Samstag, 21. Juli 2018

der Mythos legt wieder los

 Saisonvorbereitung
 
Nachdem die französische Revolution Russland aufgemischt hat, startete der Mythos letzte Woche in dessen Saisonvorbereitung, das 11. Jahr der Dritten. Zunächst darf sich unsere Mannschaft auf einen neuen Trikotsatz von Intersport Hübner freuen. Ein großes Dankeschön gilt nochmals allen, die uns dahingehend unterstützt haben! Künftig und höchstwahrscheinlich wird man den Mythos auf fremden Geläuf in Grün-Weiß erstrahlen sehen.


Trainer Strohm begrüßte letzten Mittwoch die ersten Trainingswilligen und potentiellen Neuzugänge auf dem Charlie. Es ging wie gewohnt zur Saisonvorbereitung in wäldliches Gelände um Kondition und Schnelligkeit zu prüfen und wieder aufzubauen. Besondere Fitnessübungen  gab es dann am Freitag für die 5 Eisernen die es zum Training geschafft haben mit denen der Trainer mehr als zufrieden war.
Auch am gestrigen Mittwochstraining ging es nochmal durch den Wald und zum Zentralstadion, gefolgt von ein paar knackigen Treppenläufen und zurück zum Charlie. Besonders hervorzuheben sind da Lars und Alex als auch Noah und Coldi die als erstes mit sehr gutem Tempo ins Ziel gingen.
Bei den nächsten Doppelpass, - Abschlussübungen und dem Trainingsspiel konnten sich wie gewohnt Neu-Co-Trainer & Fitnessleiter Pierre, Trainer Basti und Topscorer Coldi mit starken Abschlüssen, Ballkontrolle und gutem Spielaufbau auszeichnen.

Zu erwähnen sind auch unser neues Torwart-Team mit unserer Nummer 1 Philipp und seinem neuen Herausforderer und alten Bekannten, Katze Mekki. Beide zeigten sich sehr motiviert und bestritten ein faires Duell. Wir können uns auf einen spannenden Kampf um die Nummer 1 im Tor freuen. Erinnert etwas an das an Duo von 2006, O. Kahn und J. Lehmann. Außerdem durften wir Aube und Andy wieder in unseren Reihen begrüßen, die sich abrackern wollen um wieder wettbewerbsfähig zu werden und die Pfunde purzeln zu lassen. Andy, der es sich hat gut gehen lassen in seiner Auszeit, konnte gleich ein kleines Ausrufezeichen setzen und bewältigte mit Trainingsgruppe A den gesamten Stadionlauf erfolgreich. Außerdem stieg Fabi auch wieder langsam ins Lauftraining ein. Viele weitere sind noch im Urlaub oder auf dem Weg der Besserung nach Verletzung und Krankheit und werden wie Kapitän Preiß sehr bald zum Team dazustoßen.


Nächste Woche Sonntag steigt dann das erste von vier Testspielen und eine von  zwei weiteren Etappen unserer Deutschlandtour, in Sachsen-Anhalt gegen Halle. Darauf folgt der Montag und unser traditionelles Schnitzelbowling, nach dem die Saisonvorstellungen und Ziele zusammengetragen werden. Der Motor des Mythos läuft also sichtlich heiß und nimmt geradewegs Kurs auf die Liga!

Wir sind Dritte.

AF11

Donnerstag, 7. Juni 2018

Von Lausen über Lok nach Miltitz... Und jetzt der Endgegner!

Aufregende Wochen liegen hinter uns. Gerade eben hattest du in Großdalzig noch deinen Auswärtssieg traditionell mit Rum-Cola begossen, erlebst du plötzlich das grausame Gesicht von König Fußball, dem ein derber Schlag gegen alle Traditionalisten gelungen ist. Ein echter Dino musste zum ersten Mal in seiner Geschichte absteigen. Ja, die Stuttgarter Kickers spielen ab kommenden Jahr zum ersten Mal Fünftklassig.


Wir mussten diesen Schlag erstmal verdauen. Die Dritte hielt gegen Lausen alle Trümpfe in der Hand um den Ausgang dieser Saison weiterhin in den eigenen Händen zu halten. Bevor man an einem spielfreien Wochenende die Kräfte für das Gipfeltreffen gegen Lok bündeln konnte, gab man diese erstmal her gegen die SG Lausen um Ex-Lindenauer Domi Dienst, der Abwerbungsversuche mit Hassparolen an den SVL konterte. Leider versäumte man es in dem Spiel mal ordentlich was fürs Torverhältnis zu tun. Biss man sich im Hinspiel noch die Zähne aus und siegte nach einem bossischem Festspiel Lastminute mit 3:2, erlebte man im Rückspiel eine Mannschaft, die man noch nie so schlecht erlebte. Wenn der Engel nicht Bock auf 2 Buden gehabt hätte, dann... Aber ok. Irgendwie konnte man bei sonnigen 30 Grad nicht mehr als nötig tun um Lausen locker zu schlagen.

 Oh, wie kommt denn das Bild hier rein?...

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Philipp versuchte sofort nach dem Spiel die Jungs heiß zu machen. Sprach von 4 Endspielen. Erstmal spielfrei, dann fangen wir mit Lok II. an. Doch leider sollten die Kräfte nich hoch genug fahren. Die Karre fuhr gegen den Baum. Ausgerechnet in Probstheida. Ein Spiel wie früher. Gegen den Tabellenführer den Mund weit aufgerissen und dann Mäusschenfussball. Sagen die einen... Die anderen wissen es lag am Schiedsrichter... der Platz war auch zum kotzen. Die Kulisse sehr geil. Anhängerverhältnis 50:50...da hab ich mir von LOK Seite mehr vorgestellt... Und dann noch dieser Typ der ständig alle gefragt hat ob man ihn schon mal gegoogelt hätte... Ich kotz im Strahl. Alles war scheiße an dem Tag. Aber dass aus dem LOK Lager sogar eine kleine Choreo kam gegen den Mythos war sehr geil. Das zeigt uns, dass wir angekommen sind bei den Großen, zumindest diese Saison, und dass eine vermeindlich "größere" Mannschaft richtig die Hosen voll hatte vor dem Spiel. Das Licht in Probstheida wurde dann von der Dritten ausgemacht. Noch einmal aus dem Duschraumfenster gespuckt und weiter gehts...

Traum vom Titel zerplatzt. Die einen trauern und die anderen überlegen wo se nächste Saison spielen... Unfassbar. Und derweil gibts mit der Dritten noch so viel zu erleben. Vielleicht noch mal einen Angriff starten in der 2. Kreis. Bereit sein wenn es die Zwote ist... Aber erstmal Miltitz...

Schon fast freundschaftlich war das Aufeinandertreffen mit den Grün Weißen, wenn man mal überlegt, dass es da vor 6, 7 Jahren dass Skandalspiel mit der Massenkeilerei gab. Heute helfen sie dir hoch, wenn du schreiend zu Boden gegangen bist. Klatschen nach dem Spiel ab, obwohl wir dort mit Dusel als Sieger vom Platz gehen. Naja... Dusel... Wir wurden großzügig beschenkt und ein Geschenk abzulehnen ist unhöflich. Chancentechnisch war der Sieg nicht unverdient. Den Bosse wollte dennoch keiner machen. Außer Richard, aber der ist es ja schon... *hehe


Gut. Die letzte große Schlacht wird also in ein paar Tagen auf dem Charlottenhof geschlagen. 1. gg 3. - KSC gegen den Mythos. Haben wir noch die Kraft? Haben wir noch die Motivation, den Ehrgeiz, den Zusammenhalt? Einige fahren seit Wochen mit den Leistungen runter... wofür? Für den KSC ? Alles für das eine Spiel, weil man gleichzeitig auf ein Wunder von Großlehna oder Miltitz hofft? Im Fußball ist alles möglich. Und wer mich kennt, der weiß, dass ich zwar nicht immer nachdenke was ich schreibe, aber ich bin Sonntag da, gebe 100% und glaube bis zum Schluss an diese Mannschaft, so wie jedes Jahr. Lasst uns das Jahr irgendwie vergolden...silber reicht auch...ihr habt es euch verdient. Wir haben es uns verdient.


Hauen wir diesen KSC vom Charlottenhof, ohne Punkte...jagen wir, als Mythos, wie wir es die ganze Saison getan haben... zeigen wir am Sonntag wer die geilste Band der Welt ist. Auf gehts Jungs, wir sind Dritte !

Montag, 14. Mai 2018

Mythos strikes again...

Die Spiele der Wahrheit... Spiele, die entschieden wo es in der Liga noch hingeht... Spiele die entscheiden, ob der Mythos seinen Weg weiter geht...

Die Dritte entführte 3 Punkte beim bis dato heimstärksten Team der Liga und meldet sich in der Tabelle eindrucksvoll zurück.

Die Rede ist natürlich vom Spiel gegen die Spielgemeinschaft Eintracht Großdalzig/Blau Gelb Kitzen II / SG Räpitz II. Trainer Strohm warf bisherige Taktiken über den Haufen und probierte was neues. Doch in Führung gingen erst einmal die Hausherren. Nach 6 Minuten klingelte es nach einem Querpass. Schön volley aus der Luft genommen. Den trifft man nicht jeden Sonntag so. Die Dritte zeigte Moral und drehte binnen 11 Minuten das Spiel. Bei einem Bosse Hammer an die Querlatte setzte Richard am schnellsten nach und köpfte den Ball mit Hilfe des Gegenspielers über die Linie. Nur 5 Minuten später vernascht Pierre rechts seinen Gegenüber und schiebt mit links ein...

Der Gegner geschockt, erholte sich bis zur Pause nicht mehr. Die Dritte spielte wie ein Tabellenführer und hatte das Spiel in der Hand...

Dachte man...





Denn Großdalzig kam aus der Pause und überraschte wie zu Beginn von Durchgang 1. Unsere 3er Abwehr mit einem der seltenen Fehler im Stellungsspiel und ein langer Ball aus den Abwehrreihen fand seinen Abnehmer in der #11. Drehung mit einem platzierten Schuss in den Winkel. Kaum was zu halten für Philipp. Die Dritte fand ihren Faden wieder und biss auf die Zähne. Ein Preiß Freistoß wurde von Coldi runtergenommen,ein Haken und das Auge für Fabi....3:2 !!! Der Ranis lief zur gegnerischen Bank,klopfte sich 3 mal aufs Logo...unglaublich! Großdalzig blieb bis zum Schluss gefährlich...Doch die Rum-Cola Party feierte der Mythos...

den Mythos verbreiten

...in den letzten Wochen gönnten sich einige unserer Jungs eine ordentliche Auszeit, ließen sich aber nicht nehmen den Mythos zu verbreiten und auf Bildmaterial festzuhalten. Ob in Canada mit unserem halb ausgewanderten Eric, Nico in Griechenland, Philipp auf mexikanischer Odysee oder Fabi im Land von Neu-Gott Salah... In den sozialen Medien wurde stets berichtet...


Unser Eric verbreitet den #Mythos in den Vereinigten Staaten (wir berichteten) und kommt dabei viel rum. Absolut Weltklasse dieses Bild. Für ein paar Grüße in die Heimat hat er es sich nicht nehmen lassen dieses Shirt über die kanadische Grenze zu schmuggeln .
  
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...gönnte sich nach seinem runden Geburtstag einen #Urlaub wie es sich für ein majestätisches Tier wie ihn gehört. Unsere #1 verbreitet den Mythos im #Paradies / Mexiko.

#wirsinddritte #PG1
verbreitet den Mythos – hier: Isla Contoy, México.

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Der Gruß zum Sonntag kommt aus Ägypten. Wir wünschen unserem Capo Ranis eine schöne Heimreise    
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Unser Nico verbreitet den Mythos in Griechenland...und hält ihn förmlich in der Hand.

#denMythosverbreiten #Nico #Lange #Icke
trinkt Mythos Beer – hier: Kato Gouves.

Freitag, 4. Mai 2018

Neuanfang ausgerechnet in Großdalzig

Eine kriselnde Dritte, eine verlorene Tabellenführung und ein vernachlässigter Blog...

Trainer Strohm stellte die Uhren im Mittwochstraining auf 0 und will einen kompletten Neuanfang. Zugegeben stand uns die Rolle des Jägers deutlich besser. Die Situation um den Mythos ist eigentlich auch weniger schlimm als das man sie immer macht...

..in der Liga gewinnst du längt nicht so lässig wie in der Hinrunde. Spieltage an denen LOK, der KSC oder auch wir zu tun haben gegen Aufmüpfige Verfolger sind im Moment allgegenwärtig. Hinzu kommt, dass wir in die letzten beiden Spiele ohne unseren PJ gehen mussten. Das aus beiden Spielen nur 1 Punkt mitgenommen wurde, hatte aber weniger mit unserem Iren zutun, sondern vielmehr mit dem Kopf einiger Spieler. Der Bosse hatte es gegen Böhlitz 2 mal auf dem Fuß und nach der Strohmschen Wutrede gg Dölzig zur Pause war auch dann in Halbzeit 2 das Spiel offen und einige zeigten, wie wir überhaupt Tabellenführer werden konnten...


Was also tun gegen das heimstärkste Team der Liga, das ausgerechnet nach der Klatsche gegen den Mythos alles aus dem Weg geräumt hat? Sich einfach erinnern... Erinnern an das was der Trainer uns ins Gesicht geschrien hat im letzten Spiel. Sich erinnern an das, was aus uns noch ein paar Prozente rausgeholt hat, was uns auszeichnet... Der Kampf, die Leidenschaft und der Zusammenhalt, was uns alles zusammen zum größten Gegner in dieser Liga gemacht hat. Am Sonntag ist Endspielzeit...

Wir sind Dritte...

Mittwoch, 7. März 2018

1953

1953... damit meinen wir keine Jahreszahl, sondern Tage. Durch den Ausfall des Spitzenspiels am Samstag zwischen Lok Leipzig II und der II. vom KSC Leipzig, kletterte die Dritte nach 1953 Tagen wieder an die Spitze einer Tabelle. Zuletzt gelang das am 28. Oktober 2012 mit einem 1:0 gegen Einheit Lindenthal. Im Aufstiegsjahr räumte die Dritte nacheinander den 4., 5., 6. und 7. der Tabelle bei Seite und stürmte an die Tabellenspitze, die man damals nicht lange halten konnte.


Einen kleinen Aufreger vorm Spiel gegen Zwenkau gab es. Ausgerechnet unser Torwart klagte über Unwohlsein und PJ die ganze Woche über Rückenschmerzen. Der Einzige der immer ruhig blieb war Trainer Strohm. Der Plan gegen Zwenkau hatte in seinem Kopf längst Gestalt angenommen. Im Sommer war der Verlauf ähnlich wie in der Wintervorbereitung. Die Testspiele waren nicht optimal, die Trainingsbeteiligung von schleppend bis historisch niedrig. Freitags viel es oft aus... Doch im August startete man mit Punkten in die Saison und auch gegen Zwenkau war die Ansage klar...

Nach Kaufmann folgt Preiß. Unser Kapitän stellte sich mit voller Hose in den Kasten. Der Respekt vor Zwenkau und seinem Heinze war schon da. Die Binde nahm Eric, der gegen den VFB sein letztes Spiel in dieser Saison bestritt. Sein Weg führt in den kommenden Monaten in die Vereinigten Staaten.

Wenn 2 Mannschaften des gleichen Niveaus aufeinander treffen, gibt es zwei mögliche Szenarien. Entweder es fallen viele Tore mit einer fußballerischen Achterbahnfahrt, oder es ist taktisch zerfahren und von Außen nicht schön anzusehen. Letzteres war der Fall. Von außen wirkte das Spiel sehr zäh. Zwenkau stand tief hinten drin und versuchte sich mit langen Bällen immer wieder zu befreien. Die Dritte übernahm die Kontrolle über das Spiel, tat viel für den Spielaufbau, hatte aber auch immer wieder Probleme mit den kleinen Nadelstichen der Gäste. Hektisch wurde es, als eine Hereingabe von mir nicht festgehalten werden konnte und PJ sich in letzter Sekunde zwischen Ball und Gegner warf. Machte es die Dritte vorne schnell, wurde es auch schon mal gefährlich, aber große Chancen sprangen auf beiden Seiten nicht heraus.

Im 2. Durchgang änderte sich am Bild auf dem Platz erstmal nichts. Die Dritte kontrollierte das Spiel, ruhte sich aber etwas zu sehr auf der Gewissheit aus, man könnte am Ende genügend Kraftreserven haben, als die ohne Wechsler angereisten Gäste. Gerade in einer Zeit, in der Zwenkau mutiger wurde und der Spielverlauf zu kippen drohte, holte Eric einen Ball aus dem Seitenaus, ließ 2 wild protestierende Gegenspieler stehen und legte quer auf Stefan, der im Strafraum schön ins rechte, lange Eck zirkelte, während man bei den Gästen noch mit dem Schiedsrichter diskutierte. In der Schlussphase wurde es dann nochmal hektisch. Die Dritte stellte sich hinten rein und verteidigte nur noch das 1:0.


Das konnte aber bis zum Schlusspfiff gehalten werden und man konnte es zum ersten Mal seit 1953 Tagen über den Charlottenhof schreien. SPITZENREITER !!! Egal ob Spielausfall und ein Spiel mehr. Die Konkurrenz muss jetzt erstmal liefern und die Jäger sind jetzt die Gejagten. Wie und ob wir damit umgehen können ist eine andere Sache. Aber die Jungs haben viel Ehrgeiz und wissen, dass mit dem nächsten Gegner die einzige Mannschaft vor uns steht, die uns geschlagen hat. In dem Spiel spielt die Tabellenführung keine Rolle. Vielmehr geht es kommenden Sonntag um Wiedergutmachung...


Mittwoch, 28. Februar 2018

Stadion am Quenz

Es ist schon ein paar Wochen her, aber es ist nie zu spät für ein paar Erinnerungen. Die 3. Etappe unserer Deutschlandtour verschlug uns nach Brandenburg im gleichnamigen Bundesland. Ein Arbeitskollege brachte mich auf die Idee dort mal nachzufagen beim Nachfolgeverein der einstigen Europapokalluftschnuppernden BSG Stahl.


Ich stieß tatsächlich auf Interesse und man stellte sogar ein Spiel im altehrenwürdigen Stadion am Quenz in Aussicht. Das wäre natürlich der i-Punkt gewesen, war aber nie eine Bedingung. Man war sich immerhin auch stets der Witterungslage bewusst. So eine Reise erfordert immer Opfer. Viele Männer mussten wir zurücklassen, weil eine Fußballpause oft dafür genutzt wird um Dinge zu tun, die man sonst vernachlässigt. Man verbringt Zeit mit seiner Familie, schiebt Schichten auf Arbeit die man sonst abgibt, büffelt für Prüfungen oder kurriert Verletzungen aus, weil das große Saisonziel einem permanent vor Augen geführt wird. Einige Unantastbare treibt es dann auf touristische Exkursionen in andere Bundesländer um dort festzustellen, dass man einer 2. Mannschaft, die zum Teil Anschlusskader eines Landesligisten darstellt nicht gewachsen ist.


Mit 0:6 ging man schon etwas geknickt vom Platz. Das ständige Anrennen der Offensivwalze des Stahlfeuers ging unseren Verteidigern schon sehr in die Knochen. Und wie sich ein Strohm, oder ein Kutzschebauch, oder ein Richard Bosse selbst beim 0:5, oder 0:6 noch in die Bälle schmeißen, dass zeigt einen, dass wir bereit sind für die Rückrunde. Sich für die Jungs und die Mannschaft zu zerreißen ist unabhängig vom Ergebnis. Auch in der 90. kann man sich noch in einen Schuss werfen, und sei es als Dank für den Torwart, der sich die komplette Spielzeit lang machen muss.


Mit dem Abpfiff holte man sich den FC Stahl noch auf ein Foto vor der großen Tribüne am Quenz und man blickte sich noch ein letztes mal um. Wann hat eine Lindenauer Mannschaft mal in so einem atemberaubenden Stadion gespielt? 20.000 waren dort damals drin gegen den IFK Göteborg... Auch wenn wir diesmal wieder nur mit 12 Mann unterwegs waren, wir bereuen nichts und werden weiter machen und uns wieder ins Auto setzen. Ziel unbekannt, aber den Mythos werden wir verbreiten. Vielleicht finden wir auch irgendwann nochmal solche Jungs wie in Braunschweig, die sich nach dem Spiel finanziell komplett nackig machen um uns einen schönen Abend zu machen. Denn in Brandenburg wurden 30 Minuten nach dem Spiel schon die Rolläden runter gemacht. Typisch 2. halt...

Mittwoch, 7. Februar 2018

Abenteuer Hauptstadt

Mythos Dritte, Deutschlandtour, Berlin... 16 Spiele in 16 Bundesländern und schon die 2. Etappe führt uns in die schöne Hauptstadt. Eine große Stadt mit haufenweise Clubs, schönen Ecken und sicherlich ne Menge Zeugs was man sich angucken kann. Nicht nur eine Anfrage habe ich raus geschickt. Am schnellsten und zugleich sympathischsten erreichte mich die Antwort der Tasmania und ihrem Trainer Vahit Ciftci.Warum Tasmania? Mit einem Blick auf die ewige Tabelle der Bundesliga hat die Tasmania bis heute einen unerreichten Status dessen Tatsache und Einzigartigkeit genug Anreiz hatte um genau dorthin zu fahren.



Auf dem Weg nach Berlin fuhren wir beim erst besten BK irgendwo auf der A9 ab und wurden prompt mit einem kaputten Grill konfrontiert. Für die Lindenauer Jungs gab es nur Chicken oder Salat... In Berlin machten wir am Fuße des Funkturms rasst um ein klassischen Touristenselfie mitzunehmen. Kutsche kollabierte fast weil er irgendwo auf dem Fußwegparken musste, vorne und hinten hielten Busse, links rollte es zweispurig und der Bundesgrenzschutz hatte auch ein Auge auf ihn geworfen. Auf dem Messegelände störten wir eine Demo von unzufriedenen Siemens-Mitarbeitern. Immerhin war einer bereit, nach dem Austausch vieler gefälschter Identitäten, ein Mannschaftsbild der besonderen Art zu machen.

Angekommen im Werner-Seelenbinder Sportpark erwartete uns schon offenherzig Trainer Ciftci und begleitete uns in die Katakomben der Tasmania. Man hatte schon viel Respekt beim Nachfolgeverein eines solchen Traditionsverein spielen zu dürfen. Richard und Kevin machten erst noch ihren Gang zum Späti, denn ohne was kulinarisch einheimisches für Hinterher brauchen wir gar nicht erst spielen. Apropo Kevin: der kleine Schäfers bekam in Berlin sein kleines "Abschiedsspiel". So eine Fahrt bedeutet immer einen minimalen Kader. Nicht alle treten so eine Fahrt an. Viel Zeit geht in den Winter - und Sommerpausen drauf für Familie, Uni, Arbeit etc... Die Konkurrenzfähigkeit hat dadurch ein bisschen gelitten.


Dass die Tasmania uns dann natürlich derart überrollt, damit konnte keiner rechnen. Ein Verein, der in seiner Liga keine große Rolle spielt und im Training regelmäßig von ihrer 2. verprügelt wird, zeigte uns deutlich Grenzen. Einzelne Diven oder non-teamplay Schickimicki Fußballer gab es dort nicht. Die Jungs von Trainer Ciftci traten im Kollektiv auf und raubten dir die letzte Luft zum atmen. Zugegeben, ich habe noch nie in 10 Jahren Dritte eine Mannschaft gesehen, die so guten Fußball spielen kann. Von Minute 1 an hinten reingedrückt konnte sich die Dritte nur selten befreien. Ein Schuss aus 2. Reihe beendete nach einer Viertelstunde die erste Verteidigungswelle. Die Tasmania ließ nach der Führung einige Großchancen liegen. Der Mythos versuchte den Berlinern die Stirn zu bieten, spielte die Angriffe über Außen aber zu schlecht aus und verpasste in 2 Situationen von der Strafraumgrenze einfach mal abzuschließen. Nach einer halben Stunde trafen die Hausherren zur 0:2 Pausenführung.


Nach der Pause ist der Leidensweg unserer Jungs schnell erzählt. Die Grundordnung bei uns war generell besser. Stabil stehen und Tasmania die Ideen zu nehmen klappte auch ein paar Momente. Doch anders als in Halbzeit 1 war jeder zugelassene Schuss ein Treffer. Tasmania nahm uns auseinander ohne dass wir was ausrichten konnten. In der ein oder anderen Situation fehlten ganz klar Leute wir Nico, Stefan oder und vorallem ein PJ. Klar dass sich da der ein oder andere auf den Schlips getreten fühlt. Erst beim Stand von 5 oder später 6:0 waren viele Angriffe der Tasmania zu Ballverliebt und zielgerichtet nur auf ihren Aube Schäfers im Team gespielt, dem ein Treffer an diesem Tag aber nicht vergönnt war. Vorne stach der Bosse einmal zu. Die restlichen Angriffe wurden meist abgepfiffen. Der Schiedsrichter wirkte oft ängstlich und sehr beklemmt. Wer weis was der im Neuköllner Fußballalltag manchmal alles erlebt. Die größte nennenswerte Chance hatte unser Ebrahim. Nach Hereingabe von Benny verfehlte er das Tor nur knapp. Marcel der hinter den Spitzen im 2. Durchgang einen guten Eindruck machte ist vielleicht auch noch positiv zu benennen. Ansonsten wars das...

Haken dran. Die Dritte bezahlt in Berlin viel Lehrgeld. Schön wars allemal. Als in den Katakomben bei den Tasmanen das Licht ausging waren wir noch drin. Anschließend ging es zum Späti, über die Hermann Straße noch was kleines essen. Schreiend durch die Gassen Neuköllns zu laufen hatte sicherlich was einmaliges und zog viele Blicke auf sich. Eine Herde wie wir schaut dort nicht jede Woche vorbei. Danke Vahit und der 3. Mannschaft von Tasmania Berlin für das Spiel. Wir nehmen viel mit. Die Rückrunde wird lang und schwer. Vielleicht sieht man sich mal wieder. Steht unser Kunstrasen seid ihr definitiv mal auf einen Gegenbesuch eingeladen.



#WirSindDritte

Freitag, 29. Dezember 2017

Hallenstadtmeisterschaft geht an die Konkurrenz

Es war das Sahnehäupchen, der i-Punkt auf eine grandiose Hinrunde, aus der man punktgleich mit dem 1.FC Lok herausging. Nach 8 ungeschlagenen Spielen qualifizierte die Dritte sich erstmals sportlich für eine Hallenstadtmeisterschaft. Die jeweils besten zwei Teams aller Staffeln im Modus Jeder gegen Jeden und der Spielplan sollte verlauten, dass es im letzten und alles entscheidenden Spiel zum großen Aufeinandertreffen mit der Loksche kommen sollte. Doch am Ende war es leider nur ein Häufchen Elend, was sich angeschlagen der Konkurrenz erbarmungslos hingeben musste.


Denn schon vom ersten Spiel an war klar, dass das Turnier in eine völlig andere Richtung verläuft, als man sich das im Vorfeld gedacht hatte. Nach den Absagen von Stefan und Nico, war man ungünstig aufgestellt um mit den meisten Teams auf Augenhöhe stehen zu können. Der LFC war der erste Gegner des Turniers, die mit einer schnellen 0:2 Führung dem Mythos die ersten Grenzen aufzeigten. Mit Eric und dem Strohmer konnte man hier Moral beweisen, jedoch versagten Kutsche im 1 gg 1 ebenso die Nerven, wie mir beim ersten Gegentreffer mit einem luschigem Rückpass. So ging das erste Spiel mit 2:3 verloren. Das man aus 4 Chancen 2 Buden macht und beim Gegner jeder Schuss drinne war, verschaffte der Situation einem faden Beigeschmack.


Während die mit neuem Sektion-Dritte-Banner angereisten Ultras auf Besserung hofften, musste die Dritte sich im 2. Spiel erneut geschlagen geben. Gegen Schkeuditz, die später um den Turniersieg mitspielten, setzte es nach langem Kampf und mega Paraden von unserer Nummer 1 eine 0:1 Niederlage, nachdem Maik mit dem Schiedsrichter haderte und in der entscheidenden Situation pennte.

Die Messen waren gelesen und im 3. Spiel ein Sieg längst Pflicht, doch der Gegner vom FC International Leipzig II war auch wieder nicht zu bezwingen. Zwar konnte die Dritte sich nach einem Bossetreffer lange im Spiel halten, am Ende war die effektive Chancenverwertung des Gegners nicht zu schlagen. Der Mythos hatte genug Chancen das Spiel zu gewinnen, wie schon gegen den LFC, doch scheiterte am eigenen Unvermögen vor dem Kasten. Hinzu kam eine äußerst schwammige Regelauslegung der Schiedsrichter, die es einem Team, bei dem es so schon nicht rosig aussieht, nicht gerade entgegenkommt. Wenn sich dann noch so ein Dorfheinz aus Zwenkau aufplustert, bleibt die Frage im Raum, wo war eigentlich der VFB Zwenkau an diesem Turniertag?


Weiter gings mit dem vorletzten Spiel gegen Turnierschlusslicht Stötteritz. Was wir zu dem Zeitpunkt nicht ahnen konnten war, dass mit Basti und Kutsche gegen Inter schon 2 Spieler verletzt ausfielen und trotzdem auf die Zähne bissen. Die Dritte kam auch in dem Spiel von ihrem zähen Spielfluss nicht weg. Der rote Faden war nicht gefunden und Maik dribbelte von der eigenen Eckfahne in den Strafraum auf den eigenen Torwart zu. Stötteritz ging dazwischen und bestrafte die Dritte, die nach langem Anrennen von Kutsche mit seinem 1. Treffer erlöst wurde. Die Halle jetzt  ein Tollhaus. Doch mehr als ein 1:1 war der Dritten nicht gegönnt.

Gegen Lok im letzten Spiel waren die Kräfte aus, die eh schon irgendwo bei 50-60 % rumgurkende Dritte, war noch 3 Verletzungen dann auf minimale 30 % runter gefahren. Kutsche versenkte noch ein Ding mit einem schönen Distanzschuss und wir waren nach dem Schlusspfiff mit einem 1:5 noch gut bedient. Lok hats gefreut und das weihnachtliche Geschenk in Form eines Videos war echt mega und schwer zu toppen. Aber natürlich hat die Dritte noch ein Ass im Ärmel und einen Plan in der Schublade. Nach wie vor sind wir der Meinung, dass euer Gang in die Kabine nach dem Spiel gegen Großdalzig und nach dem Unentschieden gegen uns auf dem Weg zum Rechenschieber, war um ein vieles lustiger als unser Gang nach dem Hallenturnier, weil der war aufrecht auf dem Weg zur Flasche...


Weiter gehts mit dem alljährlichen Hallenturnier bei unseren Freunden in Hohenmölsen...

Donnerstag, 14. Dezember 2017

auf der ganzen Welt

Mal ein kleiner Einblick auf die Reichweiten des Blogs über die Jahre. PJ's Landsleute gehen großen Schrittes auf die Osteuropäer zu. Ich denke, wenn wir in den nächsten Jahren uns dem internationalem Raum widmen, dann wir auch hier noch was passieren. Ich bin mir sicher, dass man in dem ein oder anderem Nachbarland noch von dem Mythos Dritte hören wird...