300 User. Aktuell stieg dieser Wert bei fast jedem Beitrag auf ungefähr 1000 Mann im Schnitt an. Eine Sache die Stolz macht. Also bitte macht weiter so. Liked was geht und macht die Marke Mythos Dritte weiter stark.

Wir mussten hier also niemanden mehr erzählen, was wir erreicht und wie stolz uns der 4. Platz gemacht hat, den wir erkämpft haben. Wie sehr sich die harte Arbeit, die unser Trainer in sein Training gesteckt hat, ausgezahlt hat. Es war enorm. Jungs, die jahrelang auf den Sack bekommen haben, waren nun auf den Plätzen der Liga Favorit. An die Spiele gegen Sachsen Leipzig wird man jahrelang noch zurückdenken. Denn ausgerechnet die geilste Band der Welt, die Lindenauer Jungs, der Mythos Dritte ist erster Angstgegner der Leutzscher. Cheftrainer Breitkopf verkündete nach dem denkwürdigen 4:4 im Rückspiel seinen Abschied... Man könnte meinen.... Naja, lassen wir das.

Gegen den Leipziger FC holte uns die Vergangenheit ein. Ein Gegner, den man zuletzt ohne größere Probleme gegenüber stand, zeigte einigen Spielern von uns auf, dass es für sie im neuen angedachten System, dass uns flexibler machen soll, sehr schwer werden wird. Was Mut macht, und das vorn weg, dass in allen 4 Testspielen das Tor getroffen wurde. Spiele ohne Torerfolg zu verlieren und auf dem Platz so gar keine Rolle zu spielen, gehören zum Glück der Vergangenheit an. Vielleicht lag es aber auch ein bisschen daran, dass beim LFC zu den Personalsorgen der ein oder andere mit dem Kopf doch schon in Braunschweig war. Wären wir beim nächsten Thema.


Im Verein schien es keinen groß zu inteessieren, dass die Dritte den Namen SV Lindenau 1848 bis nach Niedersachsen trägt. Für die Dritte war es eine schöne Sache. Ein Testspiel gegen die 4. Mannschaft von Eintracht Braunschweig. Bei der Suche nach einem großen Namen für den Start ins 10. Jahr fielen die Braunschweiger tatsächlich zu erst ins Blickfeld und antworteten pompt. Mit der Einladung zum Grillerchen war schon lange vor dem Spiel klar, dass die Jungs von der Eintracht tatsächlich Bock haben, dass da ein paar verrückte aus Leipzig kommen und zum Kräftemessen bitten. Die Fahrt war in allen Belangen ein Highlight für alle Beteiligten. Was wir an dem Tag erlebt haben reicht für einen großen neuen Abschnitt in den Geschichtsbüchern der Dritten. Noch nie waren vor dem Spiel so viele Spieler auf dem Klo. Der Name des Gegners war schon gewaltig, auch wenn eine 4 dahinter stand.


Das Spiel an sich war für beide Trainer zufrieden stellend. Es war ein offener schlagabtausch, bei dem die Hausherren versucht haben das Spiel zu machen und der Mythos mit allem was er hatte versuchte dagegen zu halten. Man kann nicht sagen, dass die Eintracht uns die Bälle um die Ohren gehauen haben, nein. Chancen waren vorallem auf Seiten der Dritten Mangelware, aber es war nicht so, als wenn das nicht erwartungsgemäß gewäßen wäre. Nach der Pause sah es dennoch plötzlich nach einer Überraschung aus, als Benny Bosse doch 2 mal vorm Tor auftauchte und die geilste Band der Welt 2, 3 starke Sturmläufe auf die vom Trainer in der Pause gerüffelte Eintracht abfeuerte. Ein starker Lauf von Richard Bosse über rechts mit einem straffen Querpass in die Mitte, fand ausgerechnet mit Aube Schäfers seinen Abnehmer. 1:0 für die Dritte. Remmi Demmi in Niedersachsen. Aber die Eintracht zog die Zügel an und verprügelte uns binnen 10 Minuten um am Ende mit 3:1 als Sieger vom Platz zu gehen.


Vor dem Spiel schon erste Freundschaften geschlossen, Wimpel ausgetauscht und eine Flasche Leipziger Allasch überreicht, ging es nach dem Spiel erst richtig los. Eintracht Vierte und Mythos Dritte schlossen Freundschaft und erzählten sich Geschichten aus vergangenen Zeiten. Die Mannschaftskasse der Gäste war komplett blank und vergrillt. Die Lindenauer wurden auf ganzer Linie verköstigt. 7 Kästen Wolters gingen an dem Abend über den Tisch und bis in die späten Abendstunden wichen 7 Braunschweiger nicht von unserer Seite. Ein Wiedersehen in Leipzig auf dem Lindenauer Charlottenhof ist fest in Planung. Die Messlatte ist sehr, sehr hoch.


Nach der Kür kommt die Pflicht, so ungefähr, denn eine Woche drauf stand man in Hohenmölsen den nächsten Freunden gegenüber und gewährte ihnen in der internen Duellwertung mit 3:2 in Führung zu gehen. Mit einer individuellen Fehlerschlacht verlor man unerwartet hoch. 2:5 am Ende. In Hohenmölsen wundert man sich heute noch, während man bei der Dritten der Verfassung von Torwartlegende Jens Böttcher an der Pfeife noch ein bisschen hinterher schimpft. Denn der Lauf der Dritten und die moralische Antwort nach dem 1:3 war erdrückend. Benny B. nach Flanke von Alex mit dem Kopf und Coldi nach "Querschuss" von Eric egalisierten binnen 3 Minuen den Rückstand, als Coldi plötzlich im Abseits gestanden haben soll. Die Dritte machte auf, fing sich in der Schlussphase noch 2 Konter und die Suppe war gelöffelt. Den Abriss hatte man dann etwas unter Kontrolle, denn die Hälfte musste Sonntag nochmal ran.


Gegen Wiederitzsch II, ein unbekanntes Blatt der 2. Kreis, konnte man mit 11 1/2 Spielern dann Auswärts noch einen 1:0 Sieg mit nach Hause nehmen. Die Dritte zeigte Teamgeist und rückte in der engen Personalsituation nochmal zusammen. Fabi auf der 6 ungewohnt, Nico L. über rechts mit starken Eindrücken, und vorallem die 3er Kette Basti, PJ, Eric seien hier lobend zu erwähnen. Mich hat es sehr gefreut, dass dieser Test nicht auch noch in die Hose ging.

Seis drum. Die Vorbereitung lief schleppend. Im Training erreichte man nicht einmal 10 Mann. Es gab mal wieder Tausend Gründe die Jungs in der Vorbereitung hängen zu lassen. Aus diesen ganzen Bruchstücken muss der Strohmer jetzt eine Mannschaft auf den Platz zaubern, die am Sonntag gegen den KSC Geduld und Nervenstärke beweist. Auf unbestimmte Zeit wird uns dabei unser bester Spieler nicht unterstützen können. Unser 17 Tore Astin laboriert immer noch an einer Bänderverletzung. In den letzten 1 1/2 Jahren konnte man mit dem Rücken zur Wand immer überzeugen. Die Dritte schaffte in den aussichtslosesten Spielen Ideen und Wendungen und überraschte selbst große Namen. Ich bin überzeugte, dass Sonntag gegen den KSC 11 Mann auf dem Platz stehen, die das Zeug haben den Vorjahressieg am 1. Spieltag zu wiederholen.

10 Jahre Mythos Dritte... gehen wir es an. Rocken wir die Liga und schauen was auf uns zu kommt. Drehen wir der Lok den Dampf ab...

Mittwoch, 14. Juni 2017

Skandilicious

Letztes Heimspiel. Ein letztes Mal in der Saison 2016/2017 mit den Jungs im Kreis stehen und sich pushen fürs Spiel. Durch das Pfingstwochenende wieder gefühlt einen Monat Pause zwischen den Spielen, hieß der letzte Gegner auf heimischen Geläuf SpG Bienitz II./Leutzsch II. Ein Gegner der in der Rückrunde ganz ordentlich gepunktet hat. Uns schon im Hinspiel, obwohl schwach besetzt, wusste wie man der Dritten Grenzen aufzeigt. Mit ach und krach würgten wir uns mit einem 4:3 in die Saison.


Die Geschichte der Dritten ist bekannt. In der laufenden Saison brach man einen eigenen Rekord nach dem anderen. Zuletzt versuchte ein Dutzend Knautkleeberger negative Stimmung bei der Dritten aufkommen zu lassen. Vergebens. Bericht gab es nach der 2:3 Pleite keinen. Der gegnerische Trainer hatte es zwar drauf angelegt, eine Bühne wollten wir ihm für seinen Schwachsinn hier allerdings nicht bieten. Trainer Strohm wurde am vergangenen Wochenende auch ein bisschen grauer. Mit 14 Mann in das Wochenende gestartet, fingerte sich Coldi aus dem Kader, kam aber zugucken. Alex sagte aus privaten Gründen ab und Fabi war gesundheitlich im Eimer. Ne Stunde vor dem Spiel wurde bei Lars "Skandi" Beyer angefragt ob er mit Fabi den Platz auf der Bank tauscht. Bier und Fussball gegen Bett und ausschlafen. Mit neuem System überraschte der Trainer seine Jungs zusätzlich und zeigte abermals seine Genialität auf mit einem Fingerzeig auf das was Freund und Feind im kommenden Jahr erwartet.



Schon nach den ersten Aktionen hatte die Dritte sich einen klaren Feldvorteil verschafft. Durch schnelle Vorstöße über außen oder einen Warnschuss von Benny, wurden gleich zu Beginn die Weichen auf Sieg gestellt. Ich denke ein Pass von Kutsche war es, der mich durch die Gasse schickte. Meinem Gegenspieler enteilt, blieb nur noch die Notbremse übrig. Elfmeter. Astin verletzt, Falko zuletzt im Pech, trat Nico zum Elfmeter an. Der Torhüter, zeigte wenig Motivation, blieb einfach nur stehen und parierte mit einem halben Schritt nach links. Mensch Fodo... Bienitz im Gegenzug mit der Riesenchance zur Führung. Doch Philipp im Tor überragend. Die Dritte schüttelte das ab. Spielte weiter munter nach vorne. Mit Falko, Nico und Benny gab es weitere Schüsse auf den Kasten der Gäste. Dann wurde Toni Richtung Strafraum geschickt. Der Abwehrspieler hält den Ellenbogen raus. Zusammenprall, ein Pfiff. Elfmeter #2. Pfiff vertretbar, Toni allerdings außerhalb des Strafraums. Benny nahm sich den Ball. Unten links anvisiert. Der Torhüter in der Ecke. Oh mein Gott. Zwei Elfmeter verschossen. Falko probierte es mal über außen, legte sich den Ball an zwei Verteidigern vorbei und verzog dann im Abschluss. Eine der besten Chancen zu dem Zeitpunkt. Nach einem Eckball und Kopfballabnahme von Basti verpasste der eingewechselte Skandi nur knapp den Ball.
In der 35. Minute ging Andy über links mit einem Pressschlag in der Vorwärtsbewegung der Bienitzer dazwischen. Frei vorm Tor schob unser Augsberger den Ball zum 1:0 am Hüter vorbei. Sein erstes Saisontor und die Steine waren gepurzelt. Kurz vor der Pause verschaffte sich PJ, angepisst von den beiden Elfmetern, ein bisschen Luft. Tankte sich durch, scheiterte zunächst am Hüter. Doch Skandi war da, drückte den Ball in den Winkel. 2:0.



Nach der Pause überraschte uns Bienitz nach einer Standartsituation. Tore, die es gilt im kommenden Jahr dringend zu vermeiden. Doch es war nur ein kleines Lüftchen, statt eines aufkommenden Sturms. Die Lindenauer Jungs blieben klar die Platzherren und schnürrten die Gastmannschaft abermals in der eigenen Hälfte ein. Eine clever gestellte Abseitsfalle ließ die Dritte im weiteren Spielverlauf ein ums andere mal verzweifeln. Ich haderte mit den Hereingaben, die nur mäßig besser klappten als im ersten Durchgang. Wenn sie kamen, dann haderten andere mit dem Abschluss. Dann war es in Minute 73 in einem auf unserer Seite sehr laufintensiven Spiel wieder Lars nach einer Ecke von Falko, der aus der Spielertraube im 16er mit dem linken Fuß drauf hielt und der Ball ins linke untere Eck kullert. Der Trainer wollte einen Gang runter schalten um den erneuten Anschluss der Bienitzer nicht zu beschwören. Doch der Gegner selbst spielte da nicht mit. Immer wieder wurde die Dritte nach schnellen Ballgewinnen zum kontern eingeladen. Der Mythos rollte immer wieder an und kam kurz vor Schluss wieder aus dem Getümmel zum 4. Treffer. Benny Kaufmann war Nutznießer dass Aube den Ball verpasste. Irgendwie machte er ihn rein. Und wahrscheinlich ist es kaum einen mehr zu gönnen als unserem Benny. Der Schlusspunkt in einer Dankbaren Generalprobe mit neuem Spielsystem.


Die Dritte gewinnt ihr letztes Heimspiel und holt sich nach der Zwenkauer Niederlage bei Sachsen Leipzig den 4. Platz und stellte nebenbei sogar noch einen neuen internen Punkterekord auf. Was folgte war ein gelungener Abriss und der Sprung in den Mannschaftseigenen Pool. Lars gab gleich seinen Kasten für seinen Doppelpack. Was für ein Comeback von unserem Skandi. Jetzt wollten wir als einzige Mannschaft gegen beide Aufsteiger in beiden Spielen punkten. Am letzten SPieltag erwartet und Marco Palm mit den Jungs von Kursdorf Radefeld.



#mythosdritte

Dienstag, 23. Mai 2017

Miltitzer Fußballromantik

Was haben wir am Wochenende nicht alles für schöne Geschichten gesehen. In Hamburg stürmten tausende Menschen den Rasen um einen 14. Platz ihrer Mannschaft zu feiern. Ein Tor kurz vor schluss durch einen Mann, den eigentlich keiner kennt, der dann aber im Torjubel was ganz komisches machte... Ja ja... Fußballromantik. Als nach dem Sachsenspiel täglich die Leute absagten und von 22 Mann nach der Absage Sonntag Früh von Kevin nur noch 11 übrig waren, konnte man nicht mehr von Romantik sprechen. Aus der 2. holte man sich unseren alten Fabi wieder zurück, um überhaupt wieder an den Rand der Konkurrenzfähigkeit ran zu kommen.


Angekommen am Sportplatz schob sich die Dritte auf dem Parkplatz schon den Ball hin und her. Mit einer gute Stimmung bei unseren verbliebenen Kämpfern ging es in die Kabine. Ich musste in große Fußstapfen treten. Trainer Strohm gönnte sich eine Pause, war an dem Tag nicht da, gab die Formation vor, die lediglich auf 2 Positionen geändert werden musste. Im Namen des Trainers versuchte ich nochmal alle wachzurütteln. Nach dem Hinspiel gegen den LFV bekam man Überwasser, kam im Spiel danach gegen Miltitz fast unter die Räder. 3 mal einen 2 Tore Rücktand aufzuholen schafft man nicht an jedem Tag und mit so einem dünnbesetzten Kader steht das arg in den Sternen. Gibt jeder die 100 % von Beginn an aus dem letzten Spiel, und können wir erhobenen Hauptes sagen, dass jeder alles gegeben hat, dann gucken wir nach dem Spiel aufs Ergebnis und schauen ob es reicht um den Trainer stolz zu machen.


Folgende Aufstellung laß sich schon vor dem Spiel ein bisschen historisch:

1 Glomb - 5 Keil - 86 Preiß, 3 Gonelly, 11 Forbrig - 13 Lange, 6 Kutschebrauch, 12 Wagner, 17 Ranis - 26 Schäfers, 9 Ashmawi


Der Kleene also hinten links, der Trainer hätte mir den Hals umgedreht. Aber im ersten Durchgang lief alles nach unseren Vorstellungen. Die Dritte spielte um Libero Keiler einen ruhigen Ball. Über PJ wurden Bälle immer wieder über die Außen verteilt oder über Philipp hintenrum gespielt. Die geilste Band der Welt stieß immer wieder mit schnellen Kombinationen in die Hälfte des Gegners vor. Gerade Miltitz wirkte zunehmenst überfordert, desto näher Kutsche und Nico in die Nähe des Strafraums kamen. Aube machte die Bälle fest, war nur schwer vom Ball zu trennen und verteilte gut. Ebra schruppte vorne die meisten Kilometer. Konnte sich im Torabschluss aber nicht von der Scheiße an seinem Schuh trennen. Nach sehr guten 25 Minuten kam Benny für Aube und fügte sich nahtlos ein. Alex auf Fabi, Fabi zu Benny, Benny wieder zu Alex. Hier wirkte nix übertrieben, die Dritte spielte was sie kann. Kaum Fehlpässe. Kutsche war der einzigste, den es an Geduld fehlte. Klar waren Großchancen Mangelware. Aber Miltitz kam in 45 Minuten einmal vors Tor. Sonst rannte nur wir an.


Halbzeitpause. Vor dem Spiel wurde im Kreis nochmal angesprochen, dass Pierre genug Ahnung vom Fußball hat um sofort zu reagieren, wenn sich das Hinspiel droht zu wiederholen und es an der Einstellung nicht stimmt. Jetzt musste er in der Pause nicht mal groß was sagen. In Miltitz waren die Kräfteverhältnisse klar bestimmt. Der Gegner war ruhig. In der Friedrich-Ludwig-Jahn Straße war der Fokus auf das Spitzenspiel im Anschluss gelegt. Schade eigentlich, denn Aufmerksamkeit hatte an dem Tag nur die Dritte aus Lindenau verdient, die aus der Pause kam und ernst machte. Gleich in der ersten Aktion erdrückten wir den Gegner. Nico zog quer am Gegenspieler vorbei zur Grundlinie. Pass in den Rückraum. Aube, schön von seinen Gegenspieler gelöst, hält einfach drauf. 1:0. Kraft zum jubeln hatte er schon keine mehr. Wir spielten weiter munter nach vorne. Das Selbstvertrauen war gestiegen. Aber einen Astin hatten wir leider nur zum Zusehen auf der Bank. Aube tankt sich nochmal durch, wurde umgerissen, der Pfiff blieb aus. Ebra war bemüht, ließ aber die größten Chancen liegen bis zur 59. Minute. Miltitz in der Vorwärtsbewegung, blieb an Kutsche hängen und plötzlich rollt ein Konter 3:1. Kaufi, für Aube wieder im Spiel, musste abreißen, Kutsche und Ebra auf und davon. Thomas passt auf links, Ebra schürzt den Torwart. 2:0! Danach flachte das Spiel etwas ab. Die Dritte behielt aber die Kontrolle. Philipp testete zwar in einer Aktion die Reaktion des Gegners, ohne Folgen. In der Schlussphase verpassten wir es mit Fabi und Ebra, die mit links gute Schusschancen liegen ließen, mit einem Schuss von mir, den Kaufi beim Abprallen verpasste, oder mit Nico seinem gradiosen Wembleytor auf 3:0 zu erhöhen, was längst verdient gewese wäre.



Das Spiel war aus und sicherlich habe ich in der Zusammenfassung geschludert. Aber die Dritte erspielte sich einen fast schon historischen Auswärtssieg und hatte das geschafft was man sich als Einheit vor dem Spiel geschworen hatte. 3 Punkte für den Trainer, um ihm was zurückzugeben für das gute Training Woche für Woche und jeder hat mitgezogen.  An diesem Tag standen Leute im Fokus, die meist nur zusehen. Viele haben von den passiven Miltitzern profitiert und es hat für einige gut getan, mal wieder in einem Pflichtspiel so befreit aufspielen zu können. Auf den Kleenen war Verlass hinten links. Einen Kaufmann oder einen Aube haben wir lange nicht in einer so starken Verfassung gesehen. Fabi zeigte sich auch sehr dankbar. 85 Minuten Spielzeit für ihn, wann gab es das zuletzt und trotz Anpfiff von PJ, #gehzudenfuckingball, bei dem er schon sehr zusammengezuckt ist. Für eine Startelf, die in der Besetzung noch nie gespielt hat, war das großes Kino. Ich bin stolz auf euch Jungs :)


Mythos Dritte

Dienstag, 16. Mai 2017

Dritte bleibt Angstgegner und wird zum Legendkiller

Sonntag. 14. Mai 2017. Das Spitzenspiel des 33. Spieltages der Bundesliga noch in aller Munde, indem der Rekordmeister der Brause wieder die Hörner langzog, und schon wieder erwartete die Stadt Leipzig, die rund 70 angereisten Anhänger des LFV Sachsen Leipzig und Fans, Familie, Freunde, Legenden das nächste Spitzenspiel des Jahres. Es sollte einen höchst ähnlichen Verlauf nehmen.


Zum Vorwort um nicht das Schlusswort dafür zu vergeuden, danke an Freunde und Familien die trotz Eintrittsgeldklaumak, dieses bezahlt haben um uns zu unterstützen und danke an die High Society des SV Lindenau 1848 für Keinen Applaus, keiner Würdigung eurer am best platziertesten Mannschaft unabhängig der Ligazugehörigkeit. Danke für gefühlt 20 Bilder der Fahnen des Sachsen „Blocks“, Danke für das Mannschaftsbild nach dem Spiel, das nicht gemacht wurde. Danke an den „Rabatt“ der Bratwürste für euer Team und BITTE für das Geld welches wir euch an diesem Nachmittag trotz eures Desinteresses eingebracht haben und die massives Werbung die Die Dritte dem Verein einbringt.


unsere mit 51 nummerierte, streng limitierte Auflage der Eintrittskarten kamen gut an bei den Gästen

Die geilste Band der Welt von Platz 3 auf Platz 5. abgerutscht und sich wieder auf Platz 4. gekämpft, empfängt nun den ungeschlagenen Spitzenreiter Sachsen, den man als einziges Team einen Punkt abluchste. Trotz vieler Ausfälle wichtiger Schlüsselspieler in den letzten Wochen und ohne unseren Helden vom Hinspiel, unter anderem größten Fan und Ehrenmitglied Ken Schreiber, fokussierten wir uns auf ein Spiel, auf einem Kampf wie es nur die Gladiatoren im alten Rom verstanden haben zu führen.

Folgende Krieger schickte Herrführer Strohm in den Kampf:

1 P. Glomb – 8 S. Strohm – 86 D. Preiß ©, 9 PJ Gonnelly, 5 M. Feierabend – 12 T. Kutzschebauch, 6 C. Colditz – 15 T. August, 11 A. Forbrig – 14. Astin, 23 C. Wolf 


Mit 41 Punkten, Platz 4., 54:32 Toren zog die Dritte auf das heilige Grün. Schiedsrichter Mike Prochaska leitete die Partie und pfiff zum Anstoß an. Die Mannschaft kam ganz gut ins Spiel, konnte sich die erste Ballsicherheit zu Gunsten des Spielaufbaus unter unserer Abwehrkante PJ zu Nutze machen und auch erste schnelle Angriffsversuche der Sachsen wurden extrem bissig im Keim erstickt. Was sonst selten war – die Dritte war direkt von Minute eins an bei nahezu Hundert Prozent. Und sogar die ersten Angriffsversuche sollten nicht lange warten. Kaum 5 Minuten zu spielen bauten wir von hinten über links auf, der Gegner stand hoch, presste auf die Ballführenden. Ball über mich auf links, flankte Wolfi einen langen Ball in den Lauf, dieser zog unnachahmlich nach innen, lässt einen aussteigen, schob zu Kutsche rüber, dieser lässt einen Gegenspieler auch ins Leere laufen und schießt unwiderstehlich ins rechte untere Eck ein! Die FÜHRUNG 1:0 ! Nach 5 Minuten gingen wir in Front auch wenn Kutsche nichts mit dem Hotline Bling - Torjubel anfangen konnte, konnte ich mich auf Wolfi verlassen ^^ Sachsen und der Gästeblock geschockt, wieder ärgerte die „Trümmertruppe“ oder „grottige Band“ wie die Nr. 10 der Gäste spottete, die großen Tiere. Diese wollten nun schnell den Spieß umdrehen und drückten gewaltig.


Abgeklärt wie der Gegner war holten diese sich Freistöße gegen PJ und Maik nahe des Strafraums. Beim ersten Mal konnte man blocken. Beim zweiten Mal nahm Nico Breitkopf genauer Maß und knallte das Leder sagenhaft in die Maschen des Mythos‘. 1:1. Die Dritten wirkte nicht geschockt. Man hatte nichts zu verlieren und wollte trotzdem punkten. Im Mittelfeld ging es heiß her. PJ stoppte Breitkopf ein ums andere Mal vor dem Strafraum und gewann nahezu jedes 1 gegen 1 Duell. Domi warf sich in jeden Ball und trieb das Team auf rechts nach vorn. Basti hielt uns den Rücken frei und klärte jeden hohen Ball, lehrte dem Gegner das Fürchten.


Einzig Maik hatte zunächst einen holprigen Start erwischt und kam nur schwer ins Spiel. Der Gegner drückt und wollte die Führung. Basti und PJ kamen in den Zweikampf gegen den Ballführenden Gegenspieler, klärten zunächst. Doch kurios: der Abpraller fiel den Gegner wieder vor die Füße und dieser stolperte via Flachschuss an den linken Pfosten und von da ins Tor. Unhaltbar! Mehr Mehl konnte man nicht haben. Wir schauten uns verdutzt an, manch einer musste schon schmunzeln. Der Sachsen Block nun mit Oberwasser. Provozierte die Dritte und verhöhnte sie mit Chants sie würden sowieso gewinnen. Doch hier war noch lange nicht Schluss. Kutsche und Coldi treiben das Spielgerät eifrig im Mittelfeld an, über links, über rechts wieder zum Zentrum. Die Sachsen schwammen und konnten unserer Bissigkeit zunächst nichts entgegenbringen. Und dann passierte es! Der Ball kommt zu Astin. Dieser lässt Freund und Feind komplett ins Leere laufen, zieht an allen vorbei und knallt den Ball zum 2:2 ins Tor! Unser Goalgetter wieder mal on Fire! Die Jubeltraube der Dritten um unseren edelsten Diamanten riesig! Wieder waren wir da und Sachsen schaute dumm aus der Wäsche! 2:2 wie das Hinspielergebnis.


Unglaublich. Der Leutzscher Löwe biss sich an uns die Zähne aus und die Mähne wurde langsam grau. Nervös wurden die Gäste nun und trieben den Ball durch ihre eigenen Reihen. Mit 2, 3 Kombinationen durch die Mitte, zog Marcel Sovea-Wolf, zu spät gestört von unseren Kriegern, aus 2. Reihe einfach ab – und drin 2:3 mit einem relativ platzierten Schuss in die lange untere Ecke, musste unsere Nr. 1 wieder hinter sich greifen. Das Hechten in Champions League Manier half alles nichts. Der Ball zappelte im Netz. Doch lange musste man nicht auf den nächsten Kracher warten. Nach erbitterten Fight im Mittelfeld rückte unser Irish Dynamite ins Zentrum. PJ setzte gut nach, nahm sich das Leder, schickte eine Traumflanke zu Astin. Der, nicht im Abseits, wartete im Strafraum, nahm an und zog unvergleichlich ab zum 3:3 Ausgleich! Die Dämme brachen, hier war alles möglich! Bevor jemand noch einen Herzinfarkt bekam, schickte der Schiri die Mannschaften zu Halbzeitpause. Für manche war diese 1. Halbzeit wie ein ganzes Spiel. Unfassbare Wege zu gehen, unglaubliche Zweikämpfe zu führen. Doch das Adrenalin ließ uns am Leben und wir waren hungrig!


Falko und Basti fanden in der Kabine die richtigen Worte. Lobten und mahnten zur Konzentration. Die Einstellung konnte nicht besser sein, Konzentration weiter hochhalten, Position und sprechen. Anpfiff Halbzeit 2. Toni durfte sich nach gutgebauten 45 Minuten erstmal ausruhen und Eric kam zum vorzeitigen Comeback. Maik fand nun viel besser ins Spiel. Redete mehr und wies seine Leute den Gegnern zu. Nahezu perfekt nun unsere Abwehrreihe. Eric ebenfalls direkt in Szene, spielte mit unserem Kapitän Domi einige Doppelpässe nach vorn. Schickten Astin ein ums andere Mal. Hier war jeder für jeden da wenn‘s drauf ankam. Man klatschte sich ab, applaudierte. Diese Familie, dieses Team war einmalig. Nun ein Angriff auf rechts, mit einem Foul gestoppt. Coldi trat an. Beim reinlaufen in den Strafraum wurde Astin von einem Gegenspieler umgerissen und dann ertönte ein Pfiff den kaum jemand mitbekam. 11m war die Entscheidung! Und die war Goldrichtig. Schiedsrichter Prochaska guckte bei dem Freistoß nur auf den 2-Tore-Mann, eine klare Sache. Astin durfte nun zur Chance auf die erneute Führung antreten. Alles war gespannt, behielt er die Nerven? Nein, er zeigt keine. Astin 4:3 !!! Die Führung auf dem Charlie durch unsere Nummer 14, der Dreierpack!

Sachsen zerfiel nun in sich, schenkten öfter den Ball ab und zogen mehr Aufmerksamkeit auf Nicklichkeiten was dem Kapitän der Sachsen gar nicht schmeckte. Fast am ausrasten, wurde der Sachsen Block nun unruhig, keifte in unvollständigen Sätzen, die ich heute noch wie einen Lückentext versuche zusammenzufügen, um mich vor Lachen kaum zu halten. Immernoch wartend auf den „Fan“, der mich nach dem Spiel greifen wollte weil ich ihm so gefiel. Sei’s drum ^^ Nicht mehr lange zu gehen. Die Muskeln wurden schwächer, der Atem schwerer, Sachsen und die Dritte gingen bis an ihre Grenzen. Sachsen reichte ein Remis um aufzusteigen. Maik musste nun mit muskulären Probleme runter, Eric rückte hinter mich und Nico Lange wich auf rechts Außen. Die Dritten wehrte nun die letzten Versuche des Gegners vorm Strafraum ab.


Die ersten Ecken die der Gegner bekam, waren erst in der Mitte der 2. Halbzeit zu verzeichnen! Wir preschten alles raus was noch im Tank war, jeder Ball, jede Flanke, Ecke.. PJ, Basti, Domi, Coldi, Kutsche.. Vorn Wolfi mal mit einer Direktabnahme..drüber! Astin mit auf rechts, kämpft um jeden Zentimeter, verletzt sich das Außenband im Sprunggelenk, muss raus, Toni nochmal rein, nicht mal 10 Minuten
mehr!


Plötzlich im Strafraum wieder ein Pfiff! Nico Lange wird beim Abwehren eines Schusses am Arm getroffen, zwar war der Arm weit draußen jedoch mit dem Rücken zum Ball, was soll’s, nachvollziehbar. Der Sohn des Michael Breitkopf trat an gegen unsere Bestie im Tor, witterete die Ecke, tauchte ab und verfehlte nur um Haaresbreite des Balls, 4:4 Nico Breitkopf! Der Mob im Block in Ekstase und das 8 Tore Spiel in der 83. Minute nun im Ausnahmezustand! Niemand wollte noch verlieren, 5 Minuten zeigte Sportsfreund Prochaska an, beide Teams setzten nochmal alles nach vorn, nach hinten und SCHLUSS! AUS! AUS! 4:4 der Endstand!


Die Dritte blieb der Angstgegner des LFV Sachsen Leipzig indem man wie schon damals Rotation im 6:2, nun auch den Sachsen das Fürchten lehrte. Sachsen ungeschlagen, Die Dritte unbesiegbar. Die Gäste steigen in die 1. Kreisklasse auf. Eine stets faire und unglaublich denkwürdige Partie nahm ihr Ende, man klatschte sich ab zollte einander Respekt und man darf den ehrwürdigen Grün-Weißen zum Aufstieg gratulieren. Es ist keine Schmach gegen unsere Trümmertruppe nicht zu siegen. Eines der – wenn nicht das - größte Spiel der Dritten, wird in die Geschichte eingehen. Selbst nach dem Spiel saß man mit einigen gern gesehenen Grün-Weißen zusammen. Sogar Erfolgsvater Breitkopf zollte den Kriegern seinen Respekt und wollte einmal im Leben auf ein Foto mit ebenfalls großen Tieren. Wir saßen noch bis in die Abendstunden in der Sonne, ließen uns die 3 Kästen schmecken, leckten unsere Wunden. Das Ergebnis war kein Zufall. Gegründet und geprägt durch Dominik Preiß, Trainiert und perfektioniert durch Sebastian Stohm, erntete man den Erfolg den das Trainerteam und die Mannschaft der Dritten verdient hatten. Einen Dank auch an die Familien die unsere sonntäglichen Ausflüge mitmachen und uns Sonntagabend leicht beduselt ertragen. Etwaige Mitspieler wie Killer Kaufmann der kräftig supportete, auch an Aube der trotz Durchfalls seinen Mann stand, Falko der denkwürdig sein Coaching Talent offenbarte, Pierre und Tobi die den Block in Schach hielten, und an Jörg Wagner, der sich nicht zu schade war uns ebenfalls zu unterstützen und uns via Ordnungskraft aushalf. Außerdem an Cindy Schuster die in 90 Minuten nahezu ein ganzes Six Pack hinterschüttete und es trotzdem schaffte ihrer Lieblingsmannschaft mit leckerem Kuchen zu versorgen, Klasse du! Und auch ein Danke an die, die in diesem Spiel nicht bei uns sein konnten, die uns auch dort hinbrachten wo wir heute stehen. Dieser Fight war auch euer Verdienst.


 Wir sind Familie. Wir sind Dritte. 

AF11 *Hang Loose Celebrate*

Montag, 8. Mai 2017

das erste Mal...

Wir alle wissen wie es ist, wenn der Tag kommt. Der Tag des ersten Mal`s. Man macht sich Gedanken, ist aufgeregt, möchte nichts falsch machen und irgendwie macht man dann einen rein und dann ist es auch schon wieder vorbei...

Sonntag in Wahren...


Die Dritte mit nur einem Sieg in 5 Spielen, stand ausgerechnet beim TSV am Scheideweg. Das wichtige, letzte Spiel vor dem Gipfeltreffen gegen Sachsen Leipzig. Und noch nie konnte man Auswärts dort gewinnen. Aber es gibt ja für alles ein erstes Mal. Die Dritte musste den Favoritenstatus untermauern. Wollte mit allen Mitteln das Spiel gewinnen und Trainer Strohm schickte folgende Aufstellung ins Rennen:

Kaufmann - Strohm - Preiß, Gonelly, Feierabend - K.Schäfers, Kutzschebauch, Wagner, Forbrig - August, Taoufyq



PJ war wieder zurück im Kader nach seiner Verletzungspause, wollte sehen wie weit er gehen kann und ob es reicht für ein Duell mit Breitkopf, Benny stand wieder im Kasten, da Philipp noch mit Tscheschen-JetLeg ausfiel. Die beiden Außen waren nach guter Leistung gegen die Dorfgemeinschaft eingespielt. Und die Dritte wollte geduldig hinten raus spielen, lieber zwei mal mehr hinten rum, als irgendwas erzwingen. Mit Geduld als Schlüssel zum Erfolg gegen Wahren. Und ließ man die Lindenauer Jungs kombinieren, war es für die Hausherren schwer hinterher zu kommen. Was der TSV clever machte über die gesamten 90 Minuten, damit ich es hier nicht mehrfach erwähnen muss, sie standen oft nahe der Mittellinie, kochten lange Bälle bei zeiten ab und ließen die Abseitsfalle ein ums andere mal zuschnappen. Die Dritte legte nach einer Viertelstunde die größte Schwachstelle der Wahrener Defensive offen. Kutsche machte es schnell, Steilpass auf Astin, der war auf und davon, umkurvte noch einen Verteidiger und schob dann links am Hüter vorbei. In den folgenden Minuten scheiterte man dann an Astins Ballverliebtheit vor dem Kasten oder am ungenauen Passspiel. Toni spielte hier einen Ball in den Rücken von Alex, statt voll in den Lauf. Der Kleene machte ein solides Spiel, knüpfte an das letzte Spiel an, bewarb sich mit seinem Gegenüber Kevin sogar für ein Einsatz gegen den Tabellenführer. Kevin war es auch, der die wohl größte Chance im Spiel hatte. Einen zunächst abgewehrten Ball pfefferte er ohne Kompromisse auf den Kasten. Durch das Donnern des Außenpfostens ließen vor Schreck am Auensee einige Rentner den Kaffeebecher fallen. Beim Stammtisch um die Ecke ist sogar ein Glas gesprungen. Danach setzten Maik und Nico noch zwei Standarts über den Kasten. Die Dritte versuchte viel, doch Wahren machte es hintenraus oft zu eng für einen Abschluss.

Nach der Pause kam von Wahren auch nicht viel mehr. Aber Vorsicht galt trotzdem. Sie hatten den nötigen Biss um bis zuletzt für Gefahr zu sorgen. Nachlässig durfte man vor dem Kasten nicht werden, denn vorne gab es keine Entlastung für die blank liegenden Nerven eines auf der Bank sitzenden Philipp Glomb. Eine Flanke von Nico verzog Astin in der Abnahme über den Kasten. Die Freistöße sorgten auch weiterhin für wenig Gefahr. Alex und Kevin spielten ein paar Bälle in die Mitte, wo meist immer ein Verteidiger dazwischen war. Ebrahim lief gefühlte 10 Mal ins Abseits. Die Dritte war mit ihrer Abwehrreihe an dem Tag aber schwer zu überwinden. Kutsche und Nico auf der 6 machten zu viel Betrieb. Die Hausherren waren schon ein ums andere mal überfordert. Nico L. kam nochmal für Kevin, Aube für Astin. Und Nico hatte nochmal eine große Chance im Spiel, nach Vorarbeit von Aube. Aber es sollte beim 1:0 bleiben.


Es hat irgendwie gereicht. Wir wissen zwar, dass man mehr bringen muss. Wir eigentlich aus den letzten Spielen gelernt haben müssten, dass ein Tor nicht ausreicht um am Ende immer jubeln zu können. Doch steht man gegen Sachsen Leipzig hinten so stabil wie in vielen Spielen dieser Rekordsaison, dann reicht es, wenn wir die eine Chance, die wir haben werden irgendwe rein machen. Wir werden es sehen, wie groß der Faktor Ken Schreiber im Hinspiel war. Fakt ist auch, dass noch 10 andere Spieler im Hinspiel teils ihre Gesundheit aufs Spiel gesetzt haben im für Furore zu sorgen. Ich bin mir sicher, dass Sonntag 11 Mann auf dem Platz stehen, die über ihre Grenzen hinausgehen werden. Wir hoffen darauf, dass 6 Spieler, die im Hinspiel nicht dabei waren, ausreichen um Sachsen zu überraschen und am Ende niederzuringen... Ein Tor reicht aus, wenn hinten kein Fehler passiert...



Dritte always fight !
One more time.

Dienstag, 2. Mai 2017

98. Minute...

...und wir wissen immer noch nicht wer du bist...

Gegen Großdalzig/Räpitz/Kitzen wollte die Dritte zurück in die Erfolgsspur finden. Zu schlimm war das blamable 1:3 im Derby gegen West was in der Höhe noch recht glücklich ausfiel. Zu der B-Elf aus dem West-Spiel, waren Nico, Philipp, Falko und Maik wieder im Kader. Auch unser alter Freund Kutsche stand in der Startelf. Spielte in den Planungen der II. keine gewichtige Rolle. Für Frodo war es ein richtiges Schicksalspiel. Vor 5 Jahren änderte er die Geschichte einer Mannschaft die er nicht kannte und verschrieb sich mit einem Vertrag auf Lebenszeit der geilsten Band der Welt. Am Sonntag war es sein 100. Spiel und fast wurde er zum Men of the Match.

Dass der Ausfall unseres besten Torschützen (Astin holte sich gg West die 5. Gelbe ab) angesichts der schmeichelhaften Darbietung der Gäste am Ende doch so schmerzhaft war, konnte vor dem Spiel noch keiner ahnen. Der Mythos Dritte, der von Trainer Strohm nochmal eine ordentliche Kopfwäsche bekam, wollte wieder auf 100% hochfahren, blieb allerdings im ersten Durchgang irgendwo zwischen 70% und grundsoliden Fußball hängen. Chancen sah man eigentlich keine echten. Wolfi und Nico waren gefährlich aber der letzte Punch fehlte in fast jeder Situation. Anders als im Spielbericht der Gäste zu lesen war muss man klar auf den Punkt bringen, dass die Hausherren mehr für das Spiel taten. Großdalzig spielte gut mit, solange wir das zuließen. Chancen hatten sie ebenfalls keine nennenswerten. so ging es also grundsolide in die Pause beim Stand von 0:0.


Nach der Pause wollte man mit Tempo aus der Kabine kommen und ich denke der Anforderung des Trainers kamen wir ganz gut nach. Man sah eine deutlich Leistungssteigerung von Leuten die noch vor einer Woche arg in der Kritik standen. Kevin über rechts und Alex über links ließen sich in dem Spiel nichts nachsagen. Toni nun im Sturm neben Wolfi, stand gleich im Fokus. Im Strafraum kam er zu Fall. Toni einer der wenigen die die Kunst des Elfmeter rausholens beherrschen. Statt Jubilar Nico nahm sich Falko selbstsicher die Kugel und nagelte in links am Pfosten vorbei. Es sollte uns nicht umhauen, den die Spielgemeinschaft Neuseenland wachte durch den verballerten Elfer keineswegs auf, sondern ließ sich weiter eingeschüchtert in den eigenen Strafraum drücken, wo folgerichtig die Dritte nach einem Einwurf von Falko in Führung ging. Ein Gegenspieler verlängerte den Ball und der Hüter hatte die Standheizung zu weit hoch gedreht, blieb stehen, während Nico den Ball an ihm vorbei schob.


Die Dritte sah bis zur 90. Minute wie der sichere Sieger aus. Bis eine kleine Nickligkeit den 5er aus seinen 3 Meter Bewegungsradius riss, sodass er Falko über das ganze Feld hinterherjagte, bepöbelte, eine Karte provozierte und natürlich in der 8. Minute der Nachspielzeit einen Freistoß zum 1:1 herausholte. Das, und nur das, war das einzigste was man von den Gästen sah und nein, wir wissen immer noch nicht wer du bist und halten Drohungen solcher Art für einen sportlichen Leiter für extrem unangemessen. Derartige Entgleisungen kannten wir zudem Zeitpunkt nur von Kollegen aus Zwenkau und ich wusste gar nicht dass ihr da solche verbal-kommunikativen Freundschaften pflegt.


Die Dritte verpasste es mit einem 2:0 die Mäuler zu stopfen. Astin wurde denk ich schmerzlichst vermisst, da die Gäste vorallem über Außen extrem dünnlich waren... Nico hätte der verdiente Held als 1:0 Siegestorschütze in seinem 100. Spiel sein können. Aber Freund und Feind hatten was dagegen. Wir feierten unseren Frodo trotzdem und nach dem 2. Bier hatte man schon wieder vergessen, gegen wen man eigentlich gespielt hat. In dem Sinne eine schöne Woche, viel Spaß beim pöbeln. Die Dritte wird am Sonntag gegen Wahren wieder auf dem Platz stehen und für 3 Punkte kämpfen.

Dienstag, 25. April 2017

vom goldenen Oktober in`s graue Frühjahr

In den letzten Wochen ist einiges passiert. Der Blog stand aus Zeitmangel lange still. Die letzte Niederschrift war nach dem überraschenden Punktverlust in Lindenthal, der uns erwartungsgemäß nicht umhauen, sondern stärken sollte. Zu oft hatte man vorher gemeinsam Schlachten erfolgreich geschlagen, als jetzt einzuknicken.


Also wollte man im Nachholespiel in Zwenkau ein Exempel statuieren. Mit 23 Mann, davon 21 Spieler aus dem Kader fuhr man im Eichholz vor, um den Sieg aus dem Vorjahr zu wiederholen. Nie zuvor in unserer Geschichte waren wir mit einem solchen Kader zu einem Auswärtsspiel gefahren. Doch Zwenkau erwies sich als Spielverderber. Durch unnötige, unkonzentrierte, leichtsinnige, fahrlässige Fehler, machte man Zwenkau stark, sodass im ersten Durchgang die Hausherren verdient
in Führung gegangen sind. Der Mythos konnte mit seinem besten Torschützen der Rückrunde zurückschlagen und nach dem Ausgleich in der 39. Minute das Spiel wieder offen gestalten.

Nach der Pause drückte man Zwenkau in die eigene Hälfte und riss das Spiel immer mehr an sich. Doch, he he, wie gesagt, Spielverderber. Ein schneller Spielzug in Minute 60., ein Konter in Minute 66 und die geilste Band der Welt ließ bis zum Abpfiff die größten Möglichkeiten für den längst verdienten Anschlusstreffer liegen. Man musste sich geschlagen geben. Ausgerechnet bei dem Gegner, von den man 12 Spiele zuvor zuletzt geschlagen wurde. So schloss sich gegen den VFB der Kreis und die Serie, die für einige am Ende mehr Fluch als Segen war, riss damit endgültig. In Zwenkau wird man froh gewesen sein. Zeigte man doch eindrucksvoll im Vorjahr, wie Könige duschen, galt das Spiel was den Duschvorgang betraf lange als Hochsicherheitsspiel. Aber alles verlief dieses mal ruhig...

Nudelsalat vor dem Spiel, als Dankeschön unserer frisch gebackenen Väter Falko und Basti


4 Tage später kamen die Lausener auf unserem Platz und ahnten ja nicht, wie sehr wir doch in unserem Ehrgeiz von den Zwenkauern gekitzelt wurden. Besonders einer hatte die Schnauze voll, ständig Hohn und Spott einzustecken, weil er so viele tausendprozentige Chancen liegen ließ in 3 aufeinanderfolgenden Spielen. Aber der gute Pierre traf gegen Lausen gleich doppelt, angestachelt von seinem Freund Falko, der ebenfalls gegen Lausen mit einem wunderschönen Doppelpack auf sich aufmerksam machte. Mit 1:5 schoss man die SG Lausen vom Platz. Mit Franz im Hinspiel hielt Lausen lange dagegen und die Dritte feierte damals einen hart umkämpften 1:0 Erfolg. Klarer Punktgewinn für vom Hof gejagten Franz. Leider wurde das Spiel überschattet vom Notarzteinsatz wegen unserer wohl schlimmer an der Schulter verletzten 3ers Eric. Gute Besserung an der Stelle nochmal mein Junge.


Doch auch die Osterfeiertage sollten uns nicht gut tun. Mit Eric und Pierre fielen gegen Lausen gleich zwei Stützen verletzt aus. Plus 7 weitere Ausfälle und man brauchte vergangenen Samstag im Derby bei West 03 wieder jeden Mann. Mit dem letzten Aufgebot, unter anderem fehlten alle nominellen 6er, wurde man in der Anfangsphase überrollt. West schlug kapital drauß, dass einige aus unserem Kader den Schuss nicht gehört haben und zeigte uns auf, bei wem der nötige Biss fehlt und dass es doch nicht immer egal ist, wer im Kader ist und wer nicht. Erst nach der Pause und einer ordentlichen Standpauke in der Halbzeitpause kämpfte sich die Dritte in das Derby. Leider war auch hier nach den verletzungsbedingten Wechslungen von Zlatan und PJ die Messen gelesen. Schade dass bei unseren Nachbarn, wo man dachte dort hat ein anderer Besen durchgefegt, wieder mehr Wert auf Fresse aufreißen und rumpöbeln gelegt wurde. Aber gut, dass macht wieder Lust auf die nächsten Derbys.


Und ja, sicherlich ist das nur eine grobe Zusammenfassung der letzten 3 Spiele und ich gelobe natürlich Besserung. Und nein, der Kopf wird nicht in den Sand gesteckt. Es läuft nach wie vor eine Saison, in welcher bei unserer Dritten ein richtiger Mythos zusammengewachsen ist und die geilste Band der Welt vorallem die Erwartungen an sich selbst bei weitem Übertroffen hat. Wir sind eine Mannschaft, eine Familie, die bewiesen hat, gegen die größten zu bestehen. Wir haben Spielerfrauen, die zum Spiel kommen, und der Mann ist arbeiten. Wir haben Schiedsrichter in die Kabine zum Selfie gezerrt. Wir gewinnen Spiele mit 5 Toren ohne dass auch nur ein Stürmer trifft. Wir halten mit 17 verschiedenen Torschützen in 12 Pflichtspielen einen Deutschlandweiten Rekord. Wir gewinnen mehr Spiele mit einem Feldspieler im Tor als irgendein anderes Team in der Stadt. Und wir sind überzeugt, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben und werden alles tun, kämpfen, fighten, bluten, um am Ende Platz 3 zurückzuerobern.

Also nein...ärgern tut sich hier keiner.

Wir sind Dritte !

You`ll never walk alone !



Dienstag, 4. April 2017

Dritte stolpert, hält aber die Serie

3 Spiele in 8 Tagen... Da wird es schwer mit dem schreiben hinterher zu kommen. Generell kam der Blog etwas zu kurz, trotz der großen Ereignisse in letzter Zeit. Ein Jubiläum jagt das nächste und dann ist da noch diese historische Saison... Ganz zu schweigen von der noch größeren Saison, die wir vor der Nase haben, aber alles zu seiner Zeit.

Der Gegner vergangenes Wochenende war Einheit Lindenthal. Eine Mannschaft, mit denen man die Rollen im Vergleich zu den letzten Jahren etwas getauscht hat. Plötzlich fährt man als Favorit nach Lindenthal und die Jungs hatten sich viel vorgenommen. In den vergangenen zwei Spielen mit der Favoritenrolle noch nicht ganz zurecht gekommen, wollte man von Beginn an die fehlenden Prozente noch drauf packen. Aber auch diesmal sollte uns das nicht gelingen. Die Dritte suchte viel zu oft den Weg über links und den schnellen Astin, der sich aber in den Abwehrreihen oft verzettelte. Die Lücke zwischen Zlatan und Ebra klaffte zu weit auseinander, das beide nahezu kaum Gefahr auf den Kasten der Gastgeber ausüben konnten. Über rechts war oft alles frei, aber mit zu viel, ich würde es mal Arroganz nennen, kam man in diesem Spiel nicht voran.

Folgerichtig war ein Lattenknaller von Einheit, was man als erste Großchance des Spiels sehen konnte. Benny von Beginn an auf dem Punkt, war einer bei dem die Körpersprache 90 Minuten stimmte. Die Antwort vom Mythos folgte prompt. Ebra wuselte sich links im Strafraum durch, traf aber nur den Außenpfosten. Lindenthals Gegenwehr konnte dennoch nach einer halben Stunde gebrochen werden. Astin war nach Zuspiel von Zlatan durch die Abwehrreihe getanzt und versenkte  die Kugel. Sein 12.! Saisontor. So viel hatte ein Spieler unseres Kaders zuletzt beim Aufstieg vor 4 Jahren. Vor der Pause verpassten wir noch einen drauf zu legen, was aber nötig sein wird, damit hier mehr Ruhe ins Spiel kommt.

Aus der Pause gekommen, war die Dritte ähnlich wie gegen Wachau plötzlich zwingender und in der Optik überlegen. Doch ein katastrophaler Fehler führte zunächst zum Lindenthaler Ausgleich. Die Dritte bedient und nun plötzlich wieder unter Druck. 3 Punkte wollte man schon mitnehmen und zunächst wollte keiner so richtig den Kopf aus der Schlinge ziehen. Reiehnweise verpassten wir mit Großchancen die erneute Führung. Keiler war ins Spiel gekommen. Pierre rückte vor neben Zlatan in den Sturm, stand mehrfach vor dem Kasten um sich eine Ecke auszusuchen. Der Tiefpunkt war jedoch die versemmelte Chance, als er einsam und allein auf das Tor der Gastgeber zulief. Auch im gestocher nach den gefühlten 20 Ecken fand sich nie ein Abnehmer. Alex für den angeschlagenen Astin im Spiel, stand plötzlich frei vor dem Kasten, legte sich den Ball auf den linken Fuß. Doch der Hüter war nicht zu bezwingen, abgewehrt. Von links kommt Wolfi angerauscht, fasst sich ans Herz und schießt uns zur erneuten Führung. Lindenthal schaffte es bis zur Nachspielzeit nicht mehr gefährlich vor unser Tor zu kommen. 93. Minute, Foul an der Strafraumkante. 5 Mann Mauer, PJ und ich neben Benny auf der Linie und der Ball schlägt unterm Lattenkreuz ein...2:2...

Die Dritte schafft es nicht, die doch sichergeglaubten drei Punkte mitzunehmen. Lindenthal war sehr durchschaubar, beloht sich aber für das Durchhaltevermögen mit dem späten Ausgleich. Nach 2 Last-Minute-Siegen in Serie, klappte es diesmal nicht mit der Dramaturgie. Die Serie reißt dennoch nicht. Die geilste Band der Welt bleibt auch im 12. Spiel ungeschlagen und jetzt kommt Zwenkau. Wir werden alles geben, mit mindestens 18 Mann im Eichholz anreisen  und alles dafür tun um die Hütte abzureißen. Für den gekauften Sieg auf unserem Platz wollen wir uns rächen. Morgen hilft euch der Schiedsrichter hoffentlich nicht. Der Mythos Dritte wird bis zur letzten Sekunde alles geben um die Party vom Vorjahr zu wiederholen... #run